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TV Programmanteile im Vergleich: ARD & ZDF vs. BBC ONE & BBC TWO

Seit der Einführung des neuen Rundfunkbeitrags wird in Blogs und in den klassischen Medien darüber diskutiert, ob die öffentlich-rechtlichen Sender ihr Geld wert sind. Viele Printmedien fahren dabei eine Kampagne gegen den Rundfunkbeitrag, da sie sich durch die öffentlich-rechtliche Konkurrenz bedrängt sehen. Viele Blogger sehen das etwas anders, insbesondere die mit journalistischem Hintergrund. Denn sie wiederum wären direkt von einem niedriegeren Rundfunkbeitrag betroffen, da die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ein (potentieller) Arbeitgeber sind, bei dem eventuell auch Freunde und Familie arbeiten.

Dieser Konflikt macht sich beispielsweise im Bildblog bemerkbar, der sich in letzter Zeit oft mit dem Thema GEZ und Rundfunkgebühren beschäftigt hat. Genauso beschäftigt sich der Blidblog-Gründer Stefan Niggemeier mit dem Thema Rundfunkgebühren – speziell mit der Sicht des Handeslblattes.

Diese Diskussionen werden am Kernthema vorbei geführt. Die eigentliche Frage müsste lauten: Sind ARD und ZDF ihr Geld eigentlich wert? Was die beiden Hauptsender für ihr Programm ausgeben, ist mir momentan nicht so ganz klar. Das ZDF gibt wohl nur für sein Hauptprogramm ca. 1 Milliarde Euro im Jahr aus, wenn ich den letzten KEF-Bericht richtig interpretiere. Die ARD gibt wohl mehr als 6 Milliarden Euro im Jahr aus – allerdings beinhaltet dieser Betrag alle Rundfunkanstalten. Ich habe bislang keine Quelle gefunden, die auflistet, was “Das Erste” kostet.

Als Halbbrite möchte ich vergleichen, was ARD (nur “Das Erste”) und ZDF im Vergleich zu den beiden BBC-Hauptprogrammen BBC One und BBC Two senden. Wo sind die Schwerpunkte und was macht wer eigentlich besser? Bei der Finanzierung sind die BBC-Kanäle auf jeden Fall transparenter. BBC One hat ein jährliches Budget von umgerechnet etwa 1,35 Milliarden Euro, BBC Two verfügt über etwas über 500 Millionen Euro im Jahr.

Um eine grobe Auswertung der Programmschwerpunkte zu erhalten, habe ich grobe Kategorien erstellt, die allerdings nicht immer ganz trennscharf sind:

  • Dokus: Dokumentationsfilme über ein bestimmtes Thema, z.B. Natur-, Technik- oder Geschichtsdokus
  • Kultur: Kunst, Buchbesprechungen, Kultur und Musiksendungen
  • Comedy/Kabarett: Comedysendungen (z.B. Heute Show), aber auch Sitcoms und Comedians
  • Soaps: Marienhof, Lindenstraße, etc.
  • Serien und Fernsehfilme: Vom Großstadtrevier zum Tatort
  • Reality Show: Kochshows, Antik-Shows, Schuldenberater, etc.
  • Unterhaltung/Show: Quizz-Shows, Volksmusikshows, Wissensshows, etc.
  • Sport: Live-Events und Sportshows
  • Talk: Talkshows
  • Magazin: Politmagazine und andere
  • Nachrichten/Info: Nachrichtensendung, Börse, Wetter

Als Auswertungszeitraum habe ich die aktuelle Woche gewählt. Ich habe nur Abendprogramme, also die Hauptsendezeit von 18-24 Uhr, einbezogen. Sendungen die kurz vor Mitternacht beginnen, sind nicht eingerechnet. Hier mein Ergebnis:

Programmanteile bei ARD, ZDF, BBC One und BBC Two

Programmanteile bei ARD, ZDF, BBC One und BBC Two

Was bei den einzelnen Kategorien auffällt:

  • Dokus: BBC Two sendet hier sehr viele Dokus. Insgesamt ist der Doku-Anteil bei den BBC-Programmen fast fünfmal höher als bei ARD und ZDF zusammen.
  • Kultur: Wieder eine Stärke von BBC Two. Die anderen Programme senden in der Woche nur eine Sendung.
  • Comedy/Kabarett: Nichts bei der ARD, dafür etwas beim ZDF. In England deutlich mehr.
  • Soaps: Nur die ARD und BBC One senden Soaps und das in der Abend-Zeit auch nur wenig.
  • Serie/Fernsehfilm: An dieser Kategorie erklärt sich vielleicht, warum ARD und ZDF im Gegensatz zu den britischen Programmen so teuer sind. Bis auf einen Film, den das ZDF eingekauft hat, sind alle anderen Programmminuten in diesem Bereich Eigenproduktionen oder Auftragsproduktionen. Insgesamt senden ARD und ZDF fast 27 Stunden Serien und Fernsehfilme – im Vergleich übertragen die beiden BBCs in dieser Kategorie nur acht Stunden.
  • Reality Show: Billig produziert und in Deutschland im Privatfernsehen beliebt. Bei ARD und ZDF zum Glück nicht. Bei BBC Two finden sich viele solcher Sendungen, die sich mit Antiquitäten, kochen oder Schuldenberatung befassen.
  • Unterhaltung/Show: Alle Programme liegen mit ihren Quizzshows und anderen Unterhaltungsformaten bei rund vier bis fünf Stunden – außer der ARD bei der es doppelt so viel ist.
  • Sport: Der nächste große Schwerpunkt bei ARD und ZDF – vor allem durch den Wintersport beeinflusst, der aktuell oft live gesendet wird. Das ZDF sendet momentan besonders viel Sport, knapp 10 Stunden. Über 14 Stunden Sport senden ARD und ZDF zusammengenommen – die beiden BBCs kommen gerade einmal auf 75 Minuten.
  • Talk: Bei den Talksendungen liegen deutsche und englische Programme nicht weit auseinander.
  • Magazin: In dieser Kategorie führt die BBC. Jedes Programm sendet pro Woche rund sechs Stunden Magazine. Das ist pro Programm 50% mehr als ARD und ZDF zusammen.
  • Nachrichten/Info: ARD und ZDF senden ungefähr gleichviel Nachrichten und Infos – zwischen sechs und sieben Stunden die Woche. Hier sind die Doppelstrukturen Tagesschau/Tagesthemen und Heute/Heute Journal gut erkennbar. Bei der BBC gibt es nur bei BBC One News – dafür dann aber gleich mehr als neun Stunden.

Was ist also das Fazit? “Das Erste” und das ZDF bestreiten ihr Programm vorwiegend mit Serien und Fernsehfilmen sowie Sport. Diese beiden Kategorien nehmen rund die Hälfte der abendlichen Sendezeit ein. Bei den BBC-Programmen ist auffällig, dass sie vielfältiger sind und einem Bildungsauftrag folgen. Viele Dokus, überdurchschnittlich viel Kultur, viele Magazine und ein Nachrichtenschwerpunkt bei BBC One kennzeichnen das Programm. Die Vielfalt macht die BBC-Sender attraktiv – vor allem da nicht nur seichte Kost geboten wird, sondern viele Themen behandelt werden. Bei “Das Erste” und dem ZDF entsteht bei mir nach Analyse des Abendprogramms der Eindruck, dass das Programm nur seichte Unterhaltung bieten soll. Kultur, Informationen und Dokus finden kaum statt oder wurden komplett in andere Kanäle ausgelagert und dürfen dort ihr Nischendasein fristen.

