Kategorie-Archiv: Allgemein

Die zehn schlechtesten Songs aller Zeiten

Wer kennt es nicht? Man hört einen Titel im Radio und denkt: Was für ein schlechter Song. Aber schlimmer geht fast immer. Außer bei dieser Liste, in der ich (ohne Reihenfolge) zehn wirklich schlechte Songs vorstelle, die meiner Ansicht nach zu den schlechtesten Songs aller Zeiten gehören.

Czezar – It’s My Life

Dieser Song war der offizielle Titel Rumäniens zum Eurovision Song Contest 2013. Ich persönlich musste lachen, als der dort gezeigt wurde. Der Titel klingt so, als wäre Czezar kastriert worden. So hoch können viele Frauen nicht singen. Unfassbar.

 

Modern Talking – Brother Louie ’98

Modern Talking ist schlimm, keine Frage. Dieter Bohlen fühlt sich zwar in der Lage, über andere Talente zu urteilen. Er selbst hat aber hier keinen Höhepunkt hinterlassen. Aber wie macht man einen schlechten Song noch schlechter? Man nehme einen Rapper.

Florence Foster Jenkins – Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen (Arie der Königin der Nacht)

Ein Klassiker. Frau Foster Jenkins hielt sich für talentiert – damit war sie alleine. Allerdings belustigte sie damit ein großes Publikum. Mit dem Singen hatte sie so ihre Probleme: Takt, Stimme, Höhe und Melodie. Es bleibt ein gruseliges geschreie und gejaule. So schlecht hat danach wohl niemand mehr einen Titel auf einen Tonträger gebracht.

Zlatko – Einer für Alle

Raus aus dem Container, rein ins Studio und Geld machen. Funktioniert oft. Problem: Zatko kann einfach nicht singen und die Technik kann es nicht gerade biegen. Trotzdem steht er im Lied seinen Mann. Hoffentlich alleine.

Klaus & Klaus – Da steht ein Pferd auf dem Flur

Schon beim Titel stellt sich die Frage, was die beiden Klause für Drogen genommen haben, als sie den Text geschrieben haben (wenn sie es denn selber waren). Schlimm genug, dass dieser Titel überhaupt entstanden ist – schlimmer noch, dass er auch noch in die Öffentlichkeit gelangte. Selbst mit viel Alkohol nicht zu ertragen.

Mo-Do – Eins, Zwei, Polizei

Eins, zwei, Polizei / drei, vier Grenadier / fünf, sechs, weiter geht’s / sieben acht, gute Nacht. Der Text lässt eine inhaltliche Tiefe vermissen. Der Beat ist auch mies und auch sonst hat der Song nichts zu bieten. Dass man sich das in den 90ern angehört hat, ist nicht zu erklären.

DJ Ötzi – Burger Dance

Das passiert, wenn ein nicht gerade schlanker Mensch sein Essen zu einem Song verwurstet. Pizza Hut, Burger King – alle dabei. Was daraus wurde – großer Mist. Leider nervt der auch noch, so wie alles von DJ Ötzi. Zum wegrennen.

K2 – Der Berg ruft

Dance-Mucke gepart mit Trachten – das musste schlimm werden. Wer das in einem Wintersport-Gebiet ertragen muss, sollte schnell fliehen. Vielleich ruft ja der Berg, damit niemand sich diesen Titel anhören muss. DJ Ötzi wird sich wahrscheinlich ärgern, dass er nicht an diesem Titel beteiligt war.

Die Fantastischen Vier – Saft

Kaum zu glauben, dass die Fanta Vier eine wirklich angesehene Kombo wurden – mit diesem Song hätten sie es nicht geschafft. Es geht – nun ja – „um den Austausch von Körperflüssigkeiten“. Wer in der Pubertät ist, kommt vielleicht auf so einen Song. Er ist aber einfach nur peinlich. Vor allem für die Fantastischen Vier. Eine Jugendsünde.

e-rotic – Max Don’t Have Sex With Your Ex

Sperriger Titel, sexueller Inhalt. Das sollte ein Skandal werden, wurde aber leider zum Erfolg in den dancelastigen 90ern. Es gab auch noch die ähnlich schlimmen Nachfolgetitel „Fred Come To Bed“, „Willy Use a Billy … Boy“, „Help Me Dr. Dick“ und „Fritz Love My Tits“. Zielgruppe: zwölfjährige Teenager. Zum vergessen.

hamburg-energie

Die Werbung von Hamburg Energie ist ein Skandal

Seit einigen Wochen wirbt der wenig ertragreiche städtische Energieversorger Hamburg Energie in ganz Hamburg mit roten Plakaten und roten Anzeigen. Dieser massiven Kampagne zur Kundengewinnung kann man in Hamburg kaum entgehen.

