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Wasser: Anreize zum Mehrverbrauch

Wasser ist kostbar, muss gespart werden und darf nicht so viel verbraucht werden. Das stimmt in vielen Teilen der Welt und sogar in einigen Teilen Deutschlands. Allerdings gilt das nicht überall. In vielen Teilen Norddeutschlands gibt es zu viel Wasser, so auch in Hamburg. Hier hat der städtische Versorger das Problem, dass zu wenig Wasser verbraucht wird. Aus dem Unternehmen war zu hören, dass es „Schwachsinn“ sei, in Hamburg Wasser zu sparen.

Grundwasser steigt hoch

Der Wasserverbrauch ist in Hamburg in den letzten 40 Jahren um mehr als die Hälfte gesunken. Verantwortlich dafür sind neue Spartechnologien in Haushaltsgeräten, Wasserhähnen, Duschköpfen und anderen Verbrauchsstellen. Dies führt zu einigen Problemen: Das Kanalnetz muss immer wieder mit frischem Wasser durchgespült werden, um Rückstände zu beseitigen. Außerdem steigt der Grundwasserspiegel. Er soll in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts so beispielsweise in Eidelstedt in etwa fünf Meter tiefe gelegen haben, heute drückt das Grundwasser schon teilweise von unten gegen die Keller. Es sind also noch knapp zwei Meter. Dies gefährdet viele Gebäude in Hamburg.

Anreize zum Mehrverbrauch

Kaum ein Hersteller von Haushaltsgeräten wird freiwillig den Verbrauch steigern, damit lässt sich schlecht werben. Viele Menschen werden weiterhin versuchen, zu sparen. Dies ist durchaus rational, da dadurch auch Geld gespart werden kann. Bislang kostet ein Kubikmeter (=1000l) Wasser in Hamburg 1,72€, hinzu kommen noch 2,09€ für das Abwasser. Das macht einen Preis von 3,81 Euro pro Kubikmeter. Wer hier also spart, spart bares Geld. Das ist kein Anreiz zum Mehrverbrauch. Deshalb fordert die FDP-Fraktion in Hamburg eine Senkung der Gebühren. Dies greift aber deutlich zu kurz, denn das Problem, wird durch niedrigere Gebühren kaum gelöst werden können. Wer spart, profitiert dann trotzdem.

Als Anbieter könnte Hamburg Wasser sehr wohl über den Preis Anreize schaffen. Würde man den Preis nicht nach dem Verbrauch richten, sondern über eine Pauschale realisieren, müsste niemand mehr Wasser sparen. Eine solche Pauschale könnte sich etwa an der Wohnfläche, Personenzahl, Zimmeranzahl oder anderen Maßstäben orientieren – oder für alle Haushalte gleich sein. Es gäbe hier viele Möglichkeiten.

Gleichzeitig würde eine Pauschale Gebühr Kosten sparen. Niemand bräuchte mehr Wasserzähler abzulesen und zu erfassen, denn niemand bräuchte mehr solche Zähler. Das wäre eine Entlastung für Mieter, Vermieter und Eigentümer. Hamburg Wasser könnte zudem durch die Pauschale verlässliche Einnahmen generieren, denn auf Gewinn ist das Städtische Unternehmen ja nicht primär aus.

Fazit

Würde man in Hamburg das Tarifsystem überdenken und eine Pauschale Gebühr einführen, könnte dies den Wasserverbrauch steigern. In den 70er und 80er Jahren gab es in vielen Wohnungen keine Wasserzähler – der Hausverbrauch wurde anteilig auf die Bewohner umgelegt. Man könnte heute gut ohne Wasseruhren und Wasserzähler leben – wenn es denn zulassen wäre. Durch das aktuelle Tarifmodell wird aber niemand in Hamburg Wasser sparen. Vielleicht fordert ja eine Partei in Hamburg ein solches pauschales Tarifmodell. In der FDP werde ich mich dafür einsetzen.

Die besten Smartphone-Tarife für März 2013

Heute möchte ich schauen, was der März an Smartphonetarifen bringt, Kauftipps für Smartphones hatte ich bereits gestern gepostet. O2 hat beispielsweise sein Tarifangebot umgekrempelt, aber auch die anderen Anbieter haben einige Änderungen an ihren Tarifen vorgenommen. Wer wenig bis mittel viel telefoniert und im Internet surft, ist auch im März mit den Tarifen von Aldi und Lidl bestens bedient. Es gibt auf dem Markt einige Tarife, die ein klein wenig günstiger sind, dafür aber deutlich weniger Leistung bieten und vor allem eine zweijährige Vertragslaufzeit.

Für alle, die eine Allnet-Flat haben möchten, hier die besten günstigsten Tarife. Sie sollten, um für Smartphones geeignet zu sein, mindestens 500 MB an schnellem Datenvolumen aufweisen. Ich habe die Tabelle von günstig nach teuer sortiert. Unten gebe ich noch Empfehlungen. Wem die Mobilfunknetze nichts sagen, der sollte sich den Netztest der Computerbild oder von Connect aus dem November 2012 einmal näher anschauen.

Tarife bis 500 MB Internet-Volumen

Simyo
Computerbild
BASE
Allnet Flat
O2 Blue
All-in M
Congstar
Allnet Flat M
Monatspreis 19,90 30,00 28,49 29,99
Gesamtpreis 24 Monate 477,60 630 683,76 719,67
Netz E-Plus E-Plus O2 T-Mobile
Freiminuten unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt
SMS unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt
MB Internet 500 500 500 500
Drosselung auf 56 kbit/s 56 kbit/s 32 kbit/s 64 kbit/s
Festnetznummer nicht möglich inklusive inklusive nicht möglich
Rufumleitung nicht möglich wohl kostenlos 0,29€/Min,
O2 kostenlos
kostenlos
Extras Nur 3,6 Mbit
Surfgeschwindigkeit

Tarife mit 1 GB Internet-Volumen

Simyo 1GB
Computerbild
1&1
All-Net-Flat Plus
Congstar
Allnet Flat L
  BASE
Allnet Flat
Monatspreis 24,90 29,99 34,99  35
Gesamtpreis 24 Monate 597,60 719,76 839,76  840
Netz E-Plus Vodafone T-Mobile  E-Plus
Freiminuten unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt  unbegrenzt
SMS unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt  unbegrenzt
MB Internet 1000 1000 1000  1000
Drosselung auf 56 kbit/s 64 kbit/s 64 kbit/s  64 kbit/s
Festnetznummer nicht möglich nicht möglich nicht möglich  inklusive
Rufumleitung nicht möglich kostenlos kostenlos  wohl kostenlos
Extras Internet mit 14,4 Mbit,
500 MB Extra für 2,99,
25 GB Online-Speicher
Internet nur
mit 3,6 MBit

Tarife mit 2 GB oder mehr Datenvolumen

O2 Blue
All-in L
1&1
All-Net-Flat Pro
O2 Blue
All-in XL
Monatspreis 37,99 39,99 47,49
Gesamtpreis 24 Monate 911,76 959,76 1139,76
Netz O2 Vodafone O2
Freiminuten unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt
SMS unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt
MB Internet 2000 2000 5000
Drosselung auf 32 KBit/s 64 KBit/s 32 KBit/s
Festnetznummer inklusive nicht möglich inklusive
Rufumleitung 0,29€
O2 kostenlos
kostenlos 0,29€
O2 kostenlos
Extras LTE Internet mit 14,4 MBit,
100 MB im Ausland inkl.
LTE, 14 Tage
Daten-Roaming

Die Tarife von der Telekom und Vodafone fehlen komplett, da sie einfach ungefähr doppelt so teuer sind wie die restlichen Tarife. Es fehlen auch die O2-Reseller, da die neuen O2 Blue Tarife einfach günstiger als die Reseller-Tarife sind. Da wird sich sicher bald etwas tun.

Was ist also der beste Tarif? Es kommt darauf an, was man möchte. Wer ein straffes Budget hat, sollte den Simyo-Tarif mit 500 MB Datenvolumen nehmen. Für 20 Euro gibt es keinen besseren Tarif. Ansonsten ist generell der 1&1 All-Net-Flat Plus Tarif sehr attraktiv – schnelles Internet, das man auch noch nachbuchen kann für nur 30 Euro. Zwei Tipps zu diesem Tarif: Unbedingt nur 24 Monate laufen lassen, danach wird es teurer und eventuell für den Aufpreis von 10 Euro im Monat ein Smartphone mitbestellen – für insgesamt 240 Euro erhält man Geräte, die bis zu 320 Euro auf dem normalen Markt kosten. Wer eine Festnetznummer und eine kostenlose Anrufweiterleitung braucht, sollte zu BASE gehen. Nur dort gibt es diese Features zu akzeptablen Preisen.

Fazit: Wer heute über 35 Euro für seinen Mobilfunk-Tarif bezahlt, sollte schnellstens den Tarif wechseln. Es ist möglich, die Hälfte oder mehr zu sparen, ohne wirklich Qualitätseinbußen zu haben.