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Google Sandbox Effekt in Realität

Er wird immer wieder diskutiert – wurde aber offziell nie von Google bestätigt: Der Google Sandbox Effekt. Es gibt sogar einen englischen Wikipedia-Eintrag zu diesem merkwürdigen Verhalten der Google Suchmaschine. Doch was ist der Google Sandbox Effekt eigentlich genau?

Google Sandbox Effekt für Webseiten

Es ist zu vermuten, dass Google mit dem Sandbox-Effekt vorwiegend neue Webseiten trifft. Diese werden – meist nach einem kurzen Hoch – massiv im Suchranking abgestraft. Google kann also Webseiten nach einiger Zeit von den Suchergebnissen ausschließen. Es ist natürlich nicht bekannt, nach welchen Kriterien dies geschieht, denn es werden nicht alle Webseiten gleich behandelt.

Ich betreibe und betreue eine Reihe von Webseiten, bislang war der Sandbox Effekt nur bei einer Webseite deutlich spürbar. Quasi über Nacht fand ein komplettes Delisting der Website bei Google statt – sie war schlichtweg nicht mehr zu finden. Die Besucherzahlen brachen massiv ein – ich habe einmal die Statistik-Auswertung der Seitenabrufe grafisch als Artikelbild eingestellt (ohne genaue Zahlen).

Google Richtlinien eingehalten und Maßnahme ergriffen

Die Website hielt und hält alle Richtlinien von Google ein, zudem war und ist sie bei den Webmaster Tools angemeldet. Ich habe also sofort einen „Reconsideration Request“ eingereicht, obwohl bei den Webmaster Tools selber keine Fehler angezeigt wurden. Einige Tage später war bei den Webmaster Tools zu lesen, dass weiterhin keine Fehler gefunden wurden. Ich habe auch noch versucht, einige Links von anderen Seiten zu setzen – diese wurden aber erst sehr spät von den Webmastertools erkannt – teilweise erst nach mehreren Wochen.

Ob die Maßnahmen nun etwas gebracht haben – keine Ahnung. Zwölf Tage war diese Website komplett nicht bei Google zu finden – bis dann am 13. Tag plötzlich wieder alles normal war. Merkwürdig, aber Wahr.

Fazit zum Google Sandbox Effekt

Wen der Google Sandbox Effekt trifft, der hat Pech. Er wird nicht angekündigt, man bekommt keine Informationen von Google und man hat kaum Möglichkeiten, etwas gegen diesen Effekt zu unternehmen.

Dies ist bedenklich, denn die Marktmacht von Google ist massiv. Wer hier ausgeschlossen wird, dem fehlen oftmals wichtige Einkünfte. Als Quasi-Monopolist kann man das Verhalten der Google Suchmaschine schon fast als Zensur deuten – auch wenn sie vielleicht unbewusst maschinell entsteht. Hier sollte Google dringend für Transparenz sorgen, denn ansonsten ist das Verhalten der Suchmaschine schon äußerst problematisch.

Outlook 2013 Kalender OTA via outlook.com mit Android und WP8 synchronisieren

Ich hatte ja schon berichtet, dass es generell schwierig ist, den Outlook Kalender mit irgendeinem Standard-Onlinekalender zu synchronisieren. Der Grund dafür ist, dass das CalDAV-Protokoll bei Outlook komplett fehlt. Früher gab es mit Google Calendar Sync eine Software, die Outlook mit dem Google Kalender abgleicht. Diesen Dienst hat Google aber eingestellt – davon einmal abgesehen hat er mit Outlook 2013 nicht wirklich gut funktioniert.

Via outlook.com kann man seinen Kalender aber weiter mit seinem Smartphone synchronisieren. Bei Windows Phone ist Outlook ja gut verfügbar, in diesem Artikel werde ich mich mit der Synchronisation mit einem Android-Smartphone beschäftigen. Hier nun die Schritte zum OTA (over the air) Sync. Einige Tipps habe ich von der recht unübersichtlichen Anleitung von Slipstick.com übernommen.