Im Jahr 2009 wurde Hamburg Energie von der Stadt neu gegründet, nachdem der alte öffentliche Stromversorger HEW an Vattenfall und der Gasversorger HeinGas an e.on verkauft worden waren. Die Grünen, die sich gerne für eine Rekommunalisierung von Energieversorgern einsetzen, setzten im damaligen schwarz-grünen Senat durch, dass ein neuer städtischer Energieversorger gegründet wurde: Hamburg Energie. Dieser sollte Gas und Ökostrom anbieten.

Anfangs bot Hamburg Energie die Strom- und Gastarife zum Discountpreis an, inzwischen gehört das städtische Unternehmen zu den teureren Anbietern, wie eine kurze Recherche bei Verivox oder Check24 zeigt. Vielleicht wirbt das Unternehmen deshalb so intensiv um Neukunden.

In der aktuellen Kampagne versucht Hamburg Energie, seine Vorteile gegenüber den Mitbewerbern herauszustellen. Ein Plakat halte ich für besonders skandalös. Dort heißt es: „An der Elbe, aber nicht an der Börse: Hanseatischer Ökostrom.“ Dass damit Vattenfall und e.on gemeint sein dürften, ist wohl klar.

Der eigentliche Skandal ist aber, dass ein öffentliches Unternehmen, das zu 100% dem Staat gehört, die Vorbehalte der Bürger gegenüber der Börse, den Finanzmärkten und privaten Unternehmen schürt – und das ohne Grund. Die Rechtsform eines Unternehmens hat in der Regel keinen Einfluss auf den Energiepreis oder die Qualität. Es ist wichtig für Unternehmen, dass sie durch die Ausgabe von Aktien frisches Kapital bekommen können. Es ist wichtig, dass das Vertrauen in die Finanzmärkte wieder gestärkt wird, nach den Krisenjahren.

Das nächste Problem ist, dass in Hamburg ein Volksentscheid zur Rekommunalisierung der Energienetze ansteht, zu dem ich an anderer Stelle schon etwas geschrieben habe. Die Rekommunalisierung könnte, wenn der Volksentscheid durchkommt, ein teures Vergnügen sein, weshalb es der SPD-Senat ja auch ablehnt. Gleichzeitig schürt der Energieversorger der Stadt die Ängste der Bürger und macht Stimmung gegen Großunternehmen. Wer auch immer das zugelassen hat, sollte diesen Fehler schnellstens korrigieren.

Es ist nicht die Aufgabe des Staates, einen Energieversorger zu unterhalten, gerade wenn auf dem Markt mehr als genug Wettbewerb herrscht. Es kann nicht sein, dass ein staatlicher Energieversorger sich massiv gegen die Wirtschaft positioniert und das auch noch in einer Werbekampagne überall plakatiert. Es kann nicht sein, dass ein städtisches Unternehmen mit seiner Werbung Politik macht.

Bundesliga-Saison 2012/13 – Experten-Prognosen versus Ergebnis

Die Bundesliga-Saison 2012/13 ist vorbei, die Bayern sind Meister. Nach Abschluss der Saison möchte ich einen Blick auf die Tabelle werfen und diese mit den Prognosen aus den Medien zu Anfang der Saison vergleichen. Eurosport, der Stern und Sport1 haben die Teams eingeschätzt. So haben sich die Tipps der Experten zur wahren Endtabelle verhalten:

Verein Ergebnis Stern Sport1 Spiegel Spox Sportal
Bayern 1 1-2 1 1 1-2 2
Dortmund 2 1-2 1-2 2 1-4 1
Leverkusen 3 3-6 3-6 3-4 5-7 5
Schalke 4 3-5 3 3-4 3 3
Freiburg 5 12-15 10-15 11-13 14-18 13
Frankfurt 6 12-15 8-15 11-13 16 15
HSV 7 15-18 10-13 14-15 8-14 16
Gladbach 8 4-8 3-6 4-6 6-10 9
Hannover 9 5-6 5-10 7 5-8 10
Nürnberg 10 8-14 9-12 16-18 10-14 12
Wolfsburg 11 4-6 3-6 8-9 3-6 4
Stuttgart 12 4-7 5-7 4-6 5-6 7
Mainz 13 10-12 8-12 11-13 8-12 11
Bremen 14 6-9 6-12 10 6-12 8
Augsburg 15 15-18 11-14 14-15 11-13 17
Hoffenheim 16 6-12 4-6 8-9 6-10 6
Düsseldorf 17 16-18 12-15 17-18 14-18 18
Fürth 18 15-18 15-18 16-18 14-18 14
Richtig:Nah:Falsch (9:1:8) (6:5:7) (7:3:8) (6:5:7) (0:10:8)

Bei einigen Anbietern musste ich zwischen den Zeilen lesen, was genau für ein Tabellenplatz oder eine Tabellenregion gemeint war, um hier einen Vergleich in die Tabelle zu bekommen. Interessant ist, dass etwa zwei Drittel der Tipps bei allen zumindest halbwegs akkurat sind.

Weitestgehend richtig getippt wurden die ersten vier und die letzten beiden Tabellenplätze. Gladbach, Hannover, Nürnberg und Mainz wurden ebenfalls meistens richtig eingeschätzt.

Überraschend kam wohl das besonders gute Abschneiden von Freiburg, Frankfurt und dem HSV, die von in allen Prognosen deutlich im zweistelligen Tabellenbereich gesehen wurden. Wolfsburg, Stuttgart, Bremen und Hoffenheim wurden dafür weitaus besser gesehen, als sie tatsächlich abgeschnitten haben.

Einzelne Portale haben bei einigen Clubs Ausreißer. Der Stern hat Hannover im Gegensatz zur Konkurrenz weitaus besser eingeschätzt, bei Sport1 saßen wohl Fans von Hoffenheim. Der Spiegel hat als einziges Magazin Nürnberg als Absteiger gesehen. Ganz merkwürdig ist die Prognose von Sportal, wo Fürth deutlich auf Platz 14 als Nichtabsteiger gesehen wird.

Was zeigt diese Auswertung? Das Mittelfeld der Tabelle ist schwer einschätzbar. Dort kann einfach jeder Verein jeden schlagen. Ob sich daran etwas in der neuen Saison ändern wird? Warten wir die Prognosen ab.

Bio-Blumenkohl auf einem Pickup

Viele Ökos sind nicht Öko

Wer kennt sie nicht – Menschen, die die Welt verbessern möchten, grüner, natürlicher und fairer: Ökos. Es gibt sie überall und sie haben bei den Grünen ein politisches Sprachrohr. Sie wollen nicht nur sich selbst ökologischer verhalten, sondern auch alle anderen Mitmenschen zu einem solchen Verhalten zwingen. Sie sind vielleicht Vegetarier oder Veganer, kaufen Öko, Bio und Fairtrade im Supermarkt und im Kleidungsgeschäft und fühlen sich dabei moralisch überlegen.

Sie sind es aber oft nicht. Denn wer wirklich ökologisch leben möchte, muss seine eigene Lebensweise grundlegend überdenken. Wie hoch ist mein Stromverbrauch? Brauche ich das Auto? Muss ich wirklich in den Urlaub fliegen? Würde es nicht auch eine kleinere Wohnung oder ein kleineres Haus tun? Sollte ich nicht vielleicht aufhören zu rauchen und Kaffee zu trinken? Und viele Dinge mehr.

Hinzu kommt, dass Bio oft nicht hinterfragt wird. Da steht Bio drauf und gut is. Dabei kommen in Supermärkten schon einmal die Bio-Kartoffeln aus Israel und die herkömmlichen aus der Region. Was ist nun besser für die Umwelt? Gleiches gilt für die Gentechnik. Bio ist immer gleich ohne Gentechnik. Dabei könnte man mit der Gentechnik bessere Pflanzen entwickeln, die von sich aus gegen Schädlinge resistent sind. Das ist aber ein Eingriff in die Natur und schlecht. Aber unsere überzüchteten landwirtschaftlichen Tiere und Pflanzen sind die ursprüngliche Natur. Sicher.

Bio ist teuer, aber halt nicht immer besser. Außer für das Gewissen. Der Verbraucher zahlt mehr und meint, ein besseres Produkt erworben zu haben. Das stimmt manchmal, manchmal auch nicht – ein Ablasshandel. Kurz: Bio ist zu einer Ideologie geworden, zu einer riesigen Marketingmaschine. So funktioniert der Markt.

Wer in seinem SUV zu Bauern fährt, um dort seine Bio-Lebensmittel zu kaufen, hat etwas nicht verstanden. Wer dreimal im Jahr in den Urlaub fliegt, aber der Umwelt zuliebe Vegetarier ist, hat auch etwas nicht verstanden. So ist es halt.

Es wäre doch schön, wenn man ohne Verzicht ökologisch leben könnte. Kann man aber nicht. Öko heißt verzichten. Öko heißt bewusst handeln. Öko heißt nicht unbedingt Bio.

Beitragsbild von Patty Mooney, San Diego, California. Lizenz: creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de

Jeans: Fair oder nicht fair?

Fabrikeinsturz in Bangladesch: Unnötige moderne Sklaverei

Er ging in den letzten Tagen durch die Medien: Der Fabrikeinsturz einer Bekleidungsfabrik in Bangladesch, der 400 Menschen das Leben kostete und 2000 verletzte. Das ist schlimm und richtet den Blick aus dem Westen auf die Situation der Arbeiterinnen (und Arbeiter) in Bangladesch und anderen Entwicklungsländern.

Die Textilwirtschaft ist ein Wachstumsmotor für so ziemlich alle entwickelten Länder gewesen. Im Westen in 18. und 19. Jahrhundert, in anderen Ländern später. Sie beruht auf Arbeit, die nicht viel Ausbildung benötigt und vielen manuellen Tätigkeiten. Um den Preis zu drücken, wandert die Textilproduktion in die Länder mit den niedrigsten Lohnkosten. Steigen diese, wandert sie weiter. Das diktiert ihr der Markt. Momentan ist Bangladesch der Hauptort, neben anderen Entwicklungs- und Schwellenländern.

Was außen vor bleibt, ist die Moral und Fairness gegenüber den in dieser Branche tätigen Menschen. Die Arbeitszeiten sind viel zu lang, der Lohn zu niedrig und die Arbeitsbedingungen eine Zumutung. Selbst mit dem Mindestlohn können die Menschen in Bangladesch kaum überleben, in anderen Entwicklungsländern ist das ähnlich. Das alles sieht man aber nicht, wenn man die Kleidung im Westen kauft. Man sieht nur eine Marke und die Ware selbst.

Geiz tötet“ – so betitelt Gisela Burckhardt vom Verein Femnet ihren Artikel in der Zeit. Sie gibt den Verbrauchern eine Mitschuld an den Zuständen in den Fabriken, „denn sie wollen es billig“. Gleichzeitig hebt sie dieses Argument mit der Feststellung auf, der Lohnanteil betrage gerade einmal ein bis drei Prozent des Endpreises der Ware. Sicher sorgen Firmen wie KiK, Lidl, Aldi, NKD und viele mehr für Discountpreise. Aber was soll man von Marken wie Benetton halten, die ebenfalls in diesen Fabriken produzieren lassen, aber nicht zu den Billigheimern gehören?

Fakt ist doch, dass man als Verbraucher am Preis nicht erkennen kann, unter welchen Bedingungen die Ware wo produziert wurde. Der Modediscounter takko etwa beteiligt sich mit vielen anderen Unternehmen an der Fair Wear Foundation. Ob die Jeans also 9,99 Euro oder 99,99 Euro kostet, macht für die Fairness des Produkts oft keinen Unterschied. Die billige Jens kann sogar fair sein, während die teure es nicht ist.

Das Problem ist nicht der Geiz des Verbrauchers, sondern vielmehr die Gier der Auftraggeber. Die feilschen um jeden Cent und verkaufen ihre Ware am Ende meistens trotzdem teuer. Den meisten Verbrauchern dürfte es herzlich egal sein, ob ihr Kleidungsstück einige Cent bis einen Euro mehr kostet. Den Näherinnen und Nähern ist es nicht egal.

Es ist allerdings schwierig, komplett auf faire Produkte zu setzen. Teilweise kann man sie kaum erkennen, teilweise ist die Bedeutung der Siegel und die Kontrolle der Arbeitsbedingungen unklar. Ein Siegel sollte einen gewissen Qualitätsstandard sichern, tut dies aber auch nicht immer, insbesondere dann nicht, wenn der Auftragnehmer weit weg sitzt und vielleicht noch Subauftragnehmer hat. Zudem ist faire Kleidung durchaus zu einem Geschäftsmodell geworden, ähnlich wie Bio-Kleidung. Trotz der dann noch immer niedrigen Lohnkosten sind diese Kleidungsstücke in vielen Fällen erheblich teurer als herