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Wasser: Anreize zum Mehrverbrauch

Wasser ist kostbar, muss gespart werden und darf nicht so viel verbraucht werden. Das stimmt in vielen Teilen der Welt und sogar in einigen Teilen Deutschlands. Allerdings gilt das nicht überall. In vielen Teilen Norddeutschlands gibt es zu viel Wasser, so auch in Hamburg. Hier hat der städtische Versorger das Problem, dass zu wenig Wasser verbraucht wird. Aus dem Unternehmen war zu hören, dass es „Schwachsinn“ sei, in Hamburg Wasser zu sparen.

Grundwasser steigt hoch

Der Wasserverbrauch ist in Hamburg in den letzten 40 Jahren um mehr als die Hälfte gesunken. Verantwortlich dafür sind neue Spartechnologien in Haushaltsgeräten, Wasserhähnen, Duschköpfen und anderen Verbrauchsstellen. Dies führt zu einigen Problemen: Das Kanalnetz muss immer wieder mit frischem Wasser durchgespült werden, um Rückstände zu beseitigen. Außerdem steigt der Grundwasserspiegel. Er soll in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts so beispielsweise in Eidelstedt in etwa fünf Meter tiefe gelegen haben, heute drückt das Grundwasser schon teilweise von unten gegen die Keller. Es sind also noch knapp zwei Meter. Dies gefährdet viele Gebäude in Hamburg.

Anreize zum Mehrverbrauch

Kaum ein Hersteller von Haushaltsgeräten wird freiwillig den Verbrauch steigern, damit lässt sich schlecht werben. Viele Menschen werden weiterhin versuchen, zu sparen. Dies ist durchaus rational, da dadurch auch Geld gespart werden kann. Bislang kostet ein Kubikmeter (=1000l) Wasser in Hamburg 1,72€, hinzu kommen noch 2,09€ für das Abwasser. Das macht einen Preis von 3,81 Euro pro Kubikmeter. Wer hier also spart, spart bares Geld. Das ist kein Anreiz zum Mehrverbrauch. Deshalb fordert die FDP-Fraktion in Hamburg eine Senkung der Gebühren. Dies greift aber deutlich zu kurz, denn das Problem, wird durch niedrigere Gebühren kaum gelöst werden können. Wer spart, profitiert dann trotzdem.

Als Anbieter könnte Hamburg Wasser sehr wohl über den Preis Anreize schaffen. Würde man den Preis nicht nach dem Verbrauch richten, sondern über eine Pauschale realisieren, müsste niemand mehr Wasser sparen. Eine solche Pauschale könnte sich etwa an der Wohnfläche, Personenzahl, Zimmeranzahl oder anderen Maßstäben orientieren – oder für alle Haushalte gleich sein. Es gäbe hier viele Möglichkeiten.

Gleichzeitig würde eine Pauschale Gebühr Kosten sparen. Niemand bräuchte mehr Wasserzähler abzulesen und zu erfassen, denn niemand bräuchte mehr solche Zähler. Das wäre eine Entlastung für Mieter, Vermieter und Eigentümer. Hamburg Wasser könnte zudem durch die Pauschale verlässliche Einnahmen generieren, denn auf Gewinn ist das Städtische Unternehmen ja nicht primär aus.

Fazit

Würde man in Hamburg das Tarifsystem überdenken und eine Pauschale Gebühr einführen, könnte dies den Wasserverbrauch steigern. In den 70er und 80er Jahren gab es in vielen Wohnungen keine Wasserzähler – der Hausverbrauch wurde anteilig auf die Bewohner umgelegt. Man könnte heute gut ohne Wasseruhren und Wasserzähler leben – wenn es denn zulassen wäre. Durch das aktuelle Tarifmodell wird aber niemand in Hamburg Wasser sparen. Vielleicht fordert ja eine Partei in Hamburg ein solches pauschales Tarifmodell. In der FDP werde ich mich dafür einsetzen.

Jeans: Fair oder nicht fair?

Fabrikeinsturz in Bangladesch: Unnötige moderne Sklaverei

Er ging in den letzten Tagen durch die Medien: Der Fabrikeinsturz einer Bekleidungsfabrik in Bangladesch, der 400 Menschen das Leben kostete und 2000 verletzte. Das ist schlimm und richtet den Blick aus dem Westen auf die Situation der Arbeiterinnen (und Arbeiter) in Bangladesch und anderen Entwicklungsländern.

Die Textilwirtschaft ist ein Wachstumsmotor für so ziemlich alle entwickelten Länder gewesen. Im Westen in 18. und 19. Jahrhundert, in anderen Ländern später. Sie beruht auf Arbeit, die nicht viel Ausbildung benötigt und vielen manuellen Tätigkeiten. Um den Preis zu drücken, wandert die Textilproduktion in die Länder mit den niedrigsten Lohnkosten. Steigen diese, wandert sie weiter. Das diktiert ihr der Markt. Momentan ist Bangladesch der Hauptort, neben anderen Entwicklungs- und Schwellenländern.

Was außen vor bleibt, ist die Moral und Fairness gegenüber den in dieser Branche tätigen Menschen. Die Arbeitszeiten sind viel zu lang, der Lohn zu niedrig und die Arbeitsbedingungen eine Zumutung. Selbst mit dem Mindestlohn können die Menschen in Bangladesch kaum überleben, in anderen Entwicklungsländern ist das ähnlich. Das alles sieht man aber nicht, wenn man die Kleidung im Westen kauft. Man sieht nur eine Marke und die Ware selbst.

Geiz tötet“ – so betitelt Gisela Burckhardt vom Verein Femnet ihren Artikel in der Zeit. Sie gibt den Verbrauchern eine Mitschuld an den Zuständen in den Fabriken, „denn sie wollen es billig“. Gleichzeitig hebt sie dieses Argument mit der Feststellung auf, der Lohnanteil betrage gerade einmal ein bis drei Prozent des Endpreises der Ware. Sicher sorgen Firmen wie KiK, Lidl, Aldi, NKD und viele mehr für Discountpreise. Aber was soll man von Marken wie Benetton halten, die ebenfalls in diesen Fabriken produzieren lassen, aber nicht zu den Billigheimern gehören?

Fakt ist doch, dass man als Verbraucher am Preis nicht erkennen kann, unter welchen Bedingungen die Ware wo produziert wurde. Der Modediscounter takko etwa beteiligt sich mit vielen anderen Unternehmen an der Fair Wear Foundation. Ob die Jeans also 9,99 Euro oder 99,99 Euro kostet, macht für die Fairness des Produkts oft keinen Unterschied. Die billige Jens kann sogar fair sein, während die teure es nicht ist.

Das Problem ist nicht der Geiz des Verbrauchers, sondern vielmehr die Gier der Auftraggeber. Die feilschen um jeden Cent und verkaufen ihre Ware am Ende meistens trotzdem teuer. Den meisten Verbrauchern dürfte es herzlich egal sein, ob ihr Kleidungsstück einige Cent bis einen Euro mehr kostet. Den Näherinnen und Nähern ist es nicht egal.

Es ist allerdings schwierig, komplett auf faire Produkte zu setzen. Teilweise kann man sie kaum erkennen, teilweise ist die Bedeutung der Siegel und die Kontrolle der Arbeitsbedingungen unklar. Ein Siegel sollte einen gewissen Qualitätsstandard sichern, tut dies aber auch nicht immer, insbesondere dann nicht, wenn der Auftragnehmer weit weg sitzt und vielleicht noch Subauftragnehmer hat. Zudem ist faire Kleidung durchaus zu einem Geschäftsmodell geworden, ähnlich wie Bio-Kleidung. Trotz der dann noch immer niedrigen Lohnkosten sind diese Kleidungsstücke in vielen Fällen erheblich teurer als herkömmliche Kleidung. Es scheint, als würde der Fairness-Aufschlag vervielfacht an den Verbraucher weiter gegeben. Das ist gegenüber dem Verbraucher unfair. Es sollte doch möglich sein, faire Kleidung zu fairen Preisen anzubieten. Ob die Textilbranche das begreift?

Es bleibt also zu hoffen, dass die Textilbranche umdenkt. Denn generell ist es nicht schlecht, Textilien in der dritten Welt zu produzieren, da dies dort die wirtschaftliche Entwicklung fördert. Es ist schlecht, dort Menschen massiv auszubeuten. Das muss nicht sein. Als Liberaler kann ich nur hoffen, dass die Textilwirtschaft das erkennt, sonst muss im Notfall eine staatliche Regulierung her. Das hilft den Toten und Verletzten nach dem Unglück in Bangladesch auch nicht. Aber ihren Kolleginnen und Kollegen in anderen Fabriken schon.

Alternativen zu Telekom-Drosselung: DSL und VDSL im Vergleich

Die Deutsche Telekom hat vor einiger Zeit angekündigt, dass sie zum 02. Mai eine Drosselung für alle Internet-Anschlüsse einführen möchte. Zwar behauptet sie, dass die Drosselung erst 2016 aktiv wird, im Vertrag steht sie allerdings schon heute. Bei einem DSL-Anschluss wird bereits ab 75 Gigabyte gedrosselt – ein sehr niedriger Wert, den man heute schnell erreichen kann. Danach gibt es zwar Internet, aber nur noch sehr langsam. Aus den Telekom-Flatrates ist quasi ein Volumentarif geworden.

Für Bestandskunden der Telekom ändert sich nichts, es sei denn, sie ändern ihren Vertrag. Dies kann schnell passieren, wenn man einzelne Angebote hinzubucht oder den Vertrag abändert. Schon hat man eine Drosselung im Vertrag stehen. Für viele Telekom-Kunden düfte es also an der Zeit sein, sich nach Alternativen umzusehen. Die meisten anderen Anbieter, selbst die Telekom-Tochter Congstar, haben bislang keine Drosselung der Internet-Leitung geplant. Mit diesem „Angebot“ ist die Telekom also relativ alleine auf weiter Flur.

Wer einen DSL oder VDSL-Vertrag benötigt, sollte sich fragen, was er noch an Zusatzangeboten benötigt. Eine Festnetzflatrate ist meistens in den Verträgen erhalten, oft gibt es zusätzliche Pakete für das Ausland und teilweise für Handynetze. Es kann sich lohnen, auf die Details zu achten. Abraten kann ich generell von LTE-Verträgen, die oft sehr günstig angeboten werden. Diese werden aber von allen Anbietern nach teilweise schon einigen Gigabyte massiv gedrosselt.

Günstige Einstiegstarife mit Festnetzflatrate

Im Prinzip alle Anbieter bieten hier Tarife um die 30 Euro an. Es kommt also mehr auf Verfügbarkeit und Geschwindigkeit im jeweiligen Nutzungsgebiet an. Mit dabei sein sollten eine Festnetzflatrate und mindestens eine DSL-16.000-Leitung:

Telekom
Call & Surf Comfort
Congstar
Komplett 2
O2
DSL M
Vodafone DSL + Mobile Flat
DSL-Geschwindigkeit (Down/Up) 16.000 / 1000 16.000 / 1024 16.000 / 1000 16.000 / 1000
Inklusivvolumen 75 GB unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt
Festnetz-Flatrate ja ja ja ja
Aufpreis ISDN 4€ kein, Voip kein, Voip 4€
Europa-Flatrate 3,95€ 3,99€ 4,99€ 3,95€
Weitere Länder Flat 14,95€ 14,99€ 14,99€ 14,95€
Mobilfunk-Flatrate 14,95€ (nur T-Mobile) 0€ zu O2 (wenn O2-Mobilfunk-Vertrag existiert) 0€ zu Vodafone, pro anderes Netz 14,95€
Router inklusive Nein Ja nein 39,99€
Mindestvertragslaufzeit 24 Monate 24 Monate,
ohne gegen Aufpreis
1 Monat 24 Monate
Kosten pro Monat 34,95€ 29,99€ 29,99€ 29,99€
Kosten 24 Monate
(inkl. Gebühren
& Rabatte, ohne Extras)
866,81€
(36,12€/Monat)
729,75€
(30,41€/Monat)
720€
(30€/Monat)
598,90€
(24,95€/Monat)
1&1
Doppel-Flat
50.000
Tele2
Komplett
Easybell
Komplett Easy
Kabel Deutschland
Internet & Telefon 16
DSL-Geschwindigkeit (Down/Up) 50.000 / 10.000 16.000 / 1000 16.000 / 1024 16.000 / 1000
Inklusivvolumen unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt, Filesharing 10 GB/Tag
Festnetz-Flatrate ja ja ja ja
Aufpreis ISDN 2,99€ kein, Voip kein, Voip nicht verfügbar
Europa-Flatrate 9,99 – 1000 Minuten in 50 Länder 4,95€ 3,99€
Weitere Länder Flat
Mobilfunk-Flatrate 10€ (Kompelett Allnet) 9,99€ für 200 Minuten
Router inklusive 49,99 . ja
Mindestvertragslaufzeit 1 Monat 24 Monate 1 Monat 24 Monate
Kosten pro Monat 29,99€ 29,95€ 24,95€ 24,95€
Kosten 24 Monate
(inkl. Gebühren
& Rabatte, ohne Extras)
779,35€
(32,47€/Monat)
718,17
(29,95€/Monat)
648,75€
(27,03€/Monat)
575,50€
(23,98€/Monat)