1.) Microsoft-Konto einrichten: Einfach unter outlook.com registrieren oder mit einem bestehenden Hotmail, Live oder Passport-Konto einloggen

2.) Den bestehenden Outlook-Kalender exportieren. Dazu in Outlook 2013 auf den Kalender gehen (und bei mehreren Kalendern den gewünschten auswählen) und dann oben auf Datei klicken. Dort „Kalender speichern“ auswählen. Jetzt wird es etwas kompliziert. Unter Dateityp auf „Weitere Optionen“ klicken und dann folgendes Wählen:
– Datumsbereich: Vollständiger Kalender
– Detail: Alle Details
– Erweitert -> Einblenden und dann beide Optionen markieren („Details von als privat markierten Elementen einschließen“ und „Anlagen in Kalenderelementen einschließen“)
Dann auf OK und Speichern klicken – der Kalender wird in eine ICS-Datei exportiert.

outlook-2013-kalender-export

3.) Den Kalender bei Outlook.com importieren. Dazu im Outlook-Kalender anmelden und dort oben auf „Importieren“ klicken.

outlook.com-kalender-importDann müssen im importieren-Dialog einige Einstellungen vorgenommen werden. Wer bisher outlook.com nicht benutzt hat, sollte „In einen vorhandenen Kalender importieren“. Bei den Erinnerungen sollten die Elemente aus der ICS-Datei übernommen werden. Dann mit „Durchsuchen“ nach der ICS-Datei suchen, die man mit Outlook erstellt hat und schließlich unten auf „Importieren“ klicken. Der Kalender wird importiert, was etwas dauern kann. Danach ist der Kalender bei outlook.com verfügbar, aber noch nicht mit Outlook 2013 synchronisiert.

outlook.com-kalender-import-dialog4.) Outlook.com Kalender in Outlook einbinden. Dazu in Outlook 2013 auf Datei klicken und unter „Informationen“ auf „Konto hinzufügen“ klicken. Im erschenenden Dialogfeld auf „Manuelle Konfiguration oder zusätzliche Servertypen“ klicken. Im nächsten Dialog dann „Mit Outlook.com oder Exchange ActiveSync kompatibler Dienst“ wählen. Im nächsten Dialog füllen Sie alle Felder mit den Daten aus, die Sie zum Login zu Ihrem Outlook.com-Konto benötigen.
– Ihr Name: Einfach Vor- und Nachnamen eingeben
– E-Mail-Adresse: Ihre outlook.com oder hotmail-Adresse
– Serverinformationen: m.hotmail.com (mein Outlook hat das zu dub-m.hotmail.com geändert, also nicht wundern)
– Benutzername: Benutzername von outlook.com oder Hotmail
– Passwort: Das Passwort, das man zum Login bei outlook.com benötigt

outlook-2013-outlook.com-verbindungDann auf „Weiter“ klicken, es wird ein Test durchgeführt. Ist dieser erfolgreich, das Fenster mit „Schließen“ beenden und schließlich auf „Fertigstellen“ klicken. Der Kalender ist nun in Outlook 2013 eingebunden.

5.) Finetuning in Outlook 2013. Nun haben wir leider zwei gleiche Kalender im Outlook, den alten Kalender und den neuen outlook.com Kalender. Leider kann man den alten Kalender nicht löschen. Also müssen zumindest alle Termine entfernt werden.

outlook-2013-zwei-kalenderDazu rechts mit der Maus auf den „Kalender – Outlook“ klicken (hier im Bild blau) und dann auf „AutoArchivierung“ klicken. Hier dann „Für diesen Ordner folgende Einstellungen verwenden:“ wählen und „Elemente löschen, wenn älter als 1 Tage“ wählen. Dann die Elemente entweder in den Archivordner, in einen anderen Ordner schieben oder einfach löschen.

outlook-2013-kalender-auto-archivierenAls nächstes müssen wir sicherstellen, dass man, wenn man im Kalender ist, eine neue E-Mail nicht über outlook.com verschickt. Dazu müssen wir die Registry ändern. Das ist nichts für unerfahrene User! Für alle, die sich trauen, die wählen auf dem Desktop den Windows Explorer und suchen dort nach „regedit“. Dieses Programm verlangt zusätzliche Admin-Rechte. Dort dann zum Schlüssel

HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\15.0\Outlook\Options\Mail

navigieren. Eventuell gibt es den letzten Mail-Schlüssel nicht. Dann links in der Baumstruktur auf den Schlüssel „Options“ mit der rechten Maustaste klicken, Neu – Schlüssel wählen und den Mail nennen. Dann auf Mail klicken und dann rechts im Fenster rechts klicken. Dort Neu – DWORD-Wert (32-Bit) wählen und den Wert NewItemsUseDefaultSendingAccount nennen. Der Wert ist 1 (Dezimal). Danach kann der Registrierungseditor geschlossen werden.

regedit-outlook-2013-standard-mail6.) Nachteil bei Outlook verinnerlichen. Leider kann man den outlook.com-Kalender nicht als Standard-Kalender definieren. Wenn man außerhalb des Kalenders einen Termin erstellt, dann wird der immer im alten Outlook 2013-Kalender erstellt. Ein Termin muss also immer erstellt werden, wenn der outlook.com-Kalender im Outlook aufgerufen ist. Alle anderen Termine landen im alten Outlook-Kalender!

