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Kaufberatung: Die besten Smartphones für jedes Budget im April 2013

Diese Kaufberatung ist veraltet. Eine aktuelle Version findet sich hier.

Der Smartphone-Markt ist in Bewegung – deshalb gibt es viele neue Angebote im April. Im Gegensatz zum letzten Monat werde ich die Smartphones nicht in feste Preiskategorien einteilen, sondern in Einstieg, untere Mittelklasse, obere Mittelklasse und Spitzenklasse. Maßgeblich für alle Empfehlungen sind technische Daten und das Preis-Leistungsverhältnis. Wer einen passenden Tarif sucht, kann hier schauen.

Was sollte ein Smartphone können?
Die Mindestanforderungen an ein Smartphone sind für mich nicht sehr hoch. Am wichtigsten ist das Display, das mindestens eine Auflösung von 800×480 Pixeln haben sollte – mehr ist natürlich immer besser. Nicht fehlen sollte ein Steckplatz für eine Micro-SD-Karte, da man so einfach seinen Speicherplatz für Musik und andere Daten erweitern kann, ohne dass es zu teuer wird oder man sich ein neues Handy kaufen muss. Ein austauschbarer Akku ist eigentlich auch ein Muss, denn wenn der Akku nicht oder schwer tauschbar ist, kann man das Smartphone vielleicht nur zwei oder drei Jahre nutzen.

Windows Phone, Android, Blackberry oder Apple?
Welches System man für sein Smartphone wählt, ist Geschmackssache. Die oben genannten vier sind die Systeme, zwischen denen man wählen sollte. Bislang sind die Geräte von Blackberry und Apple deutlich teurer als die Geräte mit Windows Phone oder Android, so dass ich nur die letzen beiden guten Gewissens empfehlen kann. Wichtig ist, dass man eine aktuelle Version des jeweiligen Systems erhält. Bei Windows Phone ist das Version 8, bei Android mindestens Version 4.1.

Einsteigersmartphones (bis ca. 150€)
Den günstigsten Einstieg bietet wahrscheinlich das Huawei Ascend Y300. Es ist für ca. 125 Euro im O2-Shop verfügbar. Man bekommt ein gut ausgestattetes Gerät mit einem Dual-Core-Prozessor und Android 4.1. Verzichten muss man auf ein kratzfestes Display. Eine Alternative ist das Mobisltel Cynus F3. Für etwa 130 Euro bekommt man ein Dual-SIM-Handy mit einer sonst ähnlichen Ausstattung wie das Y300. Selbst das Display ist akzeptabel, außerdem gibt es ein UKW-Radio, zwei Kameras und GPS.

Untere Mittelklasse (um 200€)
Hier gibt es zwei Modelle, die man sich einmal anschauen sollte. Beide kosten knapp über 200 Euro. Für die Androiden ist es das HTC Desire X, das in diesen Tagen das Update auf Android 4.1 erhalten sollte. Anosonsten liefert es alle Standard-Features, die in der Preisklasse üblich sind. Bemerkenswert sind die 768 MB Arbeitsspeicher, etwas mehr als die Konkurrenz. Dazu gibt es noch die Beats Audio Ohrhörer.
Die Alternative von der Windows Phone Fraktion ist das Nokia Lumia 620 für ebenfalls knapp über 200€. Das bunte Design und die kompakte Größe sind sehr attraktiv. Es ist vielleicht sogar das beste Angebot dieser Preisklasse und dürfte bald deutlich unter 200 Euro kosten.

Obere Mittelklasse (300-400€)
Hier gibt es zwei Android-Geräte, die empfehlenswert sind. Beide haben einen Micro-SD-Slot und einen wechselbaren Akku. Ansonsten gibt es einen Quadcore-Prozessor, 1 GB Ram, eine gute GPU und ein hochauflösendes Display. Wer mit 8 GB internem Speicher zurecht kommt und kein NFC benötigt, der sollte sich das Huawei Ascend G615 anschauen, das nur 279 Euro kostet, alle anderen wählen das Samsung Galaxy S3 i9300. Das Google Nexus 4 ist direkt bei Google ab 299 Euro erhältlich, hat aber im Gegensatz zu den beiden anderen Modellen keinen Micro-SD-Slot und ist deshalb eher keine Empfehlung.

Oberklasse (Geld spielt keine Rolle)
Wer zu viel Geld hat, sollte sich das Samsung Galaxy S4 vorbestellen. Das kann einfach alles, kostet aber aktuell auch etwa 650 Euro.

Fazit
Die Mittelklasse-Smartphones dürften für die meisten Nutzer mehr als ausreichend sein. Gerade in der unteren Mittelklasse sind die Windows Phone 8 Geräte sehr attraktiv, bei den teureren Geräten gibt es kaum bessere Hardware und kaum bessere Displays, dort sind die Androiden klar im Vorteil. Generell soll Windows Phone mit den Systemressourcen deutlich sparsamer als Android umgehen. Was würde ich kaufen? Mit wenig Geld das Nokia Lumia 620, mit etwas mehr Geld das Samsung Galaxy S3.

Die besten Smartphone-Tarife und Allnet-Flats im April 2013

Im April gibt es eine Allnet-Flat für 10 Euro, ansonsten hat sich seit dem letzten Monat in der Tariflandschaft nicht viel getan. Dennoch gibt es einige gute Angebote, die man im April beachten sollte.

Das eindeutig beste Angebot stammt von Blau.de und ist auf Groupon verfügbar. Für insgesamt 120 Euro bekommt man eine Allnet-Flatrate für Telefon und SMS und 500 MB Internet. Das alles wird im E-Plus-Netz realisiert. Der beste Deal ist das Angebot für 12 Monate, dort zahlt man dann umgerechnet nur 10 Euro im Monat. Außerdem kann nach Ablauf der 12 Monate jederzeit gekündigt werden. Günstiger geht es wohl kaum! Das Angebot läuft noch bis zum 07. April und ist hier zu finden.

Wer eine D-Netz-Qualität benötigt, fährt mit dem Angebot von 1&1 auch im April am besten. Bei der All-Net-Flat Plus gibt es für 39,99 Euro im Monat plus 29,99 Euro einmalig (=989,75€ in 24 Monaten) eine Allnet-Flatrate im Vodafone-Netz, 1 GB Datenvolumen, eine SMS-Flatrate und das Samsung Galaxy S3. Ohne das Handy kostet der Vertrag zwar 10 Euro im Monat weniger, aber da das Galaxy S3 im Preisvergleich rund 380 Euro kostet und man rechnerisch nur 240 Euro dafür bezahlt, lohnt sich das Angebot.

Wenigtelefonierer mit einem Smartphone sollten sich die Angebote von Aldi und Lidl genauer ansehen, die es schon seit einiger Zeit gibt.

Petition: Verträge einfacher kündigen

Über den Blog von Warteschleife bin ich auf ein Thema aufmerksam geworden, das mich auch immer wieder stört. Wer wie ich zur Kostenoptimierung oft Verträge ändert und damit oft kündigen muss, hat damit immer wieder Probleme.

Abschließen kann man die meisten Verträge ganz einfach über das Internet. Ein Formular ausfüllen, abschicken, fertig. Das geht bei Handyverträgen, Strom- und Gasverträgen genauso wie bei Pay-TV und anderen Dingen. Das ist auch logisch, denn die Anbieter möchten natürlich möglichst viele Verträge abschließen.

Natürlich möchten sie auch möglichst wenig Kündigungen haben, denn die Kundengewinnung ist teurer, als Bestandskunden zu halten. Um dies zu erreichen haben sich die meisten Anbieter eine ganze Reihe an Fallstricken ausgedacht, damit die Kunden nicht kündigen:

  • Lange Vertragslaufzeiten, meistens 24 Monate
  • Lange Kündigungsfristen, meistens 3 Monate zum Vertragsende
  • Angebote für ein Vertragsupgrade während der Vertragslaufzeit, die sich dann natürlich um 24 Monate verlängert
  • Kündigungen sind oft nur per Brief oder Fax (natürlich an eine kostenpflichtige Nummer) möglich

Wer einen dieser Punkte nicht beachtet, hat Pech. Denn der Vertrag verlängert sich dann automatisch um 24 Monate. Das ist dann wirklich dumm gelaufen, denn meistens gibt es auf dem Markt viel günstigere Tarife.

Eine Petition versucht nun, Kündigungen via E-Mail oder Onlineformular als weitere Form zu etablieren, die Anbieter akzeptieren müssen. Den Gedanken finde ich grundsätzlich sehr richtig. Wenn ich die Petition geschrieben hätte, hätte ich sie vielleicht etwas anders formuliert. Meine Forderung an dieser Stelle ist, dass eine Vertragskündigung auf allen Wegen erfolgen können sollte, auf denen der Vertrag abgeschlossen werden kann. Ganz einfach.

Eine weitere Idee wäre, die Unternehmen zu verpflichten, einige Wochen vor Ende der Kündigungsfrist die Kunden über diese nochmals zu informieren. Aber das wird wohl kaum umzusetzen sein. Also sollten sich alle, die einen Vertrag abschließen, nach Vertragsabschluss gleich einen Kündigungstermin in den Kalender schreiben.

Der Wochenmarkt oder wie Kunden sich selber täuschen

Ich bin neulich hier in der Gegend über einen Wochenmarkt gegangen. Ich muss gestehen, dass ich selten über Märkte gehe, wohl schon aus Zeitgründen. Ich kaufe meine Lebensmittel im Supermarkt, eigentlich immer.

Was mich auf dem Wochenmarkt erstaunt hat ist, dass erstens viele Leute da waren und dass, zweitens, eigentlich nur Händler ihre Waren angeboten haben. Bei Märkten sollte es doch einen Unterschied zu Supermärkten geben, finde ich. Wenn ich dort einen Apfel kaufe, sollte der aus der Region kommen, am besten vom Produzenten.

Warum sollte ich meine Orangen oder Ananas auf einem Wochenmarkt kaufen, wo sie oftmals teurer sind als im Supermarkt, aber auch nur vom Großmarkt stammen? Ich weiß es nicht. Sicher gibt der Markt einigen Leuten das Gefühl, frische Produkte zu kaufen, außerdem bietet er einen persönlicheren ländlichen Flair. Aber die Ware ist in der Regel die gleiche wie im Supermarkt.

Mein Fazit ist, dass die Leute, die auf Wochenmärkten kaufen, sich quasi selber betrügen. Sie möchten glauben, dass sie dort bessere Ware kaufen als im Supermarkt. Dafür geben sie auch oftmals deutlich mehr Geld aus. Objektiv betrachtet ist das in den meisten Fällen Unsinn.

Ausnahmen gelten natürlich für einige Stände lokaler Produzenten oder für spezielle Bio-Märkte, wie z.B. die Öko-Wochenmärkte in Hamburg. Das Konzept kann ich verstehen und ich finde es gut. Bei allen anderen Märkten spare ich mir das „gute Gefühl“ und gehe lieber in den Supermarkt. Der passt mir zeitlich besser und bietet eine breitere Produktpalette.

Neuer Aldi-PC im Kostencheck (14.03.2013)

Ab heute gibt es bei Aldi einen neuen PC für knapp 500 Euro, den Medion Akoya P2310D. Auch wenn die Beliebtheit abgenommen hat, kaufen sich noch immer viele Leute einen PC beim Lebensmitteldiscounter. Die PCs dort haben den Ruf, gut und günstig zu sein.

Preis
Als erstes möchte ich den Preis der Komponenten vergleichen:

Komponente Marktpreis (ca.)
Prozessor Intel Core i3-3220 100€
Grafikkarte Nvidia GTX650 1GB GDDR5 90€
Festplatte: 2TB 75€
Arbeitsspeicher: 4 GB 20€
DVD-Brenner 20€
Gehäuse 25€
Mainboard 70€
Netzteil 25€
Gesamtpreis 425€

Wir sehen als, dass das System selbst ca. 425€ an Hardware- und Softwarewert beinhaltet. Hinzu kommen noch Tastatur und Maus (ca. 20€) und die beigelegte Software (ca. 10€). Insgesamt ist das System also ca. 455 Euro wert. Aldi verdient also etwas an dem PC, da die Komponenten im Großeinkauf in der Regel noch etwas günstiger sind.

Ausstattung – für wen ist der PC gemacht?
Der PC zielt eindeutig auf eine Zielgruppe ab, die von allem etwas machen möchte, aber nichts richtig. Für Gamer wird die Grafikkarte nicht ausreichen, für einfache Office-Anwendungen benötigt man sie wiederum nicht. Für einfache Internet- und Office-Anwendungen ist der Aldi PC nichts, denn dafür ist er zu teuer und hat die falschen Komponenten. Außerdem stört, dass mit 4 GB zu wenig Arbeitsspeicher verbaut ist, 8 GB sind besonders bei den günstigen Marktpreisen heute sehr empfehlenswert. Eine SSD wäre auch ganz nett und würde dem PC auf jeden Fall ordentlich Geschwindigkeit bringen.

Fazit:
Hätte Aldi statt der Grafikkarte eine SSD und etwas mehr Arbeitsspeicher eingebaut, wäre der Preis gleich geblieben, aber das System deutlich besser für die meisten Kunden geworden. Damit hätte man nämlich ein System gehabt, dass sich insgesamt schneller anfühlt, gerade bei Office- und Internetanwendungen. Auf 3D-Spiele hätte man verzichten müssen, aber mit einer Geforce GT650 ist man sowieso nur mäßig gut ausgestattet.

Dieser PC taugt vielleicht für das Kinderzimmer, er kann von allen Dingen etwas, aber nichts richtig. Für das Heimbüro und Internetanwendungen gibt es besser ausgestattete Lösungen.

Ab wann lohnt sich eine Wochen- oder Monatskarte im HVV?

Der HVV bietet seinen Kunden ein sehr umfangreiches Tarifsystem an, dass viele Tarifzonen und viele Fahrkartentypen umfasst. Ich möchte hier mal prüfen, ab wann sich eine Wochen- oder Monatskarte eigentlich lohnt. Ich beschränke mich auf Karten für Erwachsene, die im Großbereich gültig sind. Darunter fallen die herkömmlichen Monatskarten, die Abo-Karten und die CC-Karten. Als Vergleich habe ich Einzelkarten (Großbereich) und Tageskarten genommen, einmal die 9-Uhr-Tageskarte und einmal die Ganztageskarte. Mit in die Rechnung genommen habe ich die rabattierten Online-Preise, die etwa 3% Ersparnis bieten.

Die Tabelle zeigt, ab welcher Anzahl der Einzel- oder Tageskarten sich eine Wochen-, CC- oder Monatskarte rechnet. Bei der Wochenkarte sind das die Fahrten pro Woche, bei den anderen die Fahrten im Monat.

Wochenkarte CC-Karte CC-Abo Monatskarte Abo-Karte
9-Uhr Tageskarten 5 10 8 17 14
9-Uhr Tageskarten (Online) 5 10 9 18 15
Einzelfahrt Großbereich 9 19 16 33 28
Einzelfahrt Großbereich (Online) 9 20 16 34 28
Ganztageskarte 4 14 12
Ganztageskarte (Online) 4 15 12

Wochenkarte:
Wer an fünf oder mehr Tagen fährt, sollte sich eine Wochenkarte kaufen. Wer morgens vor neun Uhr unterwegs ist, für den lohnt sie sich bereits ab vier Tagen.

CC-Karte:
Wer mit den zeitlichen Beschränkungen (nicht gültig vor 9 Uhr und zwischen 16 und 18 Uhr) leben kann, für den lohnt sich die CC-Karte bereits ab zehn genutzten Tagen, im Abo bereits ab acht oder neun Tagen.

Monatskarte:
Die Monatskarte kann sich bereits ab 14 Nutzungstagen lohnen, wer erst nach neun Uhr fährt, für den lohnt sie sich erst ab 17 oder 18 Nutzungstagen. Ein Abo lohnt sich teilweise schon ab nur zwölf Nutzungstagen.

Fazit: Wer den HVV nicht täglich nutzt, sollte sich überlegen, ob eine Wochen- oder Monatskarte wirklich das beste Angebot ist. Die CC-Karten lohnen sich wirklich, aber nur, wenn man mit den zeitlichen Beschränkungen auskommen kann. Wer nur gelegentlich in den in der CC-Karte ausgeschlossenen Zeiten fahren muss, kann sich eventuell mit Einzelkarten behelfen. Es mag zwar unbequem sein, aber für Wenigfahrer lohnen sich nur CC-Karten oder Einzel- und Tageskarten.

Neu: 3% Rabatt beim HVV auf Einzel- und Tageskarten

Der HVV hat im letzten Jahr zehn Millionen Euro mehr eingenommen, weil seit einiger Zeit in allen Bussen beim Einstieg die Fahrkarten vorgezeigt werden müssen. Aus bloßem Populismus (anders kann ich es mir nicht erklären) forderte der FDP-Bürgerschaftsabgeordnete Dr. Wieland Schinnenburg, dass der HVV diese Einnahmen doch an die Kunden zurückgeben solle. Natürlich ist diese Forderung Unsinn, denn der HVV ist trotz einer hohen Effizienz noch weit davon entfernt, Kosten deckend zu arbeiten.

Dennoch gibt es seit dem 01. März 2013 eine Möglichkeit, bei Fahrkarten zu sparen und das nicht nur durch die HVV-Card in Harburg. Wer sich eine Einzel-, Tages- oder Ergänzungskarte kaufen möchte, bekommt 3% Rabatt. Aber nur, wenn diese Karten nicht am Automaten oder im Bus, sondern über die HVV-App, die mobile HVV-Seite oder den HVV-Onlineshop gekauft werden. Die Dreitageskarte wurde übrigens gestrichen.

Hier die Kosten im Vergleich:

Fahrkarte Normalpreis Online-Preis Ersparnis
Einzelkarte Kurzstrecke 1,40€ 1,36€ 2,86%
Einzelkarte Nahbereich 1,90€ 1,84€ 3,16%
Einzelkarte Großbereich 2,95€ 2,86€ 3,05%
9-Uhr Tageskarte Großbereich 5,80€ 5,63€ 2,93%
Ganztageskarte Großbereich 7,10€ 6,89€ 2,96%
9-Uhr Gruppenkarte 10,40 10,09 2,98%

Bei Wochen- oder Monatskarten, im HVV-Jargon auch Zeitkarten genannt, kann man so nicht sparen. Da hilft nur ein Abo.