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Kaufberatung: Die besten Smartphones für jedes Budget im Mai 2013

Diese Kaufberatung ist veraltet. Eine aktuelle Version findet sich hier.

Der Markt für Smartphones entwickelt sich weiter, so gibt es auch im Mai einige interessante Angebote. Dazu kommt, dass Aldi und Lidl wieder einmal Smartphones anbieten, die aber beide keine Empfehlung von mir bekommen. Für die 100 (Lidl) beziehungsweise 160 Euro (Aldi) bekommt man deutlich bessere Smartphones.

Generell empfehle ich nur Handys mit den Systemen Android 4.X oder Windows Phone 8, Systeme wie Blackberry 10 oder iOS von Apple sind sicher interessant, aber im Preis-Leistungsvergleich einfach viel zu teuer. In der Regel kostet das iPhone von Apple etwa doppelt so viel wie ein vergleichbares Gerät der Konkurrenz. Das kann man nicht wirklich als attraktives Angebot bezeichnen.

Ein vernünftiges Display, eine möglichst gute Ausstattung und ein niedriger Preis sind die Grundlage für die Tipps. Es soll also möglichst viel Smartphone für möglichst wenig Geld geben.

Smartphones für Einsteiger (um 150€)

Im Mai ist genau wie im April das Huawei Ascend Y300 das günstigste Angebot. Es ist für ca. 125 Euro im O2-Shop verfügbar (eventuell nach Y300 suchen, ein Gerät auswählen und oben rechts auf „Einmalzahlung“ statt „24 Monate x 5€“ gehen und dann „Nur Gerät kaufen“ wählen). Das Gerät läuft auf Android 4.1 und ist für den Preis sehr gut ausgestattet. Ähnlich ausgestattet ist das fünf Euro teurere Mobistel Cynus F3. Für etwa 130 Euro bekommt man einen Dual-SIM-Slot dazu. Im Windows-Phone-Lager ist das Nokia Lumia 520 günstig und gut. Aktuell liegt es preislich bei etwa 180 Euro, ist aber fast überall ausverkauft. Es gab schon Angebote für etwa 160 Euro, zu dem Preis kann man auf jeden Fall zuschlagen.

Smartphones der unteren Mittelklasse

Hier hat sich einiges getan, insbesondere beim Preis. Empfehlenswert ist hier das HTC Desire X, das es bei Saturn aktuell für nur 179 Euro gibt. Ein Update von Android 4.0 auf 4.1 ist angekündigt. Ansonsten bietet das Smartphone 768 MB Arbeitsspeicher, einen Dual-Core-Prozessor und Ohrhörer von Beats Audio. Eine Alternative ist das Huawei Ascend G510 für etwa fünf Euro mehr. Es hat mit 512 MB weniger Arbeitsspeicher und keine Beats Ohrhörer, dafür aber ein größeres Display als das HTC (4,5 Zoll) und NFC. Das Nokia Lumia 620 ist hier der Vertreter der Windows Phone Geräte. Es punktet mit guter Ausstattung und besonders kompakten Abmessungen. Teilweise gab es das Gerät schon unter 200 Euro, aktuell kostet es rund 220 Euro.

Smartphones der oberen Mittelklasse

Das Huawei Ascend G615 liefert für nur 259 Euro viel Leistung für wenig Geld. Ein Quadcore-Prozessor, 1 GB Arbeitsspeicher, Android 4.0 (mit Update auf 4.1), ein hoch auflösendes 4,5 Zoll Display und viele Dinge mehr. Nur NFC fehlt. Etwa 100 Euro teurer ist das Samsung Galaxy S3, das aber mit seinen vielen Funktionen punkten kann. Hier fehlt wirklich fast nichts. Für knapp 400 Euro ist das Galaxy S3 auch als LTE-Version verfügbar. Sehr attraktiv ist auch das Nokia Lumia 820 für die Windows Phone 8 Fraktion. Für gut 300 Euro gibt es ein schickes Smartphone, das sogar LTE unterstützt. Dafür gibt es eine niedrigere Displayauflösung als bei der Konkurrenz. Wer kein LTE braucht und dafür ein besseres Display haben möchte, greift zum Samsung Ativ S zum ähnlichen Preis.