7.) Den Outlook.com-Kalender in einem Android-Smartphone einbinden. Hierzu im Play-Store die Outlook.com-App wählen und installieren. In dieser dann mit dem outlook.com-Benutzernamen und Passwort anmelden und alle Standardeinstellungen beibehalten. Der outlook.com-Kalender ist nun mit dem Smartphone-Kalender synchronisiert!

Fazit: Es ist nicht optimal, aber brauchbar, was man über outlook.com erreichen kann. Es wäre wünschenswert, wenn man entweder den outlook.com-Kalender als Standard definieren könnte oder outlook.com direkt mit dem Outlook 2013 Kalender abgleichen könnte. Vielleicht bessert Microsoft ja noch nach und bringt uns CalDAV. Damit dürfte das dann gut funktionieren.

Warum Windows Phone im Vergleich zu Android und iOS vielleicht die Zukunft gehört

Wer sich heute ein Smartphone kaufen möchte, stellt sich in der Regel die Frage, ob es ein iPhone oder eins der vielen Android-Geräte sein soll. Dabei gibt es noch eine gute Alternative, der die Zukunft gehören könnte: Windows Phone von Microsoft. Richtig gelesen.

Seit der Version 8 (kurz auch WP8) genannt, ist Windows Phone ein wirklich gutes System geworden, das mit den etablierten Systemen gut mithalten oder sie sogar übertrumpfen kann. Was also genau spricht für WP8 und was nicht?

HardwareanforderungenApple stimmt seine iPhones sehr gut auf sein iOS ab. Das geht natürlich nur, wenn man nur wenige Geräte auf das System abstimmen muss. Mit dem iPhone 4, 4S und 5 sind es drei. Anders sieht es bei Android und WP8 aus. Diese werden von vielen Herstellern eingesetzt, darunter Samsung, HTC, LG, Nokia und anderen. Eine Anpassung an eine spezifische Hardware ist also schwierig. Das merkt man vor allem Android an, das als schwerfälliges System gilt, weil es viele Ressourcen schluckt. Inzwischen gibt es bereits Geräte mit einem Quadcore-Prozessor und 3 GB Arbeitsspeicher, damit Android gut darauf läuft. Anders sieht es bei WP8 aus, das sich architektonisch massiv von Android und iOS unterscheidet. Ein kleiner Dual-Core Prozessor und 512 MB Arbeitsspeicher sind für ein flüssiges System völlig ausreichend. Daher können die Geräte günstiger hergestellt werden und trotzdem schnell sein.

Apps
Apple und Android haben hier natürlich klare Vorteile: Beide Systeme haben große App-Stores, die seit Jahren wachsen. Bei WP8 ist die Auswahl nicht ganz so groß, aber Whatsapp, Facebook, Twitter und viele andere bekannte Apps wird man dort natürlich finden. Bonus WP8: Microsoft liefert gratis eine mobile Version von MS Office inklusive Online-Speicher mit. Das gibt es nirgendswo sonst.

Individualisierung
Mich stört an den Apple-Geräten immer, dass man mit dem Bildschirmplatz nichts anfangen kann. Man kann keine Termine einblenden, keine Uhr, kein Facebook und kein Twitter. Man muss für alles die App öffnen. Unpraktisch. Bei Android gibt es Widgets, die man auf mehreren Homescreens platzieren kann. Praktisch, aber nicht einfach zu bedienen. Bei WP8 gibt es die Kacheln, die verschiedene Größen annehmen können und Inhalte anzeigen können. Das ist zwar nicht ganz so flexibel wie bei Android, dafür aber sehr einfach.

Einfache Bedienung
iOS ist einfach, bietet aber kaum Individualisierungsmöglichkeiten. Android ist gerade für Anfänger oft viel zu kompliziert, WP8 hingegen findet einen guten Mittelweg zwischen Vielfalt und Einfachheit.