Die Tarife von Vodafone und Kabel Deutschland sind am günstigsten, die Telekom ist trotz Drosselung mit deutlichem Abstand am teuersten. Easybell bietet als einziger Anbieter eine Flatrate in alle Handynetze, dafür aber keine Auslands-Flatrate. Die Tarife von Easybell, 1&1 und O2 punkten zudem mit der kurzen Vertragslaufzeit, bei O2 und 1&1 kann man zwar auch Verträge über 24 Monate abschließen, die sind aber kaum günstiger (etwa 2 bis 3 Euro/Monat).

Profi-Tarife mit VDSL

Mindestens 50 Megabit sollten es schon sein. Meistens kostet das nur etwa 5 Euro im Monat aufpreis. Hier die Tabelle:

Telekom
Call & Surf Comfort VDSL
Congstar
Komplett 2
O2
DSL M mit Speed-Option
Vodafone DSL Classic VDSL
DSL-Geschwindigkeit (Down/Up) 50.000 / 10.000 50.000 / 10.000 50.000 / 10.000 50.000 / 10.000
Inklusivvolumen 200 GB unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt
Festnetz-Flatrate ja ja ja ja
Aufpreis ISDN 4€ kein, Voip kein, Voip 4€
Europa-Flatrate 3,95€ 3,99€ 4,99€ 3,95€
Weitere Länder Flat 14,95€ 14,99€ 14,99€ 14,95€
Mobilfunk-Flatrate 14,95€ (nur T-Mobile) 0€ zu O2 (wenn O2-Mobilfunk-Vertrag existiert) Vodafone 10€, je anderes Netz 14,95€
Router inklusive Nein 59,99€ 19,99€ 39,90€
Mindestvertragslaufzeit 24 Monate 1 Monat 1 Monat 24 Monate
Kosten pro Monat 34,95€ 55,99€ 34,98€ 34,99€
Kosten 24 Monate
(inkl. Gebühren
& Rabatte, ohne Extras)
980,81€
(40,87€/Monat)
899,75€
(37,49€/Monat)
854,41€
(35,60€/Monat)
718,19€
(29,95€/Monat)
1&1
Doppel-Flat
50.000
Easybell
Komplett Easy VDSL
Kabel Deutschland
Internet & Telefon 100
DSL-Geschwindigkeit (Down/Up) 50.000 / 10.000 50.000 / 10.000 100.000 / 8000
Inklusivvolumen unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt, Filesharing 10 GB/Tag
Festnetz-Flatrate ja ja ja
Aufpreis ISDN 2,99€ kein, Voip nicht verfügbar
Europa-Flatrate 9,99 – 1000 Minuten in 50 Länder 3,99€
Weitere Länder Flat
Mobilfunk-Flatrate 10€ (Kompelett Allnet) 9,99€ für 200 Minuten
Router inklusive 49,99 ja
Mindestvertragslaufzeit 1 Monat 1 Monat 24 Monate
Kosten pro Monat 29,99€ 29,95€ 24,95€
Kosten 24 Monate
(inkl. Gebühren
& Rabatte, ohne Extras)
779,35€
(32,47€/Monat)
768,75€
(32,03€/Monat)
727,50€
(30,31€/Monat)

Vodafone und Kabel Deutschland sind hier mit knapp 30 Euro im Monat am günstigsten, allerdings hat Vodafon keine gute VDSL-Verfügbarkeit. 1&1 und Easybell bieten hier das beste Angebot, weil die Tarife nur eine sehr kurze Vertragslaufzeit haben. Bei beiden ist aber der Router optional und muss daher auf den Preis draufgeschlagen werden, bei O2 ist er in die Endkosten eingerechnet, da er mitbestellt werden muss

Fazit

Momentan habe ich einen 100 Megabit-Anschluss bei Kabel Deutschland. Leider ist der Upstream von nur 6 Megabit etwas lahm. Wenn man viel mit Cloudspeicher arbeitet, ist VDSL mit 10 Megabit Upstream sicher besser. Einsteiger können im Vergleich zum Telekom-Angebot in zwei Jahren fast 300 Euro sparen, das ist viel Geld. Ähnlich sieht es bei den VDSL-Tarifen aus.

Bei einigen Anbietern wie Vodafone oder 1&1 lauern teilweise Vertragsfallen, dort wird das Paket manchmal nach 24 Monaten teurer. Wer einen günstigen DSL-Anschluss haben möchte, sollte aber sowieso nur die 24 Monate Vertragslaufzeit aussitzen und sich dann einen neuen Tarif suchen.

Handykunden von O2 und Vodafone sollen überprüfen, ob sie einen Vertragstarif haben, der zu einem weiteren Rabatt führt. Dieser hat bei beiden eine Höhe von etwa 10 Euro im Monat, womit man dann nochmals 240 Euro sparen könnte. Für diese Kunden sind die DSL-Tarife von Vodafone und O2 ganz klar die beste Wahl.

Kaufberatung: Die besten Smartphones für jedes Budget im Mai 2013

Diese Kaufberatung ist veraltet. Eine aktuelle Version findet sich hier.

Der Markt für Smartphones entwickelt sich weiter, so gibt es auch im Mai einige interessante Angebote. Dazu kommt, dass Aldi und Lidl wieder einmal Smartphones anbieten, die aber beide keine Empfehlung von mir bekommen. Für die 100 (Lidl) beziehungsweise 160 Euro (Aldi) bekommt man deutlich bessere Smartphones.

Generell empfehle ich nur Handys mit den Systemen Android 4.X oder Windows Phone 8, Systeme wie Blackberry 10 oder iOS von Apple sind sicher interessant, aber im Preis-Leistungsvergleich einfach viel zu teuer. In der Regel kostet das iPhone von Apple etwa doppelt so viel wie ein vergleichbares Gerät der Konkurrenz. Das kann man nicht wirklich als attraktives Angebot bezeichnen.

Ein vernünftiges Display, eine möglichst gute Ausstattung und ein niedriger Preis sind die Grundlage für die Tipps. Es soll also möglichst viel Smartphone für möglichst wenig Geld geben.

Smartphones für Einsteiger (um 150€)

Im Mai ist genau wie im April das Huawei Ascend Y300 das günstigste Angebot. Es ist für ca. 125 Euro im O2-Shop verfügbar (eventuell nach Y300 suchen, ein Gerät auswählen und oben rechts auf „Einmalzahlung“ statt „24 Monate x 5€“ gehen und dann „Nur Gerät kaufen“ wählen). Das Gerät läuft auf Android 4.1 und ist für den Preis sehr gut ausgestattet. Ähnlich ausgestattet ist das fünf Euro teurere Mobistel Cynus F3. Für etwa 130 Euro bekommt man einen Dual-SIM-Slot dazu. Im Windows-Phone-Lager ist das Nokia Lumia 520 günstig und gut. Aktuell liegt es preislich bei etwa 180 Euro, ist aber fast überall ausverkauft. Es gab schon Angebote für etwa 160 Euro, zu dem Preis kann man auf jeden Fall zuschlagen.

Smartphones der unteren Mittelklasse

Hier hat sich einiges getan, insbesondere beim Preis. Empfehlenswert ist hier das HTC Desire X, das es bei Saturn aktuell für nur 179 Euro gibt. Ein Update von Android 4.0 auf 4.1 ist angekündigt. Ansonsten bietet das Smartphone 768 MB Arbeitsspeicher, einen Dual-Core-Prozessor und Ohrhörer von Beats Audio. Eine Alternative ist das Huawei Ascend G510 für etwa fünf Euro mehr. Es hat mit 512 MB weniger Arbeitsspeicher und keine Beats Ohrhörer, dafür aber ein größeres Display als das HTC (4,5 Zoll) und NFC. Das Nokia Lumia 620 ist hier der Vertreter der Windows Phone Geräte. Es punktet mit guter Ausstattung und besonders kompakten Abmessungen. Teilweise gab es das Gerät schon unter 200 Euro, aktuell kostet es rund 220 Euro.

Smartphones der oberen Mittelklasse

Das Huawei Ascend G615 liefert für nur 259 Euro viel Leistung für wenig Geld. Ein Quadcore-Prozessor, 1 GB Arbeitsspeicher, Android 4.0 (mit Update auf 4.1), ein hoch auflösendes 4,5 Zoll Display und viele Dinge mehr. Nur NFC fehlt. Etwa 100 Euro teurer ist das Samsung Galaxy S3, das aber mit seinen vielen Funktionen punkten kann. Hier fehlt wirklich fast nichts. Für knapp 400 Euro ist das Galaxy S3 auch als LTE-Version verfügbar. Sehr attraktiv ist auch das Nokia Lumia 820 für die Windows Phone 8 Fraktion. Für gut 300 Euro gibt es ein schickes Smartphone, das sogar LTE unterstützt. Dafür gibt es eine niedrigere Displayauflösung als bei der Konkurrenz. Wer kein LTE braucht und dafür ein besseres Display haben möchte, greift zum Samsung Ativ S zum ähnlichen Preis.

Smartphones der Oberklasse

In der Oberklasse tummeln sich inzwischen viele Anbieter mit vielen tollen Smartphones. Allerdings gibt es immer mehr die Unart, den Akku fest im Gerät zu verbauen. Löbliche Ausnahme ist Samsung mit dem Galaxy S4. Es kann eigentlich alles und man kann sogar den Akku wechseln. Kostenpunkt alldings: ca. 650 Euro. Eine gute Alternative ist das Sony Xperia XL, das immerhin rund 100 Euro weniger kostet. Wen der fest eingebaute Akku nicht stört und wer kein Infrarot-Modul und andere Kleinigkeiten braucht, kann hier zugreifen. Das Nokia Lumia 920 ist wohl das beste Gerät mit Windows Phone 8. Kostenpunkt: Im Bereich von 400 bis 450 Euro. Vom Preis/Leistungsverhältnis ist das extrem gut. Da können Apple mit dem iPhone 5 (ca. 650€) und Blackberry mit dem mäßigen Z10 (ca. 530€) kaum mithalten.

Fazit

Die Preise fallen im Frühling. Insbesondere Huawei versucht über den Preis Marktanteile zu gewinnen. Das Y300 als Einsteigergerät oder das G615 in der Mittelklasse sind vom Preis her kaum zu schlagen. In der Oberklasse zeigt sich, dass Apple seine Preispolitik dringend überdenken sollte. Gegen das über 200 Euro günstigere Lumia kommt das iPhone 5 kaum an, das etwa gleich teure Samsung Galaxy S4 bietet viel mehr fürs Geld.

Aldi-Smartphone Samsung Galaxy FAME GT-S6810P – top oder flop?

Bei Aldi Nord gibt es ab dem 06. Mai ein Smartphone von Samsung, das Galaxy Fame (GT-S6810P) mit Android 4.1. Das Gerät kostet mit 32 GB microSD-Karte und einem Bluetooth-Headset 159 Euro. Im Gegensatz zu Lidl ist keine Aldi-Simkarte dabei, die muss extra gekauft werden, wenn man den Aldi-Handytarif nutzen möchte

Vom Preis her sind besonders die Zugaben interessant. Das Samsung Bluetooth Headset HM1200 kostet rund 13 Euro, die Speicherkarte mit 32 Gigabyte kostet etwa 20 Euro, zusammen sind die Zugaben also rund 33 Euro wert. Das Handy würde dann nur noch 126 Euro kosten, im Preisvergleich kostet das Handy ohne das Zubehör auch etwa 160 Euro – bei Aldi spart man also schon Geld. Ist das Smartphone deshalb ein gutes Angebot? Kurze Antwort: Nein.

Laut Aldi werkelt im Galaxy Fame ein „leistungsstarker 1GHz Prozessor“. Wenn man bedenkt, dass heute selbst viele Einsteigersmartphones schon Doppelkernprozessoren mit 2x1GHz bieten, kann man den Prozessor nicht als leistungsstark bezeichnen. Mit den 512 MB Arbeitsspeicher und dem 4GB internen Speicher muss man in der Preisklasse leben, mehr wäre in jedem Fall besser.

Interessant ist, dass Samsung viel aktuelle Technik ins Gerät gesteckt hat. NFC, eine Kombination aus GPS und GLONASS zur Positionsbestimmung, ein aktuelles Bluetooth 4.0, zwei Kameras, eine davon mit Blitz und Autofokus und ein Radio. Natürlich musste der Rotstift irgendwo angesetzt werden. Und das ist bei der vielleicht wichtigsten Komponente geschehen: dem Display. Eine Auflösung von 320×480 Pixeln ist völlig indiskutabel. Damit sehen Buchstaben zerfranst aus und alles wird sehr grob dargestellt. Damit wird das surfen im Internet oder das Facebooken kein Vergnügen sein. Eine Mindestauflösung für ein Smartphone sollte heute 800×480 Pixel betragen, Geräte der Oberklasse haben sogar 1920×1080 Pixel. Das sind Welten zum Galaxy Fame.

Man sollte lieber auf einige Spielereinen wie NFC, GLONASS oder eine zweite Kamera verzichten und ein Smartphone mit einer vernünftigen Displayauflösung wählen. Da gibt es in der Preisklasse bis 200 Euro einige interessante Alternativen zum Aldi-Angebot:

  • Das Huawei Ascend Y300 bietet kein NFC, kein GLONASS aber zwei Kameras. Als System ist Android 4.1 installiert, das 4-Zoll-Display hat eine Auflösung von 800×480 Pixeln. Angetrieben wird es von einem Dualcore-Prozessor mit 2x1GHz. Kostenpunkt: Etwa 125 Euro im O2-Shop (eventuell Y300 in die Suche eingeben, ein Gerät auswählen und oben rechts auf „Einmalzahlung“ statt „24 Monate x 5€“ gehen und dann „Nur Gerät kaufen“ wählen).
  • Das Nokia Lumia 520 ist ein Einstiegsgerät und hat statt Android als System Windows Phone 8 aufgespielt. Es gibt keine zweite Kamera, kein NFC aber ein Display mit 800×480 Pixeln und ein flüssiges System. Es kostet 179 Euro, ist aber aktuell kaum lieferbar.
  • Das HTC Desire X bietet für 179 Euro viel. Einen Dual-Core-Prozessor, viel Arbeitsspeicher, Beats Audio Ohrhörer und bald auch ein Update auf Android 4.1.

Fazit: Auch ein günstiges Angebot von Aldi ist nicht immer ein gutes. Im Vergleich zum Huawei Ascend Y300 oder Nokia Lumia 520 wirkt das Galaxy Fame, als wäre es zwei Generationen zurück. Da helfen auch die Zugaben nichts, vor allem da das Ascend Y300 dann trotzdem günstiger ist. Eine weitere Übersicht über die besten Smartphone-Angebote im Mai gibt es hier.

Smartphone bei Lidl: Huawei Ascend Y201 Pro – Top oder Flop?

Ab Montag gibt es für 99,99 Euro bei Lidl ein Smartphone. Das Huawei Ascend Y201 Pro soll mit dem niedrigen Preis klar das Einstiegssegment bedienen. Mit dabei ist das Starter-Set von Lidl Mobile im Wert von 9,99 Euro, mit dem man einen guten Smartphone-Tarif bekommen kann, wobei das Angebot von Aldi vielleicht attraktiver ist. Das Gerät selbst gibt es im Online-Handel für etwa 90 Euro, z.B. bei Notebooksbilliger.de. Man spart also bei Lidl im Gegensatz zum herkömmlichen Handel kaum Geld.

Das Ascend Y201 Pro wird als Einsteigersmartphone beworben, dass über ein „hochwertiges“ Display verfügt. Dies ist aber leider nicht der Fall. Mit der Auflösung von 320×480 Pixeln taugt das Display zu kaum etwas. Die Auflösung ist zu niedrig, man bekommt also nur wenig Informationen angezeigt und Buchstaben werden sehr grob dargestellt. Ein Smartphone sollte mindestens eine Auflösung von 800×480 Pixeln haben, die aktuelle Oberklasse schafft sogar 1920×1080 Pixel.

Auch die weiteren Daten des Lidl-Huaweis können nicht überzeugen. Ein Prozessor mit 800 MHz sorgt höchstens dafür, dass das Smartphone extrem lahm ist. Auch sonst hat das Gerät nur eine Mindestausstattung, mit der Android 4.0 sehr zäh laufen dürfte. Das Gerät ist selbst als Einsteigergerät also ein absoluter Flop und enthält Technologie von Vorgestern.

Im O2-Shop (eventuell die gibt es eine Gute Alternative zum Ascend Y201 Pro vom gleichen Hersteller. Das Huawei Ascend Y300 bietet im Vergleich deutlich mehr und kostet inklusive Versand nur 124,95 Euro. Hier eine kleine Vergleichstabelle:

Y201 Pro Y300
System Android 4.0 Android 4.1
Displaygröße 3,5 Zoll 4 Zoll
Displayauflösung 320×480 Pixel 480×800 Pixel
Prozessor 800 MHz 2×1000 MHz
Arbeitsspeicher 512 MB 512 MB
Interner Speicher 4 GB 4 GB
Speichererweiterung MicroSD MicroSD
Kamera 3,2 Megapixel 5 Megapixel mit Autofokus und Blitz,
zusätzliche Frontkamera
Gewicht 140g 130g

Fazit: Wer das Huawei Ascend Y300 bietet für etwa 25 Euro deutlich mehr fürs Geld. Wer statt dem Lidl-Smart-Tarif den von Aldi wählt, spart pro Monat zwei Euro und hat die 25 Euro Mehrkosten für das Y300 nach etwa einem Jahr wieder raus. Für den Einstieg ist das Y300 gut geeignet, ein Top-Smartphone ist es aber nicht. Für den Preis ist es aber kaum zu schlagen.

Was taugt das neue Aldi Notebook? (Medion Akoya P6640, April 2013)

Ab morgen gibt es bei Aldi wieder einmal ein Notebook, das Medion Akoya P6640 (MD 99220). Kostenpunkt: 459 Euro. Das Gerät ist auf jeden Fall sein Geld wert, allerdings nur, wenn man wirklich alle Features benötigt.

Insgesamt hat das Gerät eine gute Mittelklasse-Ausstattung. Ein Intel Core i3-3120M Prozessor sorgt für ausreichende Geschwindigkeit, dazu gibt es eine relativ leistungsfähige Grafikkarte (Nvidia Geforce 740M 1GB) und einen mit 8GB sehr groß bemessenen Arbeitsspeicher. Das Gerät hat aber auch Problemzonen. Die „riesige“ Festplatte mit 1TB kann zwar viele Daten speichern, ist aber langsam. Für mehr Geschwindigkeit wäre eine SSD deutlich besser gewesen. Außerdem ist da das Display. 15,6 Zoll sind ganz schön groß, die Auflösung von 1366×768 Pixeln ist einfach zu niedrig. Man sollte bedenken, dass Smartphones wie etwa das Samsung Galaxy S4 über eine Displayauflösung von 1980×1020 Pixeln verfügen – auf 5 Zoll wohlgemerkt. Auch das Gewicht (2,8kg) und die Akkulaufzeit sind eher unattraktiv. Ansonsten bietet das Gerät noch einige Extras wie Bluetooth, Intel Wireless Display, einen austauschbaren DVD-Brenner und eine Windows 8 Lizenz.

Die Zielgruppe des Akoya P6640 sind Nutzer, die das Gerät bei sich Zuhause stehen haben und selten unterwegs benutzen. Die Grafikkarte dürfte sicher für eine jüngere Zielgruppe sprechen, der Rest der Ausstattung eher für die Standard Office-Verwendung. Grußkarten, Word, Excel, Powerpoint und Internet können neben einigen 3D-Spielen genutzt werden. Wer keine 3D-Spiele spielt, sollte von einem Kauf absehen, denn hier gibt es deutlich günstigere Geräte, die von der Leistung her locker ausreichend sein sollten.

Was sind die Alternativen? Wer sein Notebook nur als bessere Schreibmaschine und für einfache Office-Anwendungen verwenden möchte, der kann mit dem HP Compaq CQ58-346SG immerhin 100 Euro sparen. Es gibt dann einen langsameren Pentium-Prozessor, nur 4 GB Arbeitsspeicher und keine tolle Grafikkarte. Aber für 359 Euro ist das Compaq-Angebot völlig ausreichend.

Preislich auf gleichem Nieveau bewegt sich das Lenovo IdeaPad S400, das als 14 Zoll Notebook nur 1,8kg wiegt und so deutlich kompakter und transportabler ist. Es ist langsamer als das Medion, hat weniger Speicher und kein DVD-Laufwerk. Dafür ist es aber wie gesagt 1kg leichter. Das macht sich schon bemerkbar. Für 359 Euro halte ich das Gerät für ein Schnäppchen.

Fazit: Wer nur hin und wieder einmal mit seinem Notebook arbeitet und keine hohen Ansprüche hat, für den ist das Aldi-Angebot oder eine der beiden Alternativen sicher eine gute Wahl. Wer ein leichtes, mobiles und gut ausgestattetes Gerät haben möchte, bei dem auch noch der Akku lange hält, der muss deutlich mehr ausgeben.