Smartphones der Oberklasse

In der Oberklasse tummeln sich inzwischen viele Anbieter mit vielen tollen Smartphones. Allerdings gibt es immer mehr die Unart, den Akku fest im Gerät zu verbauen. Löbliche Ausnahme ist Samsung mit dem Galaxy S4. Es kann eigentlich alles und man kann sogar den Akku wechseln. Kostenpunkt alldings: ca. 650 Euro. Eine gute Alternative ist das Sony Xperia XL, das immerhin rund 100 Euro weniger kostet. Wen der fest eingebaute Akku nicht stört und wer kein Infrarot-Modul und andere Kleinigkeiten braucht, kann hier zugreifen. Das Nokia Lumia 920 ist wohl das beste Gerät mit Windows Phone 8. Kostenpunkt: Im Bereich von 400 bis 450 Euro. Vom Preis/Leistungsverhältnis ist das extrem gut. Da können Apple mit dem iPhone 5 (ca. 650€) und Blackberry mit dem mäßigen Z10 (ca. 530€) kaum mithalten.

Fazit

Die Preise fallen im Frühling. Insbesondere Huawei versucht über den Preis Marktanteile zu gewinnen. Das Y300 als Einsteigergerät oder das G615 in der Mittelklasse sind vom Preis her kaum zu schlagen. In der Oberklasse zeigt sich, dass Apple seine Preispolitik dringend überdenken sollte. Gegen das über 200 Euro günstigere Lumia kommt das iPhone 5 kaum an, das etwa gleich teure Samsung Galaxy S4 bietet viel mehr fürs Geld.

wein

Tipps für den Weinkauf im Supermarkt

Im letzten Dezember hat Peer Steinbrück gesagt, einen „Pinot Grigio“ für fünf Euro würde er nicht kaufen. Dies rief in der Öffentlichkeit viel Kritik hervor, denn in Deutschland wird die Flasche Wein für durchschnittlich 2,63 Euro verkauft. Das ist wenig Geld, wenn man einbezieht, dass davon 42 Cent Umsatzsteuer sind, für den Wein und die Flasche und den Verschluss und den Handel und den Transport bleiben dann gerade einmal 2,21 Euro übrig. Dass man dafür keinen vernünftigen Wein bekommen kann, sollte eigentlich klar sein.

Meine Erfahrung sagt mir, dass man ab etwa fünf Euro durchaus vernünftige Weine bekommen kann, wer bereit ist, bis 15 Euro pro Flasche auszugeben, bekommt oft schon ein gutes Produkt. Allerdings muss ein Wein für zehn Euro nicht besser sein als ein Wein für fünf Euro und auch in höheren Preisregionen gibt es schlechte Weine.

Wie also identifiziert man einen guten Wein im Supermarkt, wo man ihn, im Gegensatz zum Fachhandel, nicht probieren kann? Hier meine Tipps, die zumindest Anhaltspunkte für gute oder schlechte Weine geben können.

Keine großen Namen kaufen

Viele greifen in Supermärkten zu einem Bordeaux-Wein, da man diese als besonders gute französische Weine kennt und das Label mit Chateau XYZ gut aussieht. Es gibt auch große bekannte Herstellernamen wie Rothschild oder einen Wein aus der Werbung. Das wissen natürlich auch die Supermärkte und verkaufen diese Weine teuer. Ich persönlich habe noch nie einen solchen Wein im Supermarkt für unter 10 Euro gesehen, der sein Geld wirklich wert gewesen wäre. Also lieber die Chiantis, Riojas und Barolos im Regal lassen und für fünf Euro einen nicht so namenhaften Wein wählen.

Großer Name, großer Preis - Echtheitslabel eines Riojas

Großer Name, großer Preis – Echtheitslabel eines Riojas

Nicht vom Etikett oder der Flasche blenden lassen

Ein Etikett sagt über einen Wein oft nicht viel aus. Es gibt gute und schlechte, ansprechende und nicht so ansprechende. Die Aussagekraft über den Inhalt ist aber fast immer gleich Null. Gleiches gilt für die Flasche: Ob schwer oder leicht – über den Inhalt sagt die Flasche nichts aus. Teilweise werden Flaschen noch in ein Drahtgeflecht oder ähnliches gewickelt – das muss alles nicht sein. Der Inhalt ist wichtig.

