Schlagwort-Archiv: volumen

Telekom, Netzneutralität und als Flatrate getarnte Volumentarife

Die Deutsche Telekom hat verkündet, dass sie zukünftig bei DSL und VDSL-Neuverträgen eine Beschränkung des Datenvolumens einführen möchte. Danach wird die Leitung automatisch gedrosselt. Teilweise hat man dann nur noch 75 Gigabyte an Datenvolumen im Monat zur Verfügung, danach wird auf 384 Kbit/s gedrosselt – langsamer als Internet auf dem Handy. Das alles soll ab dem 02. Mail gelten, umgesetzt werden soll die Drosselung technisch dann erst ab 2016.

Der Aufschrei ist natürlich groß. So wird in vielen Blogs und Medien über das Thema diskutiert. Dabei ist das Konzept einer gedrosselten Flatrate ja nichts neues. Im Gegenteil: In der Mobilfunkwelt gibt es eigentlich keine richtige Flatrate. Es gibt immer nur Volumenpakete, die nach einem bestimmten Volumen wie 200, 300, 500 oder 1000 MB auf eine elendig langsame Geschwindigkeit gedrosselt werden, die das Internet zwar noch verfügbar aber quasi unbenutzbar macht. Die Telekom arbeitet schon länger mit Tarifen, die im Festnetz eine Drosselung vorsehen. Geschäftskunden, denen gerade massiv via Callcenter neue VDSL-Tarife angedreht werden sollen, müssen mit einer Drosselung ab teilweise ab 200 Gigabyte rechnen. Wer das nicht glaubt, einfach hier im Kleindedruckten nachlesen.

Ist das Ganze nun ein Skandal oder einfach nur unglaublich blöd? Beides vielleicht. Es ist ein Skandal, weil die Telekom eigene Dienste wie Entertain aus der Drosselung ausnehmen möchte und dabe die Netzneutralität verletzt. Das ist wieder ein Punkt, der in den Handynetzen schon länger praktiziert wird, etwa mit dem Spotify-Angebot der Telekom oder aber dem neuen Joyn-Angebot. Der Telekom ist die Netzneutralität nicht wichtig, viel wichtiger ist es, eigene Angebote zu attraktiven Konditionen auf den Markt zu bringen. Der Kunde freut sich, weil er oftmals nicht begreift, wie wichtig die Netzneutralität für das Internet ist. Das Internet ist ein globales Netzwerk, die Bevorzugung einzelner Dienste oder Angebote führt dazu, dass das Internet nur aus einzelnen Inseln besteht.

Die Ankündigung der Telekom ist auch einfach nur unglaublich blöd. Der DSL-Markt ist hart umkämpft, die Kabelanbieter trumpfen sogar mit eigenen Leitungen zum Endverbraucher auf. Das Angebot der Telekom war bisher preislich nie besonders attraktiv, bei der Konkurrenz konnte man immer ordentlich Geld sparen. Das wird jetzt noch extremer werden, wenn die Konkurrenz ihre Flatrates beibehält, wie es Vodafone schon angekündigt hat. Warum sollte jemand zur Telekom wechseln, wenn die Konkurrenz deutlich mehr Internet für deutlich weniger Geld anbietet? Ehrlich gesagt: Keine Ahnung.

Dennoch sollte die Politik eingreifen. Von mir aus kann jeder Anbieter sein Internetangebot drosseln, wenn er möchte. Er sollte es dann aber nicht Flatrate nennen dürfen, sondern Volumenpaket. Er sollte auch keine eigenen Dienste bevorzugen dürfen, da dies die Konkurrenz im Internet schädigt. Wer Entertain bevorzugt, benachteiligt Drittanbieter mit einem ähnlichen angebot. Das wäre so, als ob man im Monat im Auto 50 Kilometer mit beliebiger Geschwindigkeit fahren dürfte und dann auf 30 km/h gebremst werden würde – es sei denn, man befände sich auf einer Telekom-Mautstrecke. Das geht natürlich nicht.

Die besten Smartphone-Tarife für März 2013

Heute möchte ich schauen, was der März an Smartphonetarifen bringt, Kauftipps für Smartphones hatte ich bereits gestern gepostet. O2 hat beispielsweise sein Tarifangebot umgekrempelt, aber auch die anderen Anbieter haben einige Änderungen an ihren Tarifen vorgenommen. Wer wenig bis mittel viel telefoniert und im Internet surft, ist auch im März mit den Tarifen von Aldi und Lidl bestens bedient. Es gibt auf dem Markt einige Tarife, die ein klein wenig günstiger sind, dafür aber deutlich weniger Leistung bieten und vor allem eine zweijährige Vertragslaufzeit.

