Kategorie-Archiv: Technik

Telekom, Netzneutralität und als Flatrate getarnte Volumentarife

Die Deutsche Telekom hat verkündet, dass sie zukünftig bei DSL und VDSL-Neuverträgen eine Beschränkung des Datenvolumens einführen möchte. Danach wird die Leitung automatisch gedrosselt. Teilweise hat man dann nur noch 75 Gigabyte an Datenvolumen im Monat zur Verfügung, danach wird auf 384 Kbit/s gedrosselt – langsamer als Internet auf dem Handy. Das alles soll ab dem 02. Mail gelten, umgesetzt werden soll die Drosselung technisch dann erst ab 2016.

Der Aufschrei ist natürlich groß. So wird in vielen Blogs und Medien über das Thema diskutiert. Dabei ist das Konzept einer gedrosselten Flatrate ja nichts neues. Im Gegenteil: In der Mobilfunkwelt gibt es eigentlich keine richtige Flatrate. Es gibt immer nur Volumenpakete, die nach einem bestimmten Volumen wie 200, 300, 500 oder 1000 MB auf eine elendig langsame Geschwindigkeit gedrosselt werden, die das Internet zwar noch verfügbar aber quasi unbenutzbar macht. Die Telekom arbeitet schon länger mit Tarifen, die im Festnetz eine Drosselung vorsehen. Geschäftskunden, denen gerade massiv via Callcenter neue VDSL-Tarife angedreht werden sollen, müssen mit einer Drosselung ab teilweise ab 200 Gigabyte rechnen. Wer das nicht glaubt, einfach hier im Kleindedruckten nachlesen.

Ist das Ganze nun ein Skandal oder einfach nur unglaublich blöd? Beides vielleicht. Es ist ein Skandal, weil die Telekom eigene Dienste wie Entertain aus der Drosselung ausnehmen möchte und dabe die Netzneutralität verletzt. Das ist wieder ein Punkt, der in den Handynetzen schon länger praktiziert wird, etwa mit dem Spotify-Angebot der Telekom oder aber dem neuen Joyn-Angebot. Der Telekom ist die Netzneutralität nicht wichtig, viel wichtiger ist es, eigene Angebote zu attraktiven Konditionen auf den Markt zu bringen. Der Kunde freut sich, weil er oftmals nicht begreift, wie wichtig die Netzneutralität für das Internet ist. Das Internet ist ein globales Netzwerk, die Bevorzugung einzelner Dienste oder Angebote führt dazu, dass das Internet nur aus einzelnen Inseln besteht.

Die Ankündigung der Telekom ist auch einfach nur unglaublich blöd. Der DSL-Markt ist hart umkämpft, die Kabelanbieter trumpfen sogar mit eigenen Leitungen zum Endverbraucher auf. Das Angebot der Telekom war bisher preislich nie besonders attraktiv, bei der Konkurrenz konnte man immer ordentlich Geld sparen. Das wird jetzt noch extremer werden, wenn die Konkurrenz ihre Flatrates beibehält, wie es Vodafone schon angekündigt hat. Warum sollte jemand zur Telekom wechseln, wenn die Konkurrenz deutlich mehr Internet für deutlich weniger Geld anbietet? Ehrlich gesagt: Keine Ahnung.

Dennoch sollte die Politik eingreifen. Von mir aus kann jeder Anbieter sein Internetangebot drosseln, wenn er möchte. Er sollte es dann aber nicht Flatrate nennen dürfen, sondern Volumenpaket. Er sollte auch keine eigenen Dienste bevorzugen dürfen, da dies die Konkurrenz im Internet schädigt. Wer Entertain bevorzugt, benachteiligt Drittanbieter mit einem ähnlichen angebot. Das wäre so, als ob man im Monat im Auto 50 Kilometer mit beliebiger Geschwindigkeit fahren dürfte und dann auf 30 km/h gebremst werden würde – es sei denn, man befände sich auf einer Telekom-Mautstrecke. Das geht natürlich nicht.

Was taugt das neue Aldi Notebook? (Medion Akoya P6640, April 2013)

Ab morgen gibt es bei Aldi wieder einmal ein Notebook, das Medion Akoya P6640 (MD 99220). Kostenpunkt: 459 Euro. Das Gerät ist auf jeden Fall sein Geld wert, allerdings nur, wenn man wirklich alle Features benötigt.