Offenheit
Das iOS von Apple beruht zwar grundsätzlich auf offener Technologie, allerdings wird man in ein komplett geschlossenes System gelekenkt, in dem man nur über iTunes Apps, etc. laden kann. Bei Microsoft sind das System und der Store auch geschlossen, im Gegensatz zu Android, wo das gesamte System offen ist und auch andere App-Stores wie etwa der von Amazon installiert werden können.

Synchronisierung
Kalender und Kontakte kann man mit Apple und Android gut synchronisieren, mit WP8 klappt das wegen einer noch nicht vorhandenen WebDAV und CalDAV-Unterstützung noch nicht so gut. Dafür ist der Skydrive-Speicher für Office mit angebunden.

Updates
Apple bringt für seine wenigen Geräte lange Updates, ein altes Gerät wird also einige Zeit mit der neusten Software versorgt. Ganz anders bei Android, wo Updates oftmals eher die Ausnahme als die Regel sind und von Hersteller zu Hersteller variieren. Gut: bei WP8 gibt es noch lange Updates, die aktuelle Version von WP8 wird bis zum Juli 2014 unterstützt, sobald es Updates (z.B. 8.1) gibt, wird es 18 Monate lang unterstützt – von allen Herstellern.

Kosten
Das „alte“ iPhone 4 kostet knapp 400 Euro und ist als Einstiegsgerät sehr teuer. Auch das iPhone 5 ist nicht gerade günstig – das kleinste gibt es für ca. 600 Euro. Anders ist das bei den Android und WP8-Geräten, wo es den günstigen Einstieg schon im Bereich von unter 150 Euro gibt. Spitzengeräte kosten in etwa so viel wie das iPhone 5, bieten aber deutlich mehr Ausstattung.

Fazit
Windows Phone ist klar im Aufwind. Zu den anderen Systemen fehlt kaum noch etwas. Wie man unten in der Tabelle sehen kann, liegt es gleichauf mit Android. Sicher fehlen bei dem einen oder Anderen System einige Dinge, aber das Gesamtkonzept stimmt. Apple ist deutlich abgeschlagen, man merkt dem System sein Alter an. Es ist teuer, wenig flexibel und im Gegensatz zur Konkurrenz nicht mehr attraktiv. WP8 macht sich, es sollte also eine klare Alternative beim Neukauf sein.

Vergleichstabelle

iOS Android WP 8
Hardwareanforderungen ++ o ++
Apps + ++ o
Individualisierung ++ ++
Einfache Bedienung + ++
Offenheit – – ++ – –
Synchronisierung + ++ o
Updates + ++
Kosten – – ++ ++
Gesamturteil o + +

(++ = sehr gut, + gut, o ausreichend, – mangelhaft, – – ungenügend)

 

Kaufberatung: Die besten Smartphones für jedes Budget im April 2013

Diese Kaufberatung ist veraltet. Eine aktuelle Version findet sich hier.

Der Smartphone-Markt ist in Bewegung – deshalb gibt es viele neue Angebote im April. Im Gegensatz zum letzten Monat werde ich die Smartphones nicht in feste Preiskategorien einteilen, sondern in Einstieg, untere Mittelklasse, obere Mittelklasse und Spitzenklasse. Maßgeblich für alle Empfehlungen sind technische Daten und das Preis-Leistungsverhältnis. Wer einen passenden Tarif sucht, kann hier schauen.

Was sollte ein Smartphone können?
Die Mindestanforderungen an ein Smartphone sind für mich nicht sehr hoch. Am wichtigsten ist das Display, das mindestens eine Auflösung von 800×480 Pixeln haben sollte – mehr ist natürlich immer besser. Nicht fehlen sollte ein Steckplatz für eine Micro-SD-Karte, da man so einfach seinen Speicherplatz für Musik und andere Daten erweitern kann, ohne dass es zu teuer wird oder man sich ein neues Handy kaufen muss. Ein austauschbarer Akku ist eigentlich auch ein Muss, denn wenn der Akku nicht oder schwer tauschbar ist, kann man das Smartphone vielleicht nur zwei oder drei Jahre nutzen.

Windows Phone, Android, Blackberry oder Apple?
Welches System man für sein Smartphone wählt, ist Geschmackssache. Die oben genannten vier sind die Systeme, zwischen denen man wählen sollte. Bislang sind die Geräte von Blackberry und Apple deutlich teurer als die Geräte mit Windows Phone oder Android, so dass ich nur die letzen beiden guten Gewissens empfehlen kann. Wichtig ist, dass man eine aktuelle Version des jeweiligen Systems erhält. Bei Windows Phone ist das Version 8, bei Android mindestens Version 4.1.

Einsteigersmartphones (bis ca. 150€)
Den günstigsten Einstieg bietet wahrscheinlich das Huawei Ascend Y300. Es ist für ca. 125 Euro im O2-Shop verfügbar. Man bekommt ein gut ausgestattetes Gerät mit einem Dual-Core-Prozessor und Android 4.1. Verzichten muss man auf ein kratzfestes Display. Eine Alternative ist das Mobisltel Cynus F3. Für etwa 130 Euro bekommt man ein Dual-SIM-Handy mit einer sonst ähnlichen Ausstattung wie das Y300. Selbst das Display ist akzeptabel, außerdem gibt es ein UKW-Radio, zwei Kameras und GPS.

Untere Mittelklasse (um 200€)
Hier gibt es zwei Modelle, die man sich einmal anschauen sollte. Beide kosten knapp über 200 Euro. Für die Androiden ist es das HTC Desire X, das in diesen Tagen das Update auf Android 4.1 erhalten sollte. Anosonsten liefert es alle Standard-Features, die in der Preisklasse üblich sind. Bemerkenswert sind die 768 MB Arbeitsspeicher, etwas mehr als die Konkurrenz. Dazu gibt es noch die Beats Audio Ohrhörer.
Die Alternative von der Windows Phone Fraktion ist das Nokia Lumia 620 für ebenfalls knapp über 200€. Das bunte Design und die kompakte Größe sind sehr attraktiv. Es ist vielleicht sogar das beste Angebot dieser Preisklasse und dürfte bald deutlich unter 200 Euro kosten.

Obere Mittelklasse (300-400€)
Hier gibt es zwei Android-Geräte, die empfehlenswert sind. Beide haben einen Micro-SD-Slot und einen wechselbaren Akku. Ansonsten gibt es einen Quadcore-Prozessor, 1 GB Ram, eine gute GPU und ein hochauflösendes Display. Wer mit 8 GB internem Speicher zurecht kommt und kein NFC benötigt, der sollte sich das Huawei Ascend G615 anschauen, das nur 279 Euro kostet, alle anderen wählen das Samsung Galaxy S3 i9300. Das Google Nexus 4 ist direkt bei Google ab 299 Euro erhältlich, hat aber im Gegensatz zu den beiden anderen Modellen keinen Micro-SD-Slot und ist deshalb eher keine Empfehlung.

Oberklasse (Geld spielt keine Rolle)
Wer zu viel Geld hat, sollte sich das Samsung Galaxy S4 vorbestellen. Das kann einfach alles, kostet aber aktuell auch etwa 650 Euro.

Fazit
Die Mittelklasse-Smartphones dürften für die meisten Nutzer mehr als ausreichend sein. Gerade in der unteren Mittelklasse sind die Windows Phone 8 Geräte sehr attraktiv, bei den teureren Geräten gibt es kaum bessere Hardware und kaum bessere Displays, dort sind die Androiden klar im Vorteil. Generell soll Windows Phone mit den Systemressourcen deutlich sparsamer als Android umgehen. Was würde ich kaufen? Mit wenig Geld das Nokia Lumia 620, mit etwas mehr Geld das Samsung Galaxy S3.

Kalender OTA-Synchronisieren mit Outlook 2013 nicht möglich

[Edit: Es gibt doch eine Lösung, die aber nicht 100% optimal ist.]

Manchmal denke ich, dass Microsoft seinen Kunden nicht zuhört. Manchmal ist es hinderlich, wenn man sich nicht an allgemeine Standards hält. Und manchmal ist es einfach nur absurd.

Was möchte ich mit meinem Outlook 2013 (Preview, macht aber in diesem Fall keinen Unterschied) machen? Ich möchte, dass ich meinen Kalender mit meinem Online-Kalender (Google) und meinem Android-Smartphone synchronisiere. Eine kleine Hürte: OTA – over the air, also über das Internet. Viele Leute synchronisieren ihr Smartphone, indem sie es mit dem PC verbinden. Aber wer macht das heute schon? Ich möchte, dass mein Outlook und mein Smartphone automatisch immer up to date sind.

Bislang gab es die Möglichkeit, mit Google Calendar Sync Outlook mit dem Google Kalender abzugleichen. Diesen kann man dann auch mit dem Smartphone nutzen. Google hat diesen Service aber eingestellt, nur bei Bestandskunden läuft der Service noch – bei Outlook 2013 hin und wieder mit nervigen Meldungen, dass das Profil nicht gefunden wird. Google meint übrigens, dass nun CalDav unterstützt wird und alle dieses offene Protokoll nutzen sollen. Das hat Microsoft trotz Vorwarnungen überrascht und zu Sync-Problemen bei Windows Phones geführt, die nun im Sommer einen CalDav-Support bekommen sollen.

Doch was macht man, wenn man Outlook nutzt? Hier wird es absurd. Mit Outlook 2007 und 2010 kann man mit dem Hotmail Connector seinen Kalender, Kontakte und Mails synchronisieren. Bei Outlook 2013 benötigt man den Hotmail Connector nicht, denn man kann Hotmail (und damit outlook.com) direkt einbinden. Das passt gut zur Web-Strategie von Microsoft, denn Office wird neuerdings entweder als herkömmliche Lizenz oder als Office 365 Abo verkauft.

Hier fangen die Probleme aber an. Outlook erstellt nämlich für Hotmail einen eigenen Ordner, den man nicht in seinen bisherigen PST-Ordner integrieren kann. Man wird also dazu gezwungen, alle Daten in den Hotmail-Ordner zu verschieben. Kleines Problem: Das ist nicht möglich. Denn Outlook lehnt das Verschieben von Mails und anderen Elementen ab. Es ist also nicht möglich, sein bestehendes Outlook mit den Microsoft-Onlinediensten abzugleichen. Tolles Konzept.

Wenn die Leute von Microsoft halbwegs klar denken können, bauen die in ihr tolles Outlook 2013 eine CalDav-Funktion ein, die es übrigens in der Beta durchaus gegeben haben soll. Dann könnten wir endlich alle unsere Geräte mit Outlook abgleichen – ob Blackberry, Android, Windows Phone oder iPhones. Mal sehen, ob Microsoft das kapiert.

Outlook-Kalender mit einem Blackberry ohne Google OTA synchronisieren

Ich persönlich mag Blackberrys ja nicht besonders. Sie wurden erfunden, um Informationen möglichst schnell (push) an ein Mobilgerät zu senden. Leider beschränkt sich das für den Endnutzer ohne Blackberry Enterprise Server in der Regel auf E-Mails. In der Regel werden aber auch die Kalender-Informationen benötigt und es ist unpraktisch, diese erst via Kabel oder Bluetooth mit dem PC über die Blackberry Desktop Software zu synchronisieren.

Gerade mit Outlook ist dies ein Problem, da es die üblichen Kalenderstandards wie CalDav nicht unterstützt. Zuletzt haben sich viele mit der Software Google Calendar Sync beholfen, die den Outlook Kalender mit dem Google Online Kalender synchronisiert. Diesen Google Online Kalender wiederum konnte man über das Internet (also over the air, kurz ota) mit dem Blackberry synchronisieren. Die Betonung in diesem Fall lieft auf konnte, denn zum 31.01.2013 stellt Google die Synchronisierungssoftware für Outlook ein.

Was also tun? Als Alternative habe ich bislang nur Zoho gefunden. Diese funktioniert auch nur mit Outlook 2003 und 2007. Outlook 2010 und 2013 werden bislang nicht unterstützt. Hier die Anleitung:

  1. Bei Zoho für den kostenlosen Kalender registrieren: www.zoho.com/calendar/
  2. Auf der gleichen Seite das Outlook-Plugin herunterladen
  3. Das Outlook-Plugin im Outlook einrichten (Zoho-Benutzerdaten) und synchronisieren
  4. Zoho Mobile Sync für Blackberry auf dem Blackberry einrichten: zsync.zohosites.com/BlackBerry.html
  5. Auf dem Blackberry in der Zoho-Software (findet sich unter Downloads) Zoho-Userdaten eingeben und synchronisieren

Ob die Zoho-Software für Outlook den Kalender automatisch synchronisiert, ist mir aktuell nicht bekannt. Also lieber hin und wieder auf den Sync-Button drücken.

Für Privatpersonen halte ich Smartphones mit Android oder Windows Mobile für geeigneter als Blackberry-Geräte. Bei beiden ist die Synchronisierung mit Outlook einfacher. Bei Android kann man den Kalender über den Live/Hotmail-Kalender synchronisieren, wenn man den Outlook-Connector für Hotmail verwendet, der ein Teil der Windows Essentials ist. Das Android-Smartphone wiederum kann man dann mit der Live-App oder Outlook.com-App bestücken, welche auch Kalender-Features bietet.