Für alle, die eine Allnet-Flat haben möchten, hier die besten günstigsten Tarife. Sie sollten, um für Smartphones geeignet zu sein, mindestens 500 MB an schnellem Datenvolumen aufweisen. Ich habe die Tabelle von günstig nach teuer sortiert. Unten gebe ich noch Empfehlungen. Wem die Mobilfunknetze nichts sagen, der sollte sich den Netztest der Computerbild oder von Connect aus dem November 2012 einmal näher anschauen.

Tarife bis 500 MB Internet-Volumen

Simyo
Computerbild
BASE
Allnet Flat
O2 Blue
All-in M
Congstar
Allnet Flat M
Monatspreis 19,90 30,00 28,49 29,99
Gesamtpreis 24 Monate 477,60 630 683,76 719,67
Netz E-Plus E-Plus O2 T-Mobile
Freiminuten unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt
SMS unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt
MB Internet 500 500 500 500
Drosselung auf 56 kbit/s 56 kbit/s 32 kbit/s 64 kbit/s
Festnetznummer nicht möglich inklusive inklusive nicht möglich
Rufumleitung nicht möglich wohl kostenlos 0,29€/Min,
O2 kostenlos
kostenlos
Extras Nur 3,6 Mbit
Surfgeschwindigkeit

Tarife mit 1 GB Internet-Volumen

Simyo 1GB
Computerbild
1&1
All-Net-Flat Plus
Congstar
Allnet Flat L
  BASE
Allnet Flat
Monatspreis 24,90 29,99 34,99  35
Gesamtpreis 24 Monate 597,60 719,76 839,76  840
Netz E-Plus Vodafone T-Mobile  E-Plus
Freiminuten unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt  unbegrenzt
SMS unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt  unbegrenzt
MB Internet 1000 1000 1000  1000
Drosselung auf 56 kbit/s 64 kbit/s 64 kbit/s  64 kbit/s
Festnetznummer nicht möglich nicht möglich nicht möglich  inklusive
Rufumleitung nicht möglich kostenlos kostenlos  wohl kostenlos
Extras Internet mit 14,4 Mbit,
500 MB Extra für 2,99,
25 GB Online-Speicher
Internet nur
mit 3,6 MBit

Tarife mit 2 GB oder mehr Datenvolumen

O2 Blue
All-in L
1&1
All-Net-Flat Pro
O2 Blue
All-in XL
Monatspreis 37,99 39,99 47,49
Gesamtpreis 24 Monate 911,76 959,76 1139,76
Netz O2 Vodafone O2
Freiminuten unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt
SMS unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt
MB Internet 2000 2000 5000
Drosselung auf 32 KBit/s 64 KBit/s 32 KBit/s
Festnetznummer inklusive nicht möglich inklusive
Rufumleitung 0,29€
O2 kostenlos
kostenlos 0,29€
O2 kostenlos
Extras LTE Internet mit 14,4 MBit,
100 MB im Ausland inkl.
LTE, 14 Tage
Daten-Roaming

Die Tarife von der Telekom und Vodafone fehlen komplett, da sie einfach ungefähr doppelt so teuer sind wie die restlichen Tarife. Es fehlen auch die O2-Reseller, da die neuen O2 Blue Tarife einfach günstiger als die Reseller-Tarife sind. Da wird sich sicher bald etwas tun.

Was ist also der beste Tarif? Es kommt darauf an, was man möchte. Wer ein straffes Budget hat, sollte den Simyo-Tarif mit 500 MB Datenvolumen nehmen. Für 20 Euro gibt es keinen besseren Tarif. Ansonsten ist generell der 1&1 All-Net-Flat Plus Tarif sehr attraktiv – schnelles Internet, das man auch noch nachbuchen kann für nur 30 Euro. Zwei Tipps zu diesem Tarif: Unbedingt nur 24 Monate laufen lassen, danach wird es teurer und eventuell für den Aufpreis von 10 Euro im Monat ein Smartphone mitbestellen – für insgesamt 240 Euro erhält man Geräte, die bis zu 320 Euro auf dem normalen Markt kosten. Wer eine Festnetznummer und eine kostenlose Anrufweiterleitung braucht, sollte zu BASE gehen. Nur dort gibt es diese Features zu akzeptablen Preisen.

Fazit: Wer heute über 35 Euro für seinen Mobilfunk-Tarif bezahlt, sollte schnellstens den Tarif wechseln. Es ist möglich, die Hälfte oder mehr zu sparen, ohne wirklich Qualitätseinbußen zu haben.

Günstig ins mobile Internet

Wieder eine Frage, die mir Kunden stellen: Was ist der beste Tarif um mit meinem Laptop, iPad, Tablet oder Netbook ins Internet zu kommen? Die Antwort lautet: das kommt drauf an, wie oft man im mobilen Internet ist.

Datentarife gibt es in allen Mobilfunknetzen. Allerdings sind die Netze von O2 und E-Plus deutlich schlechter ausgebaut als die von der Telekom und Vodafone. Dies gilt auch für Ballungsräume, wo es bei O2 und E-Plus teilweise zu Problemen wegen einer Netzüberlastung kommen soll. Wer mobil surfen möchte, sollte also lieber einen Tarif im Vodafone oder Telekom-Netz wählen.

Leider beinhalten viele Tarife trotz der Bezeichnung „Flatrate“ nur ein begrenztes Datenvolumen. Überschreitet man dies, kann man zwar weiter ins Internet, aber extrem langsam. Deshalb sollte man sich ein ausreichendes Datenvolumen buchen. 1 GB reicht für Gelegenheitsnutzer, für alle anderen sollten es 3, 5 oder mehr Gigabyte sein. Downloads oder Streamingdienste sollte man aber nur im Notfall aufrufen, um Volumen zu sparen.

Tariftipp 1 GB

Hier gibt es zwei gute Möglichkeiten im Vodafone-Netz die jeweils 1 GB Datenvolumen enthalten und nur etwa 10 Euro im Monat kosten. Am günstigsten ist der Vertragstarif „Notebook-Flat“ ohne Mindestlaufzeit von 1&1, der keine Einrichtungsgebühr kostet und für 9,99 Euro im Monat buchbar ist. Als Prepaid-Alternative bietet sich otelo an, hier kann man den Tarif flexibel hinzu- oder abbestellen. Allerdings kostet der Surfstick, den man kaufen muss, 30 Euro.

Tariftipp 3 GB

Der REWE-Konzern hat offensichtlich gut mit der Telekom verhandelt und bietet mit seinen Marken Penny Mobil und ja! mobil das 3GB Surfpaket im Monat für nur 14,99 Euro an. Wer dieses nutzen möchte, kann sich im nächsten Penny oder Rewe das jeweilige Starterpaket für 10 Euro kaufen, aufladen und dann nach Bedarf die Monatsflatrate draufbuchen.

Tariftipp 5 GB

Preislich sind hier Aldi und Lidl ganz vorne mit dabei, leider im E-Plus (Aldi) und O2-Netz (Lidl). Für jeweils 14,99 Euro gibt es 5 GB Surfvolumen in langsamen Netzen. Als Alternative gibt es für 5 Euro mehr den „Notebook-Flat XL“ Tarif von 1&1 als Vertragstarif ohne Mindestvertragslaufzeit. Als Bonus kann man schneller surfen als bei der Konkurrenz – bis zu 14.400 kBit/s sollen im Vodafone-Netz möglich sein.

Die besten Allnet-Flatrates für Smartphones

Kunden fragen mich öfter, was für sie der günstigste Handytarif ist. In der Regel ist es nicht der Tarif des Netzbetreibers, sonder der eines Billig-Ablegers oder Resellers. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe an Tarifen, die sehr attraktiv sind. Ich werde hier nur die regulären Angebote auflisten, teilweise gibt es noch Vorteile für Selbständige oder Studenten. Wer sich bei den Netzen nicht sicher ist, kann hier den letzten Netztest der Computerbild anschauen. In Deutschland gibt es insgesamt vier Handynetze, die beiden D-Netze von der Telekom und Vodafone und die beiden E-Netze von O2 und E-Plus. Alle anderen Marken und Anbieter sind entweder Marken der Netzbetreiber selber oder Reseller, die sich Netzkapazitäten einkaufen.

D1-Netz bzw. Telekom

Die Telekom verfügt über das wohl am besten ausgebaute Mobilfunknetz in Deutschland. Und das lässt sie sich auch fürstlich bezahlen: Die günstigste Allnet-Flatrate mit SMS-Flatrate und 500 MB Datenvolumen kostet monatlich satte 70 Euro (Special Complete Mobil XL). Dazu kommt noch der Bereitstellungspreis von 29,95 Euro. Mit Online-Rabatt kommt man so in 24 Monaten auf 1624,75 Euro oder 67,70 Euro im Monat. Teuer.

Alternative: Congstar
Congstar ist der Billig-Ableger der Telekom. Hier kostet der Tarif Allnet Flat M mit den gleichen Features wie der Special Complete Mobil XL nur 29,99 Euro im Monat. Es gibt auch keine Einrichtungsgebühr. Damit kostet der Tarif in zwei Jahren nur 719,76 Euro – das sind über 900 Euro weniger als der vergleichbare Tarif der Telekom. Für 5 Euro im Monat kann man sich diesen Tarif im Übrigen auch ohne Mindestvertragslaufzeit buchen.

D2/Vodafone

Vodafone verfügt über das zweitbeste Mobilfunknetz in Deutschland, ist aber deutlich günstiger als die Telekom. Für den Tarif Red M mit einer Allnet-Flatrate, 3000 SMS und 500 MB Internetvolumen verlangt Vodafone nur knapp 50 Euro. Mit Einrichtungsgebühr zahlt man in zwei Jahren 1229,75 Euro oder 51,24 Euro im Monat.

Alternative: 1&1
Deutlich günstiger wird es bei 1&1, wo es einen deutlich besseren Tarif für weniger Geld gibt. Neben der Allnet-Flatrate gibt es im Tarif Allnet-Flat Plus eine SMS-Flatrate und 1000 MB Internetvolumen für nur 29,99 Euro im Monat. 1&1 nimmt aktuell auch keine Einrichtungsgebühr, sondern legt 50 Euro als Bonus oben drauf. In 24 Monaten zahlt man hier also nur 669,76 Euro oder 27,91 im Monat. Einen Haken hat das Angebot: Nach Ablauf der 24 Monate sollte man den Vertrag wechseln, denn danach kostet er 10 Euro im Monat mehr.

O2

Bei O2 nennt sich der günstigste Tarif mit einer Allnet-Flatrate Blue M. Er kostet 39,99 Euro im Monat und beinhaltet neben der SMS-Flatrate auch 500 MB Internetvolumen. Allerdings ist das Netz von O2 an einigen Orten nicht gut ausgebaut, also qualitativ schlechter als das von der Telekom oder Vodafone. In 24 Monaten zahlt man hier 911,76 Euro oder umgerechnet 37,99 Euro im Monat, da es momentan im ersten Jahr 10% Rabatt gibt.

Alternative: Maxxim und andere
Leider sind die Allnet-Flatrates bei den Resellern nur bedingt attraktiv. Zwar gibt es für knapp 30 Euro Allnet-Flatrates mit Datenpaket und SMS-Flat, aber warum sollte man das O2-Netz wählen, wenn man für den gleichen Preis auch eins der D-Netze von Vodafone und der Telekom haben kann? Wer keine SMS schreibt und eine günstige Allnet-Flat braucht, wird aktuell vielleicht bei Maxxim glücklich. Der Tarif Yourflat der mit gleichem Namen auch von anderen Resellern vermarket wird, kostet dort nur 17,75 Euro im Monat, was 426 Euro in zwei Jahren macht. Die SMS-Flatrate kostet aber satte 12,95 Euro oben drauf.

E-Plus

E-Plus hat den Ruf, das schlechteste Mobilfunk-Netz zu haben. Allerdings soll die Telefonie inzwischen ganz gut funktionieren, bei Datenverbindungen sind aber viele Teile Deutschlands nur ungenügend ausgebaut. Dennoch bemüht man sich, das Netz zu verbessern und hat O2 wohl inzwischen qualitativ überholt. Dafür bietet E-Plus mit seiner Hauptmarke Base den all-in Tarif für nur 30 Euro im Monat an. Dabei sind eine Flat in alle Netze, SMS-Flat und 500 MB Daten. Mit Rabatten kostet dieser Tarif in 24 Monaten nur 630 Euro oder durchschnittlich 26,25 Euro im Monat.

Alternative: Yourfone oder Simyo Specials
Es geht nochmal 10 Euro günstiger als bei Base: Mit den aktuellen Specials von Simyo und Yourfone (über Facebook) gibt es die Allnet-Flat mit SMS-Flat und 500 MB Internetvolumen für nur 19,90 Euro im Monat oder 477,60 Euro in zwei Jahren.

Fazit
Bei den E-Plus-Marken Yourfone und Simyo gibt es aktuell die mit Abstand günstigsten Allnet-Flats. Wer eine bessere Netzqualität haben möchte, muss mit den 1&1 und Congstar-Angeboten fast 50% mehr zahlen. Wer ein gutes Angebot sucht, kann auch einmal die Angebote bei Telefon-Treff durchsehen. Dort bieten Händler oft die regluären Tarife der Netzbetreiber mit Zugaben oder Auszahlungen an. Und wer ein Handy sucht – es lohnt sich meistens, sich das Gerät selber zu kaufen, auch wenn viele Anbieter eine Finanzierung durch eine erhöhte Grundgebühr ermöglichen.