Nicht auf Medaillen achten

Viele Weine schmücken sich mit Medaillen, meistens in der Rangfolge Gold, Silber und Bronze. Diese Auszeichnungen haben aber nur eine geringe Aussagekraft, denn oft stammen sie von kleinen lokalen Verkostungen. Wer es nötig hat, eine Silber- oder Bronzemedaille an seine Flasche zu kleben, möchte sicher nur einen mittelmäßigen oder schlechten Wein etwas aufpeppen. Etwas anders sieht es mit Punktebewertungen aus, die renommierte Größen wie Robert Parker und andere vergeben. Je nach Punkteschema ist ein Wein ab 90 oder ab 16 Punkten wirklich gut und wenn ein renommierter Experte oder ein bekanntes Magazin diese Punkte vergibt, ist das zumindest ein Anhaltspunkt.

Nach dem Hersteller suchen

Bei günstigen Weinen sucht man oft vergebens nach dem Hersteller. Meist steht auf den Etiketten nur „Produziert für“ oder „Abgefüllt durch“. Teilweise finden sich auch kryptische Kürzel auf dem Etikett, die keine Aussagekraft haben. Ein guter Winzer wird bei einem guten Wein immer seinen Namen auf das Etikett schreiben, steht dieser nicht drauf, kann man davon ausgehen, dass es sich um qualitativ minderwertige Massenware handelt. Es gibt allerdings keine Regel ohne Ausnahmen, denn einige Winzer verkaufen ihren Wein ohne ihren Namen günstig an den Handel, um Überproduktionen loszuwerden.

Herstellerangabe und Gutsabfüllung eines Weins aus Frankreich

Herstellerangabe und Gutsabfüllung eines Weins aus Frankreich

Nur abgefüllt für eine Firma, kein Hersteller erkennbar

Nur abgefüllt für eine Firma, kein Hersteller erkennbar

Steht das Jahr auf dem Etikett?

Jeder gute Wein hat einen Jahrgang. Im Geschmack sind die Jahrgänge oft sehr unterschiedlich. Ein guter Wein verfügt daher immer über eine Jahrgangsangabe.

Ausnahmen bestätigen die Regel: Links ein 10€ Wein von Farnese ohne Jahrgang, rechts ein billiger spanischer Wein mit Jahrgang

Ausnahmen bestätigen die Regel: Links ein 10€ Wein von Farnese ohne Jahrgang, rechts ein billiger spanischer Wein mit Jahrgang

Irreführende Beschreibungen aufspüren

Ich habe es schon bei einigen Händlern gesehen, dass sie ihre Weine mit irreführenden Beschreibungen anpreisen. Dann heißt es z.B. der Bordeaux-Jahrgang XYZ war super toll, sagt Weinexperte XYZ. Das mag ja allgemein sein, aber ein schlechter Bordeaux wird auch im besten Jahrgang nicht unbedingt besser. Hier ist also Vorsicht angebracht: Bezieht sich das Lob wirklich auf den Wein, den ich vor mir habe?

Der Verschluss sagt wenig über einen Wein aus

Es gibt viele Weinverschlüsse, von Plastikkorken über Korken hin zu Glaspfropfen und Alu-Schraubverschlüssen. Die Art des Verschlusses hat aber nur eine geringe Aussagekraft über den Wein selbst. In Australien werden beispielsweise auch teure Weine oft mit einfachen Schraubverschlüssen verkauft. Gleichzeitig gibt es viele billige Weine, die mit einem Korken verschlossen sind. Ein Plastikkorken spricht oft für Einsparungen, der muss also nicht wirklich sein.

Schraubverschluss bei einem Wein aus Australien

Schraubverschluss bei einem Wein aus Australien

Nicht auf Bio-Wein achten

In den letzten Jahren gibt es bei Weinen den Trend, sie in Bio-Qualität zu produzieren. Leider sagt Bio nichts über den Geschmack des Weins aus. Ich habe manchmal den Eindruck, dass mäßige Weine zu Bio-Weinen gemacht werden, damit sie sich überhaupt verkaufen. Ich bin zwar kein Experte, aber da Weinbau sowieso mit viel Handarbeit einhergeht, sollte die Einführung eines Bio-Siegels nicht so aufwändig sein.

Nur eine Flasche kaufen und probieren

Wenn man sich zu einem Wein durchgerungen hat, sollte man nur eine einzige Flasche kaufen und diese dann in Ruhe probieren. Den letztlich ist es der Geschmack, der zählt. Ein Tipp: Ruhig einmal mehrere Flaschen nebeneinander öffnen und die Unterschiede vergleichen.