Mit weniger Geld liefern BBC One und BBC Two also ein vielfältigeres Programm als ARD und ZDF. Als Gebührenzahler finde ich das traurig und in letzter Konsequenz auch verantwortungslos. Ein Grund mehr für meine Position, die Anzahl der öffentlich-rechtlichen Programme massiv zu reduzieren. Qualität kommt nicht von Quantität.

62 Gedanken zu „TV Programmanteile im Vergleich: ARD & ZDF vs. BBC ONE & BBC TWO

  1. Heiner

    Ein schlechter Vergleich.

    Die ÖRF-Spartensender auszublenden klingt schon wieder nach System.
    Als was zählt eigentlich Arte?…wird der auch als Sparte abgewertet?
    Eine vielfalt an Sendern, auf denen irgendwo immer für irgendwen etwas läuft ist doch eigentlich ok, ob es die Guido Knopp Konserven auf ZDFinfo sind oder Enterprise auf Neo.

    Es sollte eher diskutiert werden, warum auf den beiden Kernsendern nur eine bestimmte Altersgruppe angesprochen wird. Vielleicht einfach deshalb, weil die Menschen nur die ersten vier Tasten der Fernbedienung programmiert haben, der Rest der Menschheit aber weiß wo der Sendersuchlauf ist ;)

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    1. bcrocker Artikelautor

      Es handelt sich hier um den bewussten Vergleich der Hauptprogramme. Natürlich gibt es noch Spartensender – auch bei der BBC. Der Großteil der Gebühren wird aber für die Hauptprogramme, die oft Vollprogramme genannt werden, ausgegeben. Diese erreichen den größten Teil der Bevölkerung. Mir geht es nicht nur um Altersgruppen, sondern um Programmvielfalt und den Bildungsauftrag. Den erfüllen die Hauptprogramme in Deutschland kaum. Das, was vielleicht bilden könnte, wird in Spartensender abgeschoben, die dazu dienen, die Gebührengelder zu rechtfertigen.

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      1. Micha

        Aber dann macht es doch nur Sinn, auch die Spartensender von ARD/ZDF und BBC mit in den Vergleich zu nehmen. Ansonsten ist dieser Vergleich total wertlos und die sicher große Mühe kein bisschen wert.

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        1. bcrocker Artikelautor

          Wer eine Doktorarbeit (ohne Plagiat) schreiben möchte, könnte das ja mal in Angriff nehmen. Ich möchte hier nur zeigen, dass das Programm von ARD und ZDF nicht alternativlos ist und viele Schwächen hat.

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      2. Richie Gecko

        Gerade hier hinkt der Vergleich aber breits immens. Nach meinem Verständnis und was einige Kommentatoren hier angemerkt haben: Eigentlich ist nur BBC One als Vollprogramm mit den Hauptprogrammen von ARD und ZDF vergleichbar. BBC Two hat als Programmauftrag eben deutlich mehr Kultur und Doku, was sich ja auch in den Grafiken deutlich niederschlägt. Auf der finanziellen Seite ist mir nach kurzem Querlesen nicht klar was mit Service Budget gemeint ist. Demnach kosteten BBC 1 und 2 zusammen rund 1,9 Milliarden Euro. Gleichzeitig hatte die BBC Ausgaben von 5,6 Milliarden Euro in 2011/12 (Quelle: www.epd.de/fachdienst/fachdienst-medien/schwerpunktartikel/bbc-nahm-201112-mehr-als-f%C3%BCnf-milliarden-pfund-ein) . Entweder kosteten Radio und digitale Spartensender satte 3,8 Milliarden oder “service budget” meint halt doch was anderes als den Gesamtetat der Sender. Warum 2012 mit Olympia in London ein Jahr ohne Coverage großer Sportevents durch die BBC sein soll erschließt sich mir auch eher nicht. War ein Privatsender der Host-Broadcaster?
        Generell sind Sportrechte bei den deutschen Öffis naturgemäß ein großer Posten (bewußt wertfrei, es läßt sich trefflich streiten ob BuLi, Champions League, Olympia, Fußball-WM und Co. in den öffentlich-rechtlichen laufen soll, erfolgreich sind sie allemal)
        Nicht zuletzt: natürlich sind zwei Sender von einer Anstalt in jeglicher Hinsicht effizienter als bei einer “Konkurrenzsituation” wie in Deutschland. Und natürlich hat es die BBC etwas leichter “international” konkurrenzfähig zu sein. Allein schon durch die “Weltsprache” Englisch und ein Stück weit sicher auch weil der Commonwealth nunmal ein großes Stück weit britisch sozialisiert wurde. Da wirken manche deutsche Produktionen halt ein bisschen provinziell – man versetze sich mal nach Indien und vergleiche Schottland mit Saarland (oder so …;)) Trotzdem ist manche deutsche Eigenproduktion sicherlich weltmarktfähig. Im Bereich Doku allemal (und so manche Terra-X Doku ist ja auch eine BBC-Coop) aber auch im Bereich der TV-Mehrteiler (Die Borgias, Napoleon oder jüngst das Adlon). Was wir in der Tat scheinbar nicht können ist gute Action oder Sci-Fi (Dr. Who) und ein deutsches Pendant zu Monty Phyton ist eh illusorisch.
        Bleibt unter dem Strich: Qualität ist relativ und Äpfel sind keine Birnen auch wenn beide im Supermarkt 99 Cent das Kilo kosten. ;)

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        1. Dinsdale

          … und da sind wir schon bei einer Sache angelangt, zu der eine genauere Betrachtung/Bewertung schön wäre: Der deutsche Leser kennt britische Comedy aus den 70ern, wenn’s hochkommt aus den 80ern. Weil das offensichtlich das letzte Mal war, dass deutsche Sender so klug waren, etwas ungewöhnliches (etwas außer Naturdokus oder hochglanzpolierten SciFi- oder Historienserien) aus UK einzukaufen und zu senden.

          Es ist nicht nur so, dass es in Deutschland kein Äquivalent zu den guten Produktionen aus den 70ern gäbe. Es gibt kein Äquivalent zu den heutigen BBC-Sendungen. Die werden in DE nicht einmal beachtet, geschweige denn gekauft wenn es kein Kostümdrama in irgendeiner Form ist.

          Die BBC hat verstanden, was die Rundfunkgebühr möglich macht — das Experimentieren mit Sendungen und den Mut, den eigenen Zuschauern etwas zuzutrauen, auf das Risiko hin, dass es fehlschlägt. Schlagen Sie mal den deutschen Sendern ein Konzept wie QI vor, das seit 10 Jahren erfolgreich läuft. Jede Wette: “Das kann man den Zuschauern nicht zumuten! Das floppt entsetzlich!” Und so weiter und so fort …

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    2. Theo L.

      Nun, das Einbeziehen der Spartensender – bei der BBC primär BBC Three / CBBC und BBC Four sowie BBC Enterteinment – würde wohl auch wenig am gelinde gesagt unschmeichelhaften Ergebniss aus deutscher Sicht ändern. Das hat letztlich auch mit der TV-Kultur in Deutschland, den Sehgewohnheiten und dem Selbstbild der ÖR-Verantwortlichen zu tun. Nehmen wir doch mal “jugendliche” Sendungen für Twenty-somethings bei ZDFneo. Da gelten hier doch schon Roche und Co. als “knapp erträglich” in Sachen Skandal aus Sicht der TV-Macher. Programme wie etwa Snog Marry Avoid oder Russell Howard’s Good News sind in deutschen TV schlicht undenkbar. Ach ja, und die “böse” Autofetisch-Show Top Gear läuft sogar auf dem braven BBC Two. Die Briten sind da einfach nicht so ideologisch angefressen, empörungsversessen und verkopft wie wir….

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  2. sobes

    Man muss bei den Kosten aber noch bedenken, dass ARD und ZDF unabhängig von einander sind. Dies im Gegensatz zu BBC One und Two

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  3. DJ Doena

    Und aus meiner jugendlichen Perspektive als 35-Jähriger (*g*) möchte ich noch hinzufügen, dass ich mit “Ein Colt für alle Fälle”, “Trio mit vier Fäusten” und “Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert” auf dem ZDF(!) großgeworden bin, jetzt da aber nur noch “SOKO 5113″ läuft und die BBC weiterhin “Doctor Who” ausstrahlt.

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  4. ostseehamlet

    Ganz traurig wird´s, wenn man mal auf die ganzen sogenannten Spartenkanäle des ZDF wie ZDFinfo, ZDFneo und ZDFkultur schaut – bis auf spärliche Ausnahmen reines Recycling. Kein Wunder, dass der Theaterkanal in ZDFkultur umbenannt wurde: Theater fand kaum statt. Schade, denn das Thema hat weit mehr Möglichkeiten als die reine Abfilmung von Bühneninszenierungen. Und ein wenig Recycling hätte hier sogar gut getan: man denke an die vielen filmischen Umsetzungen von klassischen Theatersujets.

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    1. bcrocker Artikelautor

      Na klar ist das ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen. Es geht mir aber darum, Tendenzen aufzuzeigen. Beispielsweise das mit den Serien und Fernsehfilmen.

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  5. aydon

    Ich finde den Vergleich auf jeden Fall gut. Das es nicht möglich ist, die Sendungen punkt für punkt zu vergleichen, sollte jedem klar sein. Aber ARD / ZDF sind ein Gebührenfinanziertes Vollprogramm, welches seine Hauptaufgabe in diesem Vollprogramm und nicht in Spartenkanälen wie ZDF Neo und ähnlichem abzufeiern hat. Punktum! Das ist eine Aufgabe, die sich aus gesetzlichen Regelungen ergibt.

    Und dieses “Vollprogramm” von ARD und ZDF ist ein Schlag ins Gesicht, jeden Tag, jede Nacht und (fast) jede Stunde. Die BBC ist nicht der heilige Gral, macht auch Fehler und sendet langweiliges Zeug oder Wiederholungen. Aber wenn man bedenkt, welche Perlen dort auch jährlich entstehen, ich denke nur mal an “Sherlock” – und gebührenfinanziert bei ARD und ZDF die selben langweiligen Nasen wie seit 100 Jahren den Bildschirm bevölkern, ja dann sage ich dass diese Gegenüberstellung richtig und wichtig war.

    Danke für die Arbeit. Und nein, ich kann Klaus Theo Gärter, Christiane Hörbinger oder wie sie alle heißen nicht mehr sehen, egal wie toll ihre Rollen mal vor 20 Jahren waren. Und Rosamunde Pilcher Verfilmungen für TEUER Geld an “Originalschauplätzen” in Irland usw., die dann doch aussehen wie Wanne-Eickel im Winter sind nicht Aufgabe eines Gebührenfinanzierten Fernsehens *aua, dafür krieg ich jetzt Haue ^-^*

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  6. Hans Dampf

    Als Hinweis: Vielleicht ist die Karneval-Woche nicht gerade geeignet, einen repräsentativen Überblick über den Showanteil bei ARD/ZDF zu geben?
    Warum die Beschränkung auf die Uhrzeit 18-24 Uhr?

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    1. bcrocker Artikelautor

      In der Auswertung ist nur eine Karnevalssendung enthalten, die am Montag auf der ARD lief, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Dafür aber auch ein Brennpunkt wegen des Papstes. Eine “typische” Woche wird es nie geben. Die Beschränkung auf 18-24 Uhr habe ich aus zwei Gründen vorgenommen. Zum einen ist es die Hauptsendezeit und zum anderen verfüge ich nicht über unbegrenzte Ressourcen für die Auswertung.

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  7. Paule

    Kein guter Vergleich.

    Denn, wie schon erwähnt, Das Erste und das ZDF sind Konkurrenten mit gleichem Auftrag, während BBC One und BBC Two aus einem Haus kommen und deshalb aufeinander abgestimmte, unterschiedliche Programme anbieten können. Das MUSS für mehr Vielfalt sorgen.
    Während der Vergleich selbst daher tendenziell nicht viel Nutzen bringt, zeigt er sich an anderer Stelle hingegen wertvoll: Welchen praktischen Nutzen haben unsere Programme, wenn sie alle voneinander unabhängig und damit tendenziell gegeneinander arbeiten? Das führt zu weniger Vielfalt und Doppelungen und streckt sich bis in kleine Spartenkanäle. Während die Trennung in einem Zeitalter vor dem Privatfernsehen (und nach dem Krieg) noch absolut angebracht war, ist sie heute nicht mehr zeitgemäß.

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  8. Tim

    Das Schlimme an ARD & ZDF und auch am Deutschlandradio ist, daß die Journalisten dort wenig Überblick und auch selten Biß haben. Man merkt ihnen bei vielen Themen an, daß sie entweder nicht begreifen, worum es geht, oder einfach kein Interesse haben. Es fehlt auch oft die Fähigkeit, Dinge in einem größeren Kontext zu bewerten. Hauptsache, schnellschnellschnell und am besten mit Skandalwert berichten.

    Dichtmachen ist die einzige Lösung, möglichst innerhalb von 10 Jahren. Öffentliche Medien müssen künftig in einem Ausschreibungsmodell organisiert werden.

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  9. Tooby

    Für mich wieder eine klare Hetze gegen ARD und ZDF und am besten abschaffen. Mit RTL & Co. kann man Deutschland noch mehr verblöden. Gelle. Dann ergeht es uns mal so wie im Film Idiocrazy.

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    1. bcrocker Artikelautor

      Ich möchte nicht gegen ARD und ZDF hetzen, sie aber kritisieren. Denn für mich senden sie zu wenig Qualität. RTL & Co. sind da schlimmer – aber nicht ganz so schlimm zu sein wie RTL kann nicht das Ziel sein. Ich finde, die Hauptprogramme sollten die Zuschauer mehr bilden und weniger berieseln.

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    2. Tim

      Richtig, abschaffen ist die einzige Lösung. Das Organisationsmodell des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland war eine Reaktion auf die Lehren der Nazi-Zeit. Heute brauchen wir eine völlig andere Struktur. Die Molochanstalten mit Ewigkeitsgarantie haben sich überlebt.

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    3. Andreas

      Wieso Hetze?
      Wenn diese beiden Sender nicht schaffen ihrem Auftrag nachzukommen?
      Was hier gar nicht angesprochen wurde, ist z.B. das Geldverschwenden für den Einkauf von Übertragungsrechten an irgendwelchen Sportereignissen.
      Und wieso müssen eigentlich ARD UND ZDF zusammen fahren, aber getrennt berichten (s. die letzte königliche Hochzeit)? Tourismus auf Kosten der Gebührenzahler.
      Und die Spartenkanäle? Hier sollte man mal die Anzahl der Wiederholungen übers Jahr betrachten. Die Hälfte der Spartenkanäle könnte man sofort abschalten, aber dann verlieren ja ein paar Sesselpuper ihre Posten.

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  10. Stefan

    Mit den Serien ist das so eine Sache. die BBC hat echte Serien (Sherlock, Dr. Who, …), die sie produziert im Gegensatz zu den Soaps, die hier in Deutschland produziert werden. Die einzige Serie, die (wenn sie mir auch nicht so zusagt, die Qualität vieler BBC Serien erreicht ist der Tatort.
    Acu bei den Dokus, ist BBC nicht nur von der Menge, sonder auch von der Qualität den deutschen Anstalten um Längen voraus. Nan vergleiche einfach mal nur die Naturdokus der BBC mit den Deutschen: “Planet Earth” gegen “Unser Rhein vom Zeppelin aus gefilmt”.

    Das finde ich auch einen wichtigen Aspekt und auch da zeigt die BBC, das es sehr wohl möglich ist mit erheblich weniger Mitteln erheblich höherwertige Sendungen zu produzieren.

    Antworten
    1. Paule

      “Nan vergleiche einfach mal nur die Naturdokus der BBC mit den Deutschen: “Planet Earth” gegen “Unser Rhein vom Zeppelin aus gefilmt”.”
      Äpfel und Birnen?
      Man kann Planet Earth mit Wildes Deutschland vergleichen. Und da steht Wildes Deutschland gar nicht so schlecht da.

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  11. TU

    Inwiefern verzerrt sich das Ergebnis allein durch die Nichtberücksichtigung von BBC Three? Three hat soweit ich weiß deutlich mehr Fernsehserien im Programm als One und Two, oder nicht?

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    1. bcrocker Artikelautor

      Das Ergebnis ist allgemein verzerrt, da es keine Spartenkanäle einbezieht, also auch nicht ARTE oder 3Sat. Eine flächendeckende Auswertung kann ich zeitlich nicht leisten. Die Ergebnisse hier sollen nur eine Tendenz darstellen.

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      1. Paule

        Evtl hätte man nicht ARD+ZDF sonder ARD+arte als deutschen Anteil heranziehen sollen? Das hätte die deutsche Vielfalt besser repräsentiert.

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    2. Paule

      Ob man Three wirklich beachten muss, sollte man sich nochmal überlegen. Die meisten Doku-Formate wären bei uns auf RTL II zu vermuten und der Serienanteil ist effektiv eher gering, weil man innerhalb einer Woche – also bis zur nächsten Folge – mehrere Wiederholungen zeigt. Aber es gibt auch immer wieder Sehenswertes. Die Criminal Britain-Season vor einem Jahr war richtig gelungen.

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    1. Paule

      Wieso nicht? Wie oft läuft der denn? Ca. 6mal im Jahr. In 52 Wochen und 365 Abenden. Das ist praktisch nichts. Abgesehen davon: Wenn Du bekommst was Du willst, sollen die Alten ihren Musikantenstadl haben. Der Stadl gehört mehr zum Auftrag, als es jeder Hollywoodschinken tut, weil Volksmusik bei den Privaten nicht mehr stattfindet. Wer hat jetzt rechter?
      Wir sollten aufhören, uns mit Phrasen zu bewerfen und anfangen, begründete Kritik zu äußern.

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  12. Wilz

    Dass der Unterschied an Qualität an den unterschiedlichen Sehgewohnheiten der Nutzer liegt, ist dir nicht in den Sinn gekommen? Im Übrigen wären für eine genaue Betrachtung der Inhalte natürlich auch die Programme der Dritten interessant.

    Schließlich wäre es grotesk, zwei oder drei Landesrundfunkanstalten mit der Begründung zu schließen, das Programm des Ersten wäre zu seicht, wenn gerade in diesen Landesrundfunkanstalten die dollsten Kulturknaller laufen.

    Überhaupt scheint mir die Begründung von wegen ‘seichtem Programm’ nur ein Strohmann zu sein, denn ohne die Betrachtung der Spartenkanäle und eben der Dritten ist das natürlich cherry picking.

    Du machst den Wert der ÖR nicht am Programm der ÖR fest, sondern daran, was die Leute gern beim Ersten und beim ZDF sehen. Du als “Gebührenzahler” möchtest also nicht “besseres” Programm, sondern “besseres” Programm auf dem von dir aus unerfindlichen Gründen favorisierten Sendern. Also quasi Zwangsdokus für ZDF-Gucker, die lieber Unterhaltung hätten.

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  13. Heiner

    Ich möchte bzgl. der Gebühren mal die Frage stellen, wo eigentlich die Grenze zur “Gebührenveruntreuung” liegt?
    Inzwischen kommt es immer häufiger vor, das ein Spielfilm produziert wird mit FSK16, dann allerdings z.B. auf FSK12 geschnitten wird für Ausstrahlung Sonntag 20:15.
    Später erscheint dann die Kauf-DVD/Bluray mit FSK16 => ungeschnitten.
    Als normaler Gebührenzahler habe ich also keine Möglichkeit dieses Programm zu sehen ohne Zensuren.
    Frage a) warum sendet man das nicht um 22Uhr? Antwort: Zuschauerzahlen obwohl Quote keine Rolle spielt..angeblich
    Frage b) warum wird so etwas nicht später z.B. um 0:15 als FSK16 wiederholt?
    Frage c) ändert sich durch den Verkauf der DVD/Bluray der Umsatz der Produktionsfirma?
    Heißt:
    Bei Senden einer geschnittenen ZensurversionFSK12 kaufen später mehr Menschen die ungeschnittene FSK16-Bluray-Version.
    Somit wäre die CoProduktion mit der ARD eine mögliche Subventionierung privatwirtschaftlicher Produktionsfirmen => mit Protektionismus in Richtung der Gewinnmaximierung durch KaufDVD/Bluray-Vertrieb.

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  14. Tom Stein

    Aha, also ein BBC-Kanal kostet rund 1,3 Mrd.€/Jahr, und das ist OK. Nun gut, wenn die ARD 6 Mrd.€/Jahr kostet (was hier unterstellt wurde) und darin nicht die vielen Hörfunkprogramme enthalten sind (was der Autor nach eigener Aussage nicht einmal sicher weiß), dann heißt das immer noch: NUR 6 Mrd./Jahr für ARD/Das Erste, BR, HR, MDR, NDR, RadioBremen, RBB, SR, SWR, WDR, ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KiKa (die großteils ein eigenständiges Vollprogramm anbieten) ist jeweils definitiv billiger als ein BBC-Kanal.
    Also wer auf so dünner Datenbasis meckern will – wie sagte schon Dieter Nuhr 1999: “Wenn man keine Ahnung hat: einfach mal… “

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    1. Patrick S.

      Die BBC gibt zwei bis drei Milliarden Euro weniger aus als unsere ÖR.(Bei gleicher oder BESSERER Qualität) Außerdem ist Masse nicht gleich Klasse. Das unsere ÖR so viele Sender haben wo oftmals nur Wiederholungen laufen sehe ich nicht als Vorteil.

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  15. Klopfer

    Was wollen die Kommentatoren eigentlich mit dem Einwand “Das kann man ja nicht vergleichen!” eigentlich sagen? Dass wir in Deutschland nicht die Ansprüche an unser öffentlich-rechtliches Fernsehen stellen dürfen, die die BBC uns vorgibt? Das ist doch Quatsch, nichts hindert ARD und ZDF daran, auch gutes Programm zu machen, abgesehen von den eigenen Verwaltungsstrukturen, die eher Programmverhinderungsstrukturen sind. Viel zu oft hat man den Eindruck, dass man sich hierzulande entweder nichts traut (und dann im fiktionalen Bereich eher die tausendste austauschbare Krimiserie oder die dritte Verfilmung jedes Rosamunde-Pilcher-Romans produziert) oder – falls man sich doch mal in den Bereich der Massenunterhaltung wagt – dann nicht über billigstes Verwursten hinzugekaufter F-Promis aus den Resterampen der Privaten hinauskommt. Und das, obwohl es wenigstens deutlich billiger wäre, Sendelizenzen für ausländische Serien zu kaufen. Dann hätte man vermutlich besseres Programm bei weniger Kosten. (Ging früher ja auch, wie hier schon in den Kommentaren angemerkt wurde. Gerade das ZDF war in den 80er Jahren echt ein guter Sender.)
    Die BBC? Top Gear, Doctor Who, Charlie Brooker’s Screenwipe, Sherlock, QI. Selbst im Reality-TV-Bereich hat man mit The Apprentice und Dragon’s Den gut produzierte Shows. Von den Comedy-Serien allein in diesem Jahrtausend will ich gar nicht reden. Bei ARD und ZDF hat man hier schon Schwierigkeiten, so viele gute Sendungen zu nennen.

    Aber was rede ich: Wenn die Intendanten der Dritten schon kein Problem dabei haben, dass alle ihre Sender um die gleiche Zeit ihre austauschbaren Zoo-Dokus bringen, dann sehe ich da auch keinen Willen, sich zu bessern.

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    1. Paule

      “Was wollen die Kommentatoren eigentlich mit dem Einwand “Das kann man ja nicht vergleichen!” eigentlich sagen?”
      Dass man einen aussagekräftigen Vergleich nur dann anstellen kann, wenn die beobachteten Objekte unter vergleichbaren Bedingungen arbeiten. Das ist hier nicht der Fall.
      Man wird wohl kaum noch Leute im Land finden, die die deutschen ÖR aufgrund ihrer Inhalte wirklich verteidigen. Außer “es gibt noch gute Sendungen” wird man nicht mehr viel Gutes hören.
      Aber darum geht es im Vergleich nicht. Grundlage war die Frage: Wer bietet mehr Vielfalt. Und da gewinnt in jedem Fall ein System, in dem die Programme aufeinander abgestimmt sind. Das ist bei uns das große Problem. Jeder gegen jeden und keiner ist zuständig. Deswegen sind unsere Sender auch so mittelmäßig.
      “Wenn die Intendanten der Dritten schon kein Problem dabei haben [...] dann sehe ich da auch keinen Willen, sich zu bessern.”
      Weil du nur Anspruch auf DEIN Drittes hast, interessieren dich die anderen auch nicht. Und so sehen es die Intendanten natürlich erst recht. Nochmal: Das Problem liegt in der internen Organisationsstruktur und nicht im Programm selbst. Das Programm ist nur ein Ergebnis. Das spricht eigentlich Bände, aber es interessiert auch nicht wirklich einen. Die Sender sind auch abgestumpft, weil von unserer Seite viel zu oft nur leere Phrasen (Zwangs-Pay-TV, Rentnersender, Sesselpuper, Verschwender, etc) kommen. Was will man darauf auch antworten?

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  16. aydon

    Ich freue mich, dass es scheinbar immer noch einige Leute gibt, die das öffentlich-rechtliche Gebührenfernsehen verteidigen. Und auch gleich mit Dieter Nuhr um sich werfen. Dann sage ich nur mit den Worten Oliver Kalkofes:

    “Ich liebe das Deutsche Fernsehen – deswegen schalte ich es nicht mehr ein”.

    Die Qualität des öffentlich-rechtlichen TVs orientiert sich immer stärker am Privaten Fernsehen. Das ist jetzt keine Erfindung von mir, sondern wird bereits seit längerem und immer lautstärker von verschiedenen Personen beklagt, die auch etwas zu sagen haben. Das nur für den Herr Nuhr Freund hier. Habe nur keine Lust, das per Google rauszusuchen, das geht aber dort ganz leicht.

    Nun mag es sein, dass ein RTL mehr Geld hat als eine ARD (haha), um dolle Sachen zu zeigen. Doch bin ich nicht gewillt, ein “Programm” von alternden “Stars” zu finanzieren, die allwöchentlich mit einem Schiff an teure Orte fährt um dort seichte Geschichtchen zu erleben, für die sich das Leben zu schade wäre, sie stattfinden zu lassen. Gebührenfinanzierter Urlaub ist das. Dazu kommen lustig-fröhliche Schunkelsendungen für Ältere, das mag ihre Berechtigung haben (meine Eltern lieben das). Aber wo bitteschön ist denn dann das Live-Konzert von xyz? Na klar haben die das im gebührenfinanzierten Angebot – auf einem Spartenkanal. Der nochmal Geld kostet. Anstatt das jugendliche Programm (hust hust, das ist jetzt auch ein bisschen Ironie) des Spartenkanals mal in den schon teuer finanzierte Hauptprogramm zu senden…

    RTL, RTL Plus, RTL II, RTL Nitro – keine Ahnung wie die Grütze heißt, die dürfen meinetwegen zwangzig Idioten-Sender aufmachen. ARD und ZDF dagegen werden von uns allen bezahlt und dafür haben sie gottverdammtnochmal (Tschuldigung) auch sparsam mit dem Geld umzugehen. Mehr will der obige Blogartikel nicht zeigen. Und die Crux ist – das tun sie nicht. Da kann es noch soviel Gejammer geben, sie tun es einfach nicht weil sie es nicht MÜSSEN.

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  17. medienpraxis

    Der inhaltliche Vergleich ist aus meiner Sicht gelungen und gibt wieder, was jeder ahnt, der ab und an BBC schauen kann und so einen Vergleich zu den Öffentlich-Rechtlichen in Deutschland hat: Die Programm-Macher auf der Insel scheinen es irgendwie besser zu können – und das offenbar mit weniger Geld. Wenn man nur an die vergleichsweise vielen guten Serien denkt (“Sherlock” ist nur ein Beispiel, viele andere Serien kommen hier ja gar nicht an oder laufen auf Spartenkanälen, wie etwa “Come fly with me” auf Comedy Central), die gelungenen Dokus oder auch politische Diskussionsrunden (schaut Euch nur einmal “Question Time” an!) – da wird einem klar, wie qualitativ hochwertig das britische Fernsehen Programm macht.

    Das Öffentlich-Rechtliche in Deutschland ist auch nicht so schlecht, wie es immer gemacht wird – doch scheint man hier noch (zu) oft lieber erfolgreiche Formate von anderswo zu kopieren statt auf eigene Ideen zu setzen. Und häufig hat man das Gefühl, dass der richtige Biss fehlt, speziell bei Polit-Talks. Da können sich deutsche Journalisten generell viel von ihren britischen Kollegen abgucken. Die ZDF-“heute”-Show ist da – wenn auch in ganz anderer Mission unterwegs – eigentlich ein guter Anfang :-).

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  18. daJoerch

    Besonders falsch und kenntnisarm an diesem Artikel ist die Bemängelung, es gebe „keine Quelle [...], die auflistet, was “Das Erste” kostet“. Das sagt viel darüber aus, wie wenig der Autor sich die Mühe gemacht hat, sich über die ARD zu informieren.

    Vielleicht ist die ganze Zeit, die für diese Recherche fehlte, für die verzweifelte Suche nach dem Das-Erste-Intendanten, den Das-Erste-Studios oder dem Das-Erste-Sendezentrum draufgegangen. Hier schon hätte einleuchten können, dass BBC und ARD nicht vergleichbar sind. Weil es, anders als die BBC und das ZDF, DIE ARD nicht gibt. Es gibt eigentlich nur die 9 oder so Landes-Rundfunkanstalten, die alle jeweils 3 bis 6 Hörfunkprogramme und ein regionales Fernsehprogramm gestalten, was wiederum auch zum Teil mit Übernahmen aus anderen Programmen bestritten wird.
    Außerdem liefern sie Programmbeiträge für ihr gemeinsames “Dach”, die Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands, kurz: ARD. Tagesschau immer NDR, Sportschau immer WDR, Börse, Wetter und Lottozahlen immer vom HR. Tatort mal dieser, mal jener, manchmal aber auch Schweizer Fernsehen oder ORF.

    Ach, und dann gibt es ja auch noch ein gemeinsames nächtliches Radioprogramm der ARD-Anstalten, also eine Art “Das Erste fürs Radio”, sowie in den einzelnen Radios Sendungen, die eigentlich fürs Fernsehen produziert werden, aber im Radio übernommen werden, und umgekehrt. “Domian”, zum Beispiel.

    Unübersichtlich, nicht? Aber wenn man gerne irgendwas vergleichen will und schon weiß, was hinten rauskommen soll, darf man sich natürlich nicht mit solchen Kleinigkeiten aufhalten.

    Also: Nein, das kann man nicht vergleichen, und vor allem nicht, indem man nicht ALLE ca./mindestens 70 Radioprogramme, ALLE Dritten, ALLE Haupt- und Spartenkanäle, Mediatheken und Podcasts, Apps und zum-Nachlesen-Angebote berücksichtigt. Nur dann kann man realistisch sagen, was kostet das, und wieviel bekomme ich dafür. Vorausgesetzt, man bedenkt dann noch, dass hier für 80 Mio. nicht nur gesendet, sondern auch untertitelt, audiodeskribiert und teilweise technischer Fortschritt auch gegen Widerstände oder zumindest ohne Beteiligung der werbefinanzierten Sparhansel durchgesetzt wird. Wie das wiederum bei der BBC aussieht, kann ich leider nicht sagen.

    Und die angeblich so schlechte Vielfalt lässt sich auch nur beurteilen, wenn man das Gesamtangebot betrachtet: Wenn im “Ersten” z. B. Fußball und im ZDF irgendein Gottschalk-Lanz-Kerner-wasweißich-Käse läuft, gucke ich mir gerne die vierte Wiederholung irgendeiner Doku auf ZDFInfo an. Qualität kommt nicht von Quantität, aber Vielfalt kommt eben doch von VIEL.

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    1. bcrocker Artikelautor

      Das Erste ist EIN TV-Programm. Egal, welche Sendeanstalten oder sonstige Produktionsfirmen daran beteiligt sind, sollte man doch die Kosten für dieses Programm ermitteln können. Ich habe per E-Mail einen Hinweis bekommen, dass das Erste im Jahr 2010 rund 1,6 Milliarden Euro gekostet hat. Diese Quelle verifiziere ich momentan noch. Gerade dass es keine auffindbaren Zahlen gibt, weder auf der ARD-Homepage noch bei der KEF, spricht dafür, dass hier die realen Kosten verschleiert werden sollen. Das wäre so, als würde man behaupten, ein Auto würde aus vielen Zuliefererteilen erstellt und deshalb wäre der Endpreis nicht zu ermitteln. Das ist natürlich Unsinn und kein Kunde würde das akzeptieren. Deshalb finde ich es auch inakzeptabel, dass die ARD nicht deutlich macht, was Das Erste eigentlich kostet.

      Was die Vielfalt angeht, so muss ich sagen, dass zwar der Begriff “Viel” impliziert, dies aber nicht automatisch bedeutet, dass man mit vielen Programmen Vielfalt bekommt. Meine Kritik zielt darauf ab, dass zwar viel gesendet wird, es aber in den Hauptprogrammen Das Erste und ZDF immer die gleichen Dinge sind, in diesem Fall Sport und Serien/Fernsehfilme. Davon wird viel gesendet. Das ist aber keine Vielfalt. Denn Vielfalt entsteht durch UNTERSCHIEDLICHE Programme, die sich deutlich voneinander abheben.

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      1. daJoerch

        Die Tatsache, dass es keine auffindbaren Zahlen gibt, beweist lediglich, dass man es schlecht berechnen kann, geschweige denn vergleichen. Bzw. berechnen schon, aber man kann viele verschiedene Maßstäbe anlegen und wird zu genauso vielen Ergebnissen kommen. Um beim Auto-Beispiel zu bleiben (obwohl es mehr hinkt als fährt), wäre das ja ein Auto, das von 9 verschiedenen kleinen und großen regionalen und mehr oder weniger spezialisierten Auto-Firmen hergestellt wird, die aber eigentlich alle auch eigene, regionale Automodelle herstellen, und regionale Mopeds und Fahrräder. Teile dieser Produktion liefern sie an eine lose Dachorganisation, die daraus ein Programm schneidert, das bundesweit erhältlich ist, und zwar über die jeweiligen Landes-Vertriebsstrukturen (es gibt ja “den” Sender Das Erste nicht – deswegen gab es früher “Umschaltpausen”). Dabei profitiert unvermeidlicherweise der Fahrrad- vom Motorrad- und vom Autobau und vom gemeinsamen Auto und umgekehrt, zumal sich alle auch untereinander austauschen, und der Autokäufer sich ja neben der Möglichkeit, das Bundesmodell zu kaufen, dank Internet und Videorecorder usw. ja sogar den Fahrraddynamo aus der norddeutschen Fahrradproduktion in ein nordrhein-westfälisches Regionalauto einbauen, aber die hässliche Rückbank aus Bayern weglassen kann. Also, das Berechnungsmodell für die Kosten des Bundes-Einheitsmodells, mit dem alle einverstanden sind und das alles korrekt beinhaltet, muss wohl erst noch erfunden werden. Davon abgesehen bin ich, beim Auto wie beim Fernsehen / Radio, ganz froh, wenn der Hersteller nicht nur rumknausert. Das machen ja die Werbefunker schon. Die übrigens auch nicht kostenlos sind, sondern von uns allen über die Werbung finanziert werden.

        Zur Vielfalt nochmal kurz zurück zum Auto-Beispiel: Bei Ihrem Zwei-Programm-Modell gibt es eben genau zwei Automodelle, die dann halt erstmal verfügbar sind. Wer was anderes fahren will, hat halt Pech und muss warten, bis das Vorabendprogramm zu Ende ist und ein neues Modell auf den Markt kommt. Bei meiner Idee von Vielfalt gibt es eben zwanzig und mehr Modelle gleichzeitig, aus denen man wählen kann.

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        1. Patrick S.

          Unsere ÖR haben zwar mehr Sender aber trotzdem eine geringere Vielfalt. (außer im Regionalbereich) Man muss sich nur mal ansehen wieviele Wiederholungen bei unsren ÖR laufen und wie viele Wiederholungen bei der BBC läuft.
          Im Unterhaltungsbereich sieht es ganz katastrophal für unsere ÖR aus.
          Unsere ÖR produzieren größtenteils nur Krimis und Soaps. Das nennen sie dann Vielfalt und Grundversorgung für alle. Die BBC produziert ScyFy Sendungen wie DR Who, Sketch Shows wie Come Fly with me, moderne Krimi Sendungen wie “Sherlock”, Mystery Serie wie Life on Mars,etc…
          Wo produzieren unsere ÖR Sitcoms, Scyfy Serien, Mystery Serien, etc.

          Die Vielfalt unserer ÖR ist nur vorgegaukelt. Der Vergleich zum Auto…. bei unsern ÖR gibt es zwar 20 Autos auf dem Hof aber davon sind 18 das gleiche Modell nur in einer anderen Farbe. Bei der BBC stehen zwar “nur” 10 Autos auf dem Hof dafür sind das alles andere Modelle mit anderen Eigenschaften.

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  19. Foxtrott

    Es gibt hier schon einige Wahrheite in ihrem Text. Die diversität im “Hauptprogramm” könnte etwas höher sein. Persönlich finde ich “eine Talkshow jeden Abend” maßlos übertrieben ;)

    Was ich persönlich etwas ‘schwammig’ finde sind ihre Kategorien.
    Ich habe mich nur mal durch diese Woche bei BBC Two durch das Programm “geklickt” (www.bbc.co.uk/bbctwo/programmes/schedules/england) und bei weitem keine über 12 Stunden Programm gefunden, dem ich das Label “Doku” geben würde. Es kommte jeden Tag gegen 2300 Uhr ein Sendung, die dieses Label zu verdienen Scheint, der Rest ist nach meiner Definition fast ausschließlich “Reality Show”.
    Heute “Flog it!” und “Great British Menu” , sowie “The Railway” mit insgesamt über 3h dauer, morgen geht die “Railway” Wiederholung, über die 2400 grenze (denk ich), ansonsten sehe ich morgen 60 Minuten Doku mit “Genius of Invention”.
    Die Grenze ist natürlich schwer zu finden. Ist mein (geliebtes) “TopGear” nun eine Doku oder Comedy oder Sport oder Unterhaltung?

    Abgesehen davon: Wir haben (leider!?!) ein föderales Rundfunkwesen, wie es in dieser Form fast nur bei uns existert. Ohne Blick auf die Dritten Programme, die ganz sicher keine “Spartenprogramme” sind, ist ein ausführlicher Vergleich ohnehin unmöglich.

    Im Endeffekt aber ja: Der öffentlich Rechtliche Rundfunk könnte/sollte “mehr” aus unserem Geld machen. Auch/gerade in den Hauptprogrammen.
    Aber solange die Diskussion leider öfter nur aus Grabenkämpfen zwischen ÖR und Privat (oder “Sportfetischisten” und “Dokujunkies” ;)) wird sich daran nichts ändern (müssen, da die Programmdirektoren auf eben diese Kämpfe verweisen können die meist keine Argumentationssubstanz haben).

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    1. bcrocker Artikelautor

      Natürlich ist meine Auswertung keine, die eine große wissenschaftliche Qualität hat. Natürlich ist es schwer, alle Sendungen “richtig” zu kategorisieren. Es geht hier nur um eine Tendenz und die ist dann doch schon deutlich, was mich gerade im Hinblick auf die ganzen Serien und Fernsehfilmchen selbst überrascht hat.

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  20. goofy3

    ja, es gibt sie die guten sendungen im ÖR, jedoch auch häufig so spät, dass es für arbeitende schwer ist und sie auf aufzeichnungen angewiesen sind.
    auch einige “kabarett / satire / talk” sendungen neues aus der anstalt, waschsalon, pelzig hält sich, extra 3 usw.
    auch einige gute dokus, gerade auf arte, normal fällt auf häufig mit BBC.

    jedoch eine flut von “talkshows” wo dieselben Kandidaten rumgereicht werden, welche sich oft als fast reine werbesendungen für bücher, filme usw. entlarven, selbst beim teuer eingekauften jauch kein wirklich kritischer journalismus. dagegen war 3 nach neun z.B. mit menge oberklasse.

    eine art, welche im rundfunk noch deutlicher wird, kaum steht ein konzert an, oder eine neue scheibe aus dem portifolio des NDR (z.B. ina müller) wird dies mindestens eine woche rauf und runter gedudelt und x interviewwiederholungen abgespult. im letzten monat war es das unterirdische coveralbum eines alternden volkssängers.
    wo sind heute sendungen wie popkocher, dachkammermusik, musikklub und die abendsendungen wo newcomer vorgestellt wurden und auch scheiben über 6 minuten gespielt werden (meine nicht klassik, da gibt es das noch).

    mit welchem recht werden unsummen für sport und showelemente wie wetten das rausgeschmissen. glaube kaum das die qualität die früheren unterhaltungsendungen wie frankenfeld, kuhlenkampf schlechter war, eher im gegenteil,
    gleiches gilt für serie, wie einmal im leben, mumien monster mutationen..(mir fallen nicht die richtigen namen ein)
    insgesamt fällt auf, das die kostensteigerungen nicht mit der realen wirtschaftsentwicklung übereinstimmen.
    es wird viel wiederholt, jedoch kritisches kaum, so stand “8 stunden sind kein tag” häufig auf dem zweiten platz der wunschliste (gibt es die eigentlich noch?), kam jedoch nicht.

    crux ist durch der vielfalt der sender ist der wasserkopf unverhältnismäßig aufgebläht worden und jeder kocht sein eigenes süppchen, eine abstimmung findet nicht statt.
    schon die durch politik erzwungenen zwei ÖR schafft unnötige kosten.

    ließe sich ein roman von schreiben, oder doktorarbeit. ;-)

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  21. Mario

    Da hilft es aber auch nicht, einfach Gemeinschaftsprojekte wie 3Sat und ARTE “einzudeutschen” und so alleinig für den DE ÖR zu reklamieren, um so noch irgendeinen Ausgleich mit den Briten hinzubekommen. 3Sat und ARTE sind nun einmal KEINE Spartenkanäle von ZDF bzw ARD. Nach der Logik dürften die Briten sich dann auch die Staatssender aus den Commonwealth-Staaten “anrechnen” lassen – oder? Immerhin ist die Queen ja Staatsoberhaupt von Kanada, Australien und Co… Denke hier sind viele Leute schlicht patriotisch eingeschnappt. Sind ähnliche Diskussionen, wie wenn mal wieder irgendeine Statstistik zeigt, das japanische Autobauer in irgendeinem Bereich besser sind als die Deutschen… Dann geht das übliche Genörgel auch wieder los.

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  22. Pingback: TV Programmanteile im Vergleich: ARD & ZDF vs. BBC ONE & BBC TWO « Klassenkämpfer

  23. Christian Berger

    Man muss auch ganz deutlich sagen, dass sich die BBC auch einfach mehr traut. Da gibts dann Sendungen wie “Stargazing Live” bei denen ein Keyboarder und ein Komiker in einem Radioteleskop über Astronomie reden. Und das zur besten Sendezeit, 5 mal in der Woche, live. Und so was gibts auch mit anderen Themen. Ich selbst habe die liebevoll produzierte Sendung “Volcano Live” gesehen. Angeblich soll es auch so was wie “Lambing Live” gegeben haben, die sich mit der Aufzucht von Lämmern befasst hat.

    Und ja, die folgen auch mal blöden Ideen. Das konkrete Beispiel ist “Don’t scare the Hare”:
    www.youtube.com/watch?v=1GSM5pqAZlQ

    Aber egal was die machen, die geben sich immerhin Mühe die Präsentation richtig hin zu bekommen. Selbstverständlich gibt es zu Hauptsendezeit Ansager, und selbstverständlich spielt man die Abspänne!
    Senderlogos gibts da drüben auch nur selten, währen man bei uns “Nostalgierahmen” um Sendungen mit Moderatoren jüdischer Herkunft macht.

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  24. hiro

    Wenn man sich nicht auf 18-24 Uhr beschränkt hätte, dann wäre der (eigenproduzierte) Soap-Anteil bei den deutschen Sendern schon mal deutlich höher. Gleichzeitig laufen auf den dritten Programmen stundenlang Info-Sendungen für die Hausfrau von nebenan. Ohne nachgesehen zu haben: Auch die Klatsch- und Boulevard-Magazine, die man wohl unter “Nachrichten” verbuchen müßte, beginnen vor 18:00.

    Es ist sinnlos, “die Hauptprogramme” zur “Hauptsendezeit” zu vergleichen (und da auch noch ausgerechnet die “Todeszone” Vorabend reinzunehmen), denn weder wir noch die Briten zahlen nur für die Hauptprogramme in der Hauptsendezeit. Die willkürliche Festlegung hilft nicht gerade dabei, die Frage nach effizienter Gebührenverwendung zu beantworten, wobei ich die Frage offen lasse, ob man “Plüschbär, Ratte und Co.” zu Satire oder zu Dokus zählt und wo man Kochsendungen einordnen müßte.

    Wenn, dann muß man das gesamte Programmangebot vergleichen – und vielleicht nicht gerade den Sportanteil in einer Woche messen, in der das gesamte Programm für Wintersport-Weltmeisterschaften umgeworfen wird.

    Der vorliegende Vergleich ist nicht repräsentativ und bildet nicht ansatzweise das untersuchte Objekt “Rundfunkgebühr” ab, insofern ist er unbrauchbar. “Schlecht gemacht” ist oft schlechter als “sein gelassen”.

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  25. Pingback: Neues aus dem Abfall, 14. Februar 2013 | Hendryk Schäfer

  26. Philipp

    Ich verstehe die Grafik an einigen Stellen leider nicht. Da ist dann die Reihenfolge der Sender plötzlich vertauscht oder ARD/ZDF kommen gar nicht vor.
    Bin ich da zu doof, oder übersehe ich etwas?!

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    1. bcrocker Artikelautor

      Teilweise steht da ganz links eine 0 – dann wenn der Kanal nichts in der Sparte gesendet hat. Die Sender sind immer farbig gekennzeichnet.

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  27. lutz

    Mit dem hier durchgeführten Vergleich habe ich gleich mehrere Probleme.
    Zum einen die Beschränkung auf die Zeit zwischen 18 und 24 Uhr. Das mag die Sehgewohnheiten des Verfassers widerspiegeln ist aber für einen aussagekräftigen Vergleich nur eingeschränkt sinnvoll.
    Ein weiteres Problem ist die Beschränkung auf die jeweils zwei Hauptprogramme. Allein von der Struktur sind die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland und die BBC in Großbritannien nur schlecht vergleichbar. Verändert sich das Verhältnis der unterschiedlichen Sendungstypen, wenn man auch die anderen Programme der BBC und von ARD und ZDF einbezieht? Und wie steht es mit dem Vergleich der Kosten, wenn man sie allein bei der ARD auf die neun Landesrundfunkanstalten umlegt? Von Programmen wie ARTE, 3sat und Phoenix, die ja auch durch die Gebührengelder finanziert werden.

    Und noch ein Wort zu den “Spartenkanälen” von ARD und ZDF: nur weil manche Personen – wie zum Beispiel der Verfasser des Vergleichs – diese Kanäle nur am Rande wahrnehmen heißt das nicht, dass sie nicht ihr Publikum haben. Ich persönlich sehe inzwischen häufiger diese “Nischensender” als die Hauptprogramme.

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  28. Gerhard

    Da ARD und ZDF ebenfalls Werbung zeigen und Werbegelder einstreichen,ist es den privaten Sendern gegenüber ungerecht,weil sich diese selbst finanzieren,unabhängig von dem Programmmüll und den überbezahlten Intendanten.

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  29. Joro

    Nur mal als Vergleich, die ÖR erhalten in Deutschland ca. 70% mehr Geld als die BBC. Und wenn ich mir dann die mediale Leistung in Reports, Serien usw. anschaue, dann Leistet die ÖR in meinen Augen wesentlich weniger als die BBC. Vorallem wenn man bedenkt, dass die Nachrichten für 80 Millionen Bürger ja nicht das 4fache Kosten soll wie für 20 Millionen Bürger (außer man baut ein neues Superstudio ;) ).
    Es wird endlich Zeit den Sport den Privaten zu überlassen, den Verwaltungsapparat abzubauen und wieder Kreativität und Jugend zuzulassen, aber wer soll es denn machen, wenn viele Verantwortlichen jenseits der 60 sind?

    Selbst erfolgreiche Drehbuchautoren mokieren den Niedergang der ÖR. Wo sind die erfolgreichen Serien die der BBC oder US-Sender Parolie bieten.

    Und weil es so eine schöne Vorlage ist, wenn sie schon mehr Spartenkanäle als die Hauptprogramme schauen, dann können wir die getrost schließen und sparen schon mal über 6 Milliarden der Gebühren ein! und natürlich ist 18-24Uhr ein gutes Fenster, was kümmert es wenn die tollsten Sendungen noch eben um 3 Uhr Morgens abgespult werden?

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  30. Pingback: Jonet Das Journalistennetz. Seit 1994. » Zu teuer? Zu wenig überraschend? Oder doch überraschend vielfältig? ARD, ZDF und die BBC

  31. Thorsten

    Grundsätzlich stimme ich zu, dass die BBC mehr Qualität für weniger Geld liefert. Aber bei Sportübertragungen bevorzuge ich das deutsche System: garantierte kostenfreie Übertragungen von Großereignissen anstelle des vollständigen Abschiebens ins Pay TV.

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  32. Ashley Johnson

    Sie haben ARD/Das Erste, BR, HR, MDR, NDR, RadioBremen, RBB, SR, SWR, WDR, ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KiKa so eine sagt aber in gesamt haben wir BBC1, BBC2, BBC3, BBC4, CBBC, CBEEBIES, BBC News, BBC Alba, BBC Parliment, BBC World Service, BBC Radio 1, BBC Radio 2, BBC Radio 3, BBC Radio 4, BBC Radio 1x, BBC Radio 4 Extra, BBC world service radio, BBC Radio 5 Live, BBC Radio 5 Extra… so 16 gegen 19… okay so ein große anteil Radio sender sind und nicht im Fernsehen aber BBC hat versprochen “inform, educate and entertain”. Die haben ihrem versprochen behalten obwohl die deutlisch weniger kriegen als Privat sender. Auch vor dem “Political Correctness” welt die hatten viel mhr Qualität als heute. -> My 2 shillings

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  33. Pingback: Die Meilensammler der ARD - Seite 6

  34. Pingback: Warum es niemals ein deutsches HBO geben wird | Opinion Club

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