Insgesamt hat das Gerät eine gute Mittelklasse-Ausstattung. Ein Intel Core i3-3120M Prozessor sorgt für ausreichende Geschwindigkeit, dazu gibt es eine relativ leistungsfähige Grafikkarte (Nvidia Geforce 740M 1GB) und einen mit 8GB sehr groß bemessenen Arbeitsspeicher. Das Gerät hat aber auch Problemzonen. Die „riesige“ Festplatte mit 1TB kann zwar viele Daten speichern, ist aber langsam. Für mehr Geschwindigkeit wäre eine SSD deutlich besser gewesen. Außerdem ist da das Display. 15,6 Zoll sind ganz schön groß, die Auflösung von 1366×768 Pixeln ist einfach zu niedrig. Man sollte bedenken, dass Smartphones wie etwa das Samsung Galaxy S4 über eine Displayauflösung von 1980×1020 Pixeln verfügen – auf 5 Zoll wohlgemerkt. Auch das Gewicht (2,8kg) und die Akkulaufzeit sind eher unattraktiv. Ansonsten bietet das Gerät noch einige Extras wie Bluetooth, Intel Wireless Display, einen austauschbaren DVD-Brenner und eine Windows 8 Lizenz.

Die Zielgruppe des Akoya P6640 sind Nutzer, die das Gerät bei sich Zuhause stehen haben und selten unterwegs benutzen. Die Grafikkarte dürfte sicher für eine jüngere Zielgruppe sprechen, der Rest der Ausstattung eher für die Standard Office-Verwendung. Grußkarten, Word, Excel, Powerpoint und Internet können neben einigen 3D-Spielen genutzt werden. Wer keine 3D-Spiele spielt, sollte von einem Kauf absehen, denn hier gibt es deutlich günstigere Geräte, die von der Leistung her locker ausreichend sein sollten.

Was sind die Alternativen? Wer sein Notebook nur als bessere Schreibmaschine und für einfache Office-Anwendungen verwenden möchte, der kann mit dem HP Compaq CQ58-346SG immerhin 100 Euro sparen. Es gibt dann einen langsameren Pentium-Prozessor, nur 4 GB Arbeitsspeicher und keine tolle Grafikkarte. Aber für 359 Euro ist das Compaq-Angebot völlig ausreichend.

Preislich auf gleichem Nieveau bewegt sich das Lenovo IdeaPad S400, das als 14 Zoll Notebook nur 1,8kg wiegt und so deutlich kompakter und transportabler ist. Es ist langsamer als das Medion, hat weniger Speicher und kein DVD-Laufwerk. Dafür ist es aber wie gesagt 1kg leichter. Das macht sich schon bemerkbar. Für 359 Euro halte ich das Gerät für ein Schnäppchen.

Fazit: Wer nur hin und wieder einmal mit seinem Notebook arbeitet und keine hohen Ansprüche hat, für den ist das Aldi-Angebot oder eine der beiden Alternativen sicher eine gute Wahl. Wer ein leichtes, mobiles und gut ausgestattetes Gerät haben möchte, bei dem auch noch der Akku lange hält, der muss deutlich mehr ausgeben.

Warum Windows Phone im Vergleich zu Android und iOS vielleicht die Zukunft gehört

Wer sich heute ein Smartphone kaufen möchte, stellt sich in der Regel die Frage, ob es ein iPhone oder eins der vielen Android-Geräte sein soll. Dabei gibt es noch eine gute Alternative, der die Zukunft gehören könnte: Windows Phone von Microsoft. Richtig gelesen.

Seit der Version 8 (kurz auch WP8) genannt, ist Windows Phone ein wirklich gutes System geworden, das mit den etablierten Systemen gut mithalten oder sie sogar übertrumpfen kann. Was also genau spricht für WP8 und was nicht?

HardwareanforderungenApple stimmt seine iPhones sehr gut auf sein iOS ab. Das geht natürlich nur, wenn man nur wenige Geräte auf das System abstimmen muss. Mit dem iPhone 4, 4S und 5 sind es drei. Anders sieht es bei Android und WP8 aus. Diese werden von vielen Herstellern eingesetzt, darunter Samsung, HTC, LG, Nokia und anderen. Eine Anpassung an eine spezifische Hardware ist also schwierig. Das merkt man vor allem Android an, das als schwerfälliges System gilt, weil es viele Ressourcen schluckt. Inzwischen gibt es bereits Geräte mit einem Quadcore-Prozessor und 3 GB Arbeitsspeicher, damit Android gut darauf läuft. Anders sieht es bei WP8 aus, das sich architektonisch massiv von Android und iOS unterscheidet. Ein kleiner Dual-Core Prozessor und 512 MB Arbeitsspeicher sind für ein flüssiges System völlig ausreichend. Daher können die Geräte günstiger hergestellt werden und trotzdem schnell sein.

Apps
Apple und Android haben hier natürlich klare Vorteile: Beide Systeme haben große App-Stores, die seit Jahren wachsen. Bei WP8 ist die Auswahl nicht ganz so groß, aber Whatsapp, Facebook, Twitter und viele andere bekannte Apps wird man dort natürlich finden. Bonus WP8: Microsoft liefert gratis eine mobile Version von MS Office inklusive Online-Speicher mit. Das gibt es nirgendswo sonst.

Individualisierung
Mich stört an den Apple-Geräten immer, dass man mit dem Bildschirmplatz nichts anfangen kann. Man kann keine Termine einblenden, keine Uhr, kein Facebook und kein Twitter. Man muss für alles die App öffnen. Unpraktisch. Bei Android gibt es Widgets, die man auf mehreren Homescreens platzieren kann. Praktisch, aber nicht einfach zu bedienen. Bei WP8 gibt es die Kacheln, die verschiedene Größen annehmen können und Inhalte anzeigen können. Das ist zwar nicht ganz so flexibel wie bei Android, dafür aber sehr einfach.

Einfache Bedienung
iOS ist einfach, bietet aber kaum Individualisierungsmöglichkeiten. Android ist gerade für Anfänger oft viel zu kompliziert, WP8 hingegen findet einen guten Mittelweg zwischen Vielfalt und Einfachheit.

Offenheit
Das iOS von Apple beruht zwar grundsätzlich auf offener Technologie, allerdings wird man in ein komplett geschlossenes System gelekenkt, in dem man nur über iTunes Apps, etc. laden kann. Bei Microsoft sind das System und der Store auch geschlossen, im Gegensatz zu Android, wo das gesamte System offen ist und auch andere App-Stores wie etwa der von Amazon installiert werden können.

Synchronisierung
Kalender und Kontakte kann man mit Apple und Android gut synchronisieren, mit WP8 klappt das wegen einer noch nicht vorhandenen WebDAV und CalDAV-Unterstützung noch nicht so gut. Dafür ist der Skydrive-Speicher für Office mit angebunden.

Updates
Apple bringt für seine wenigen Geräte lange Updates, ein altes Gerät wird also einige Zeit mit der neusten Software versorgt. Ganz anders bei Android, wo Updates oftmals eher die Ausnahme als die Regel sind und von Hersteller zu Hersteller variieren. Gut: bei WP8 gibt es noch lange Updates, die aktuelle Version von WP8 wird bis zum Juli 2014 unterstützt, sobald es Updates (z.B. 8.1) gibt, wird es 18 Monate lang unterstützt – von allen Herstellern.

Kosten
Das „alte“ iPhone 4 kostet knapp 400 Euro und ist als Einstiegsgerät sehr teuer. Auch das iPhone 5 ist nicht gerade günstig – das kleinste gibt es für ca. 600 Euro. Anders ist das bei den Android und WP8-Geräten, wo es den günstigen Einstieg schon im Bereich von unter 150 Euro gibt. Spitzengeräte kosten in etwa so viel wie das iPhone 5, bieten aber deutlich mehr Ausstattung.

Fazit
Windows Phone ist klar im Aufwind. Zu den anderen Systemen fehlt kaum noch etwas. Wie man unten in der Tabelle sehen kann, liegt es gleichauf mit Android. Sicher fehlen bei dem einen oder Anderen System einige Dinge, aber das Gesamtkonzept stimmt. Apple ist deutlich abgeschlagen, man merkt dem System sein Alter an. Es ist teuer, wenig flexibel und im Gegensatz zur Konkurrenz nicht mehr attraktiv. WP8 macht sich, es sollte also eine klare Alternative beim Neukauf sein.

Vergleichstabelle

iOS Android WP 8
Hardwareanforderungen ++ o ++
Apps + ++ o
Individualisierung ++ ++
Einfache Bedienung + ++
Offenheit – – ++ – –
Synchronisierung + ++ o
Updates + ++
Kosten – – ++ ++
Gesamturteil o + +

(++ = sehr gut, + gut, o ausreichend, – mangelhaft, – – ungenügend)

 

Kaufberatung: Die besten Smartphones für jedes Budget im April 2013

Diese Kaufberatung ist veraltet. Eine aktuelle Version findet sich hier.

Der Smartphone-Markt ist in Bewegung – deshalb gibt es viele neue Angebote im April. Im Gegensatz zum letzten Monat werde ich die Smartphones nicht in feste Preiskategorien einteilen, sondern in Einstieg, untere Mittelklasse, obere Mittelklasse und Spitzenklasse. Maßgeblich für alle Empfehlungen sind technische Daten und das Preis-Leistungsverhältnis. Wer einen passenden Tarif sucht, kann hier schauen.

Was sollte ein Smartphone können?
Die Mindestanforderungen an ein Smartphone sind für mich nicht sehr hoch. Am wichtigsten ist das Display, das mindestens eine Auflösung von 800×480 Pixeln haben sollte – mehr ist natürlich immer besser. Nicht fehlen sollte ein Steckplatz für eine Micro-SD-Karte, da man so einfach seinen Speicherplatz für Musik und andere Daten erweitern kann, ohne dass es zu teuer wird oder man sich ein neues Handy kaufen muss. Ein austauschbarer Akku ist eigentlich auch ein Muss, denn wenn der Akku nicht oder schwer tauschbar ist, kann man das Smartphone vielleicht nur zwei oder drei Jahre nutzen.

Windows Phone, Android, Blackberry oder Apple?
Welches System man für sein Smartphone wählt, ist Geschmackssache. Die oben genannten vier sind die Systeme, zwischen denen man wählen sollte. Bislang sind die Geräte von Blackberry und Apple deutlich teurer als die Geräte mit Windows Phone oder Android, so dass ich nur die letzen beiden guten Gewissens empfehlen kann. Wichtig ist, dass man eine aktuelle Version des jeweiligen Systems erhält. Bei Windows Phone ist das Version 8, bei Android mindestens Version 4.1.

Einsteigersmartphones (bis ca. 150€)
Den günstigsten Einstieg bietet wahrscheinlich das Huawei Ascend Y300. Es ist für ca. 125 Euro im O2-Shop verfügbar. Man bekommt ein gut ausgestattetes Gerät mit einem Dual-Core-Prozessor und Android 4.1. Verzichten muss man auf ein kratzfestes Display. Eine Alternative ist das Mobisltel Cynus F3. Für etwa 130 Euro bekommt man ein Dual-SIM-Handy mit einer sonst ähnlichen Ausstattung wie das Y300. Selbst das Display ist akzeptabel, außerdem gibt es ein UKW-Radio, zwei Kameras und GPS.

Untere Mittelklasse (um 200€)
Hier gibt es zwei Modelle, die man sich einmal anschauen sollte. Beide kosten knapp über 200 Euro. Für die Androiden ist es das HTC Desire X, das in diesen Tagen das Update auf Android 4.1 erhalten sollte. Anosonsten liefert es alle Standard-Features, die in der Preisklasse üblich sind. Bemerkenswert sind die 768 MB Arbeitsspeicher, etwas mehr als die Konkurrenz. Dazu gibt es noch die Beats Audio Ohrhörer.
Die Alternative von der Windows Phone Fraktion ist das Nokia Lumia 620 für ebenfalls knapp über 200€. Das bunte Design und die kompakte Größe sind sehr attraktiv. Es ist vielleicht sogar das beste Angebot dieser Preisklasse und dürfte bald deutlich unter 200 Euro kosten.

Obere Mittelklasse (300-400€)
Hier gibt es zwei Android-Geräte, die empfehlenswert sind. Beide haben einen Micro-SD-Slot und einen wechselbaren Akku. Ansonsten gibt es einen Quadcore-Prozessor, 1 GB Ram, eine gute GPU und ein hochauflösendes Display. Wer mit 8 GB internem Speicher zurecht kommt und kein NFC benötigt, der sollte sich das Huawei Ascend G615 anschauen, das nur 279 Euro kostet, alle anderen wählen das Samsung Galaxy S3 i9300. Das Google Nexus 4 ist direkt bei Google ab 299 Euro erhältlich, hat aber im Gegensatz zu den beiden anderen Modellen keinen Micro-SD-Slot und ist deshalb eher keine Empfehlung.

Oberklasse (Geld spielt keine Rolle)
Wer zu viel Geld hat, sollte sich das Samsung Galaxy S4 vorbestellen. Das kann einfach alles, kostet aber aktuell auch etwa 650 Euro.

Fazit
Die Mittelklasse-Smartphones dürften für die meisten Nutzer mehr als ausreichend sein. Gerade in der unteren Mittelklasse sind die Windows Phone 8 Geräte sehr attraktiv, bei den teureren Geräten gibt es kaum bessere Hardware und kaum bessere Displays, dort sind die Androiden klar im Vorteil. Generell soll Windows Phone mit den Systemressourcen deutlich sparsamer als Android umgehen. Was würde ich kaufen? Mit wenig Geld das Nokia Lumia 620, mit etwas mehr Geld das Samsung Galaxy S3.

Die besten Smartphone-Tarife und Allnet-Flats im April 2013

Im April gibt es eine Allnet-Flat für 10 Euro, ansonsten hat sich seit dem letzten Monat in der Tariflandschaft nicht viel getan. Dennoch gibt es einige gute Angebote, die man im April beachten sollte.

Das eindeutig beste Angebot stammt von Blau.de und ist auf Groupon verfügbar. Für insgesamt 120 Euro bekommt man eine Allnet-Flatrate für Telefon und SMS und 500 MB Internet. Das alles wird im E-Plus-Netz realisiert. Der beste Deal ist das Angebot für 12 Monate, dort zahlt man dann umgerechnet nur 10 Euro im Monat. Außerdem kann nach Ablauf der 12 Monate jederzeit gekündigt werden. Günstiger geht es wohl kaum! Das Angebot läuft noch bis zum 07. April und ist hier zu finden.

Wer eine D-Netz-Qualität benötigt, fährt mit dem Angebot von 1&1 auch im April am besten. Bei der All-Net-Flat Plus gibt es für 39,99 Euro im Monat plus 29,99 Euro einmalig (=989,75€ in 24 Monaten) eine Allnet-Flatrate im Vodafone-Netz, 1 GB Datenvolumen, eine SMS-Flatrate und das Samsung Galaxy S3. Ohne das Handy kostet der Vertrag zwar 10 Euro im Monat weniger, aber da das Galaxy S3 im Preisvergleich rund 380 Euro kostet und man rechnerisch nur 240 Euro dafür bezahlt, lohnt sich das Angebot.

Wenigtelefonierer mit einem Smartphone sollten sich die Angebote von Aldi und Lidl genauer ansehen, die es schon seit einiger Zeit gibt.

Neuer Aldi-PC im Kostencheck (14.03.2013)

Ab heute gibt es bei Aldi einen neuen PC für knapp 500 Euro, den Medion Akoya P2310D. Auch wenn die Beliebtheit abgenommen hat, kaufen sich noch immer viele Leute einen PC beim Lebensmitteldiscounter. Die PCs dort haben den Ruf, gut und günstig zu sein.

Preis
Als erstes möchte ich den Preis der Komponenten vergleichen:

Komponente Marktpreis (ca.)
Prozessor Intel Core i3-3220 100€
Grafikkarte Nvidia GTX650 1GB GDDR5 90€
Festplatte: 2TB 75€
Arbeitsspeicher: 4 GB 20€
DVD-Brenner 20€
Gehäuse 25€
Mainboard 70€
Netzteil 25€
Gesamtpreis 425€

Wir sehen als, dass das System selbst ca. 425€ an Hardware- und Softwarewert beinhaltet. Hinzu kommen noch Tastatur und Maus (ca. 20€) und die beigelegte Software (ca. 10€). Insgesamt ist das System also ca. 455 Euro wert. Aldi verdient also etwas an dem PC, da die Komponenten im Großeinkauf in der Regel noch etwas günstiger sind.

Ausstattung – für wen ist der PC gemacht?
Der PC zielt eindeutig auf eine Zielgruppe ab, die von allem etwas machen möchte, aber nichts richtig. Für Gamer wird die Grafikkarte nicht ausreichen, für einfache Office-Anwendungen benötigt man sie wiederum nicht. Für einfache Internet- und Office-Anwendungen ist der Aldi PC nichts, denn dafür ist er zu teuer und hat die falschen Komponenten. Außerdem stört, dass mit 4 GB zu wenig Arbeitsspeicher verbaut ist, 8 GB sind besonders bei den günstigen Marktpreisen heute sehr empfehlenswert. Eine SSD wäre auch ganz nett und würde dem PC auf jeden Fall ordentlich Geschwindigkeit bringen.

Fazit:
Hätte Aldi statt der Grafikkarte eine SSD und etwas mehr Arbeitsspeicher eingebaut, wäre der Preis gleich geblieben, aber das System deutlich besser für die meisten Kunden geworden. Damit hätte man nämlich ein System gehabt, dass sich insgesamt schneller anfühlt, gerade bei Office- und Internetanwendungen. Auf 3D-Spiele hätte man verzichten müssen, aber mit einer Geforce GT650 ist man sowieso nur mäßig gut ausgestattet.

Dieser PC taugt vielleicht für das Kinderzimmer, er kann von allen Dingen etwas, aber nichts richtig. Für das Heimbüro und Internetanwendungen gibt es besser ausgestattete Lösungen.

Gentechnik: Aufklärung und Forschung nicht bremsen

Aktuell kocht in Niedersachsen eine Debatte über Gentechnikexperimente in Schulen hoch. Die neue Rot-Grüne Landesregierung möchte nämlich das Projekt HannoverGEN an Schulen einstellen. Christian Meyer von den Grünen, neuer Umweltminister in Niedersachsen, befürchtet, dass die Schüler nur einseitig über die Gentechnik informiert werden, weil sich die Wirtschaft an diesem Projekt beteiligt. Um die Schüler ausgewogener zu informieren, schließt man also die Gentechniklabore in den Schulen.

Diese Argumentation kommt mir sehr bekannt vor. In den USA versuchen Kreationisten, mit einer ähnlichen Argumentation die biblische Schöpfungslehre (oder vielmehr das, was sie dafür halten) in den Schulunterricht zu bringen. Begründung: Die Schüler müssen ausgewogen über alle Modelle informiert werden.

Um sich eine Meinung zu bilden, muss man aber erst verstehen, worum es eigentlich geht. Dafür gibt es die Wissenschaft und Forschung, dafür macht man Versuche und Tests. Wer dies unbegründet durch ideologische Scheuklappen verhindert, der handelt nicht nur fortschrittsfeindlich sondern auch verantwortungslos. Wenn die Wissenschaft und die Bildung unsere Ressource der Zukunft ist, warum dann nicht auch im Bereich Gentechnik? Warum möchten die Grünen (und die SPD) schon die bloße Information über Gentechnik unterbinden? Dies ist etwas, dass sich auch Florian Freistetter fragt.

Von den Gegnern der Gentechnik werden die Risiken für die Natur, Gesundheit und überhaupt der Eingriff in die Natur selbst als Argument gegen die Gentechnik in der Landwirtschaft angeführt. Die „Natur“ ist also heilig, man darf sie nicht verändern.

Bedenken muss man aber, dass so ziemlich alles, was wir essen, das Ergebnis einer Zucht ist. Eine Zucht ist nichts anderes als eine Selektion und damit auch eine Veränderung des Erbguts. Eine Zucht ist eine genetische Manipulation, ob man es nun wahrhaben möchte oder nicht. Wir haben die Welt, in der wir leben, schon massiv an unsere Bedürfnisse angepasst.

Was die Risiken angeht, so scheint es in den Ländern, in denen Gentechnik seit zwanzig Jahren und mehr zum Alltag gehört, keine besonderen Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen zu geben. Mir ist keine Studie bekannt, die dies belegen würde. Es gibt natürlich einen Effekt auf die Umgebung, allerdings muss man sich fragen, was hier als Vor- und Nachteil überwiegt.

Nehme ich es in Kauf, dass durch meinen gentechnischen Eingriff in die Natur eingegriffen wird und sich diese Veränderung eventuell auf andere Pflanzen ausbreitet? Oder nutze ich den Vorteil der Gentechnik, weniger Pestizide gegen Schädlinge zu benötigen und Pflanzen möglich zu machen, die noch positiver auf unsere Gesundheit wirken? Denn machen wir uns nichts vor: Unser Eingriff in die Natur reicht so weit, dass wir kaum mehr zurück können. Gentechnik könnte helfen, die Natur zu entlasten, indem wir weniger Schadstoffe auf unsere Felder sprühen.

Genau das muss man erforschen und testen können. Gerade in Deutschland. Vielleicht ist Gentechnik so etwas wie Dünger und Pestizid 2.0, nur ohne die schädlichen Nebenwirkungen. Vielleicht kann Gentechnik etwas gegen den Hunger in der Dritten Welt leisten, vielleicht kann sie unsere Ernährung positiv beeinflussen. Vielleicht ist Gentechnik das eigentliche Bio. Vielleicht.

Wer sich eine gute Doku zu diesem Thema ansehen möchte, dem kann ich die Doku von der BBC-Wissenschaftsserie „Horizon“ ans Herz legen: Jimmy’s GM Food Fight: