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Überwachung – die Mitschuld der Bürger

Überwachung ist überall – Internet, Post, Telefon, GPS, Kameras und so weiter. Die aktuellen technischen Möglichkeiten bieten eine fast flächendeckende Überwachung, die auch von Geheimdiensten, Kriminellen und auch Firmen genutzt werden. Aber – sind wir nicht selber mit für diese Überwachung verantwortlich?

Wir geben unsere Daten Preis

Unsere Daten gehören uns, wir können damit tun und lassen, was wir möchten. Natürlich geben wir unsere Daten preis – freiwillig und unfreiwillig. Wer zum Arzt geht, wird natürlich in einer Datenbank erfasst, wer ein Paket verschickt oder bekommt, ebenfalls. Das lässt sich nicht vermeiden. Auch im Internet hinterlassen wir unsere Spuren, wir werden getrackt, kommunizieren via Facebook und Google, nutzen vielleicht noch Twitter und Fotodienste wie Instagram. Je mehr Daten von uns bekannt sind, desto mehr lässt sich ein Profil von uns erstellen.

Dabei wäre es eigentlich nicht schlimm, wenn wir unsere Daten nur denen zur Verfügung stellen würden, die sie auch sehen möchten. Doch was helfen einem die ganzen Einstellungen zur Privatsphäre bei Facebook, wenn die NSA und andere dann doch an alle Daten herankommen? Fakt ist: Wo Menschen sind, sind auch Daten. Wir sind reine Datenschleudern. Das liegt an unserem Sozialverhalten, unserem Wunsch nach Kommunikation und schlicht und einfach an unserer Sozialisation – vielleicht sogar an unseren Genen.

Abstrakte Ängste

Nach dem 11. September 2001 wurde alles dafür getan, weitere schwere Terroranschläge zu verhindern. Spätestens dann begannen in den USA, aber auch in anderen Staaten, massive Überwachungsmaßnahmen. Begründung: Durch eine flächendeckende Überwachung seien Terroristen leichter zu identifizieren, auch andere Straftaten ließen sich leichter aufklären.

Gebracht haben diese Maßnahmen bislang wenig. Sicher wurden hin und wieder einzelne Terroristen und Kriminelle zur Strecke gebracht, die Anschläge auf den Boston Marathon wurden aber beispielsweise nicht verhindert. Dennoch wird die komplette Überwachung immer als positiv dargestellt, denn wer nichts zu verbergen hat, hat ja auch nichts zu befürchten.

Der Clou: Jeder nicht verhinderte Anschlag wird dazu genutzt, die Überwachungen auszuweiten. Wir kennen es aus Deutschland: Wenn ein Schüler in einer Schule Amok läuft, dann wird immer wieder die stärkere Kontrolle von Waffen, das Verbot von „Killerspielen“ und eine bessere Überwachung gefordert – von den Bürgern, Medien und der Polizei. Das Problem: Trotz dieser Maßnahmen gäbe es noch immer solche Amokläufe – sie lassen sich einfach nicht vollständig verhindern. Dennoch sind sie äußerst selten.

Gleiches gilt auch für die Porno-Sperren im Internet. Porno-Seiten lassen sich einfach nicht komplett filtern. In Großbritannien etwa werden inzwischen standardmäßig Pornoseiten gesperrt, wer das nicht möchte, muss das extra beantragen. Grund: Schutz der Jugend. Mit dieser Begründung betreibt China ja auch die große Firewall, die viele westliche Webseiten (inklusive Facebook, Spiegel Online und viele mehr) ausfiltert. Willkommen im Überwachungsstaat.

Selber schuld

Natürlich sind viele verfügbare Daten für Auswerter praktisch. Für die Werbung, für die Spionage, für Geheimdienste. Wer sich also wundert, dass unsere Daten von Geheimdiensten ausgewertet werden, ist einfach nur naiv. Natürlich tun sie das. Die Frage ist doch, warum wir ihnen das erlauben oder dieses Verhalten zumindest dulden.

Einer der Gründe dafür könnte ein gesteigertes Sicherheitsempfinden durch solche Maßnahmen sein. Nach dem 11. September 2001 wurde ja genau dies gepredigt und von der Politik umgesetzt. Indirekt haben wir unseren Staat selbst dazu beauftragt, uns und andere flächendeckend zu überwachen. Wir haben die Politiker gewählt, die genau das wollten und wollen. Und jetzt sind wir alle überrascht. Selber schuld.

Noch haben wir eine Demokratie, die diese Daten in skandalöser Weise nutzt. Was aber passiert, wenn diese in eine Diktatur umschwenkt? Was würden ein Hitler oder eine Stasi heute mit den Daten machen? Diese Fragen sollten wir uns stellen – und zwar dauerhaft.

Ausblick

Es ist doch jetzt schon klar, was passieren wird. Die Überwachung wird von der Politik „aufgearbeitet“, dann gibt es einen Bericht, dann wird sie vielleicht etwas eingeschränkt. Macht ja nichts – beim nächsten Terroranschlag oder bei der nächsten Gefahrenlage kann man das ja wieder rückgängig machen. Mit dem Segen der Bürger.

Bildnachweis: Hustvedt via Wikimedia Commons

Christen vs. Atheisten – eine Frage der Statistik?

Für mich ist es immer wieder interessant zu sehen, wie sehr Statistiken im Bezug auf Religionszugehörigkeit gegeneinander gewichtet werden. Es ist an der Zeit, die Informationen einmal etwas aufzudröseln.

Beginnen wir bei einer Begriffsklärung. Oft wird Atheismus gegen Agnostizismus ausgespielt. Dabei sind dies keine sich gegenseitig ausschließenden Ansichten. Atheismus bezeichnet lediglich den fehlenden Glauben an einen oder mehrere Götter. Agnostizismus bezeichnet den Mangel an Wissen darüber, ob es einen Gott gibt. Deshalb werden die meisten Atheisten auch Agnostiker sein, denn es lässt sich weder beweisen noch widerlegen, dass es einen Gott gibt. Ob man an ihn (oder mehrere) glaubt, ist dann eine andere Frage. Im Prinzip müssten alle Menschen Agnostiker sein, denn niemand kann mit Sicherheit wissen, dass es einen oder mehrere Götter gibt.

Von christlicher Seite aus hat man neulich festgestellt, dass nur 17 Prozent der Deutschen Atheisten („Gottesleugner“) sind. Nach der Studie sind 33% der Bevölkerung sind konfessionslos, 30% Angehörige der Katholischen Kirche und 29% Mitglieder der Evangelischen Kirche. Der Rest verteilt sich auf Muslime (5%), weitere Kirchen (1,9%) und weitere Religionen (0,66%).

Nimmt man das als Maßstab, dann ist Deutschland ein wirklich sehr christliches Land. Anders sieht es aus, wenn man die Leute anders fragt. Welch Wunder. Michael Schmidt-Salomon zitiert deshalb eine andere Umfrage von Allensbach, in der sich 57% der Bevölkerung als „nichtreligiös“ bezeichnen. Von den Katholiken sind das laut dieser Studie 64%, bei den Protestanten 53%. Diese Studie zeigt also genau das Gegenteil von der erstgenannten Studie. Nach dieser Studie gehen nur 36% der Deutschen (?) überhaupt noch in die Kirche, wobei nicht differenziert wird, wie oft. Ein einzelner Besuch zu Weihnachten würde da schon zählen.

Diese Zahlen können im Bezug auf die vielen Ungläubigen durchaus glaubwürdig sein, denn ein Kirchenmitglied muss noch lange nicht religiös sein. Um hier klare Grenzen zu ziehen, fragt man in der Regel nach dem Besuch religiöser Veranstaltungen. Gläubige Menschen gehen zur Kirche, ungläubige nicht oder nur zu Weihnachten, weil es sich so gehört.

Eine interessante Statistik von der Evangelischen Kirche selbst, belegt, wie gering die Beteiligung an den Gottesdiensten ist. An Gottesdiensten nehmen durchschnittlich nur rund 3,6% der Mitglieder teil, am niedrigsten ist der Gottesdienstbesuch in Norddeutschland, wo nur 2,2% der Mitglieder an Gottesdiensten teilnehmen. Ähnlich sieht es bei der Katholischen Kirche aus, dort besuchen von 24,5 Millionen Mitgliedern gerade einmal 3,0 Millionen regelmäßig die Gottesdienste, das sind immerhin 12,25%. Oder anders ausgedrückt: Rund 3,7% der Bevölkerung besucht katholische Gottesdienste und rund 1% der Bevölkerung evangelische Gottesdienste. Das ist wenig. Man muss also Annehmen, dass ein Großteil der Bevölkerung wenn überhaupt, dann nur zu besonderen Veranstaltungen wie Konfirmationen, zu Ostern oder Weihnachten in die Kirche geht.

Beide Kirchen nehmen also für sich in Anspruch, dass sie 59% der Bevölkerung vertreten, obwohl es insgesamt nur 4,7% wirklich aktive Gläubige gibt. Der Rest ist einfach so Mitglied, warum auch immer. Warum sollte man Kirchenmitglied sein, wenn man sich nicht mit der Institution identifiziert? Das ist im Prinzip so, als wäre man ADAC-Mitglied ohne ein Auto zu haben.

Es lässt sich also feststellen, dass die Rolle der Kirchen in unserer Gesellschaft oftmals übertrieben wird. Gläubige Kirchenmitglieder sind eher die Ausnahme als die Regel, man könnte fast von einer Randerscheinung sprechen. Bis das aber in der Öffentlichkeit ankommt, werden wohl noch einige Jahre vergehen.

Die besten Smartphone-Tarife für März 2013

Heute möchte ich schauen, was der März an Smartphonetarifen bringt, Kauftipps für Smartphones hatte ich bereits gestern gepostet. O2 hat beispielsweise sein Tarifangebot umgekrempelt, aber auch die anderen Anbieter haben einige Änderungen an ihren Tarifen vorgenommen. Wer wenig bis mittel viel telefoniert und im Internet surft, ist auch im März mit den Tarifen von Aldi und Lidl bestens bedient. Es gibt auf dem Markt einige Tarife, die ein klein wenig günstiger sind, dafür aber deutlich weniger Leistung bieten und vor allem eine zweijährige Vertragslaufzeit.

Für alle, die eine Allnet-Flat haben möchten, hier die besten günstigsten Tarife. Sie sollten, um für Smartphones geeignet zu sein, mindestens 500 MB an schnellem Datenvolumen aufweisen. Ich habe die Tabelle von günstig nach teuer sortiert. Unten gebe ich noch Empfehlungen. Wem die Mobilfunknetze nichts sagen, der sollte sich den Netztest der Computerbild oder von Connect aus dem November 2012 einmal näher anschauen.

Tarife bis 500 MB Internet-Volumen

Simyo
Computerbild
BASE
Allnet Flat
O2 Blue
All-in M
Congstar
Allnet Flat M
Monatspreis 19,90 30,00 28,49 29,99
Gesamtpreis 24 Monate 477,60 630 683,76 719,67
Netz E-Plus E-Plus O2 T-Mobile
Freiminuten unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt
SMS unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt
MB Internet 500 500 500 500
Drosselung auf 56 kbit/s 56 kbit/s 32 kbit/s 64 kbit/s
Festnetznummer nicht möglich inklusive inklusive nicht möglich
Rufumleitung nicht möglich wohl kostenlos 0,29€/Min,
O2 kostenlos
kostenlos
Extras Nur 3,6 Mbit
Surfgeschwindigkeit

Tarife mit 1 GB Internet-Volumen

Simyo 1GB
Computerbild
1&1
All-Net-Flat Plus
Congstar
Allnet Flat L
  BASE
Allnet Flat
Monatspreis 24,90 29,99 34,99  35
Gesamtpreis 24 Monate 597,60 719,76 839,76  840
Netz E-Plus Vodafone T-Mobile  E-Plus
Freiminuten unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt  unbegrenzt
SMS unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt  unbegrenzt
MB Internet 1000 1000 1000  1000
Drosselung auf 56 kbit/s 64 kbit/s 64 kbit/s  64 kbit/s
Festnetznummer nicht möglich nicht möglich nicht möglich  inklusive
Rufumleitung nicht möglich kostenlos kostenlos  wohl kostenlos
Extras Internet mit 14,4 Mbit,
500 MB Extra für 2,99,
25 GB Online-Speicher
Internet nur
mit 3,6 MBit

Tarife mit 2 GB oder mehr Datenvolumen

O2 Blue
All-in L
1&1
All-Net-Flat Pro
O2 Blue
All-in XL
Monatspreis 37,99 39,99 47,49
Gesamtpreis 24 Monate 911,76 959,76 1139,76
Netz O2 Vodafone O2
Freiminuten unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt
SMS unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt
MB Internet 2000 2000 5000
Drosselung auf 32 KBit/s 64 KBit/s 32 KBit/s
Festnetznummer inklusive nicht möglich inklusive
Rufumleitung 0,29€
O2 kostenlos
kostenlos 0,29€
O2 kostenlos
Extras LTE Internet mit 14,4 MBit,
100 MB im Ausland inkl.
LTE, 14 Tage
Daten-Roaming

Die Tarife von der Telekom und Vodafone fehlen komplett, da sie einfach ungefähr doppelt so teuer sind wie die restlichen Tarife. Es fehlen auch die O2-Reseller, da die neuen O2 Blue Tarife einfach günstiger als die Reseller-Tarife sind. Da wird sich sicher bald etwas tun.

Was ist also der beste Tarif? Es kommt darauf an, was man möchte. Wer ein straffes Budget hat, sollte den Simyo-Tarif mit 500 MB Datenvolumen nehmen. Für 20 Euro gibt es keinen besseren Tarif. Ansonsten ist generell der 1&1 All-Net-Flat Plus Tarif sehr attraktiv – schnelles Internet, das man auch noch nachbuchen kann für nur 30 Euro. Zwei Tipps zu diesem Tarif: Unbedingt nur 24 Monate laufen lassen, danach wird es teurer und eventuell für den Aufpreis von 10 Euro im Monat ein Smartphone mitbestellen – für insgesamt 240 Euro erhält man Geräte, die bis zu 320 Euro auf dem normalen Markt kosten. Wer eine Festnetznummer und eine kostenlose Anrufweiterleitung braucht, sollte zu BASE gehen. Nur dort gibt es diese Features zu akzeptablen Preisen.

Fazit: Wer heute über 35 Euro für seinen Mobilfunk-Tarif bezahlt, sollte schnellstens den Tarif wechseln. Es ist möglich, die Hälfte oder mehr zu sparen, ohne wirklich Qualitätseinbußen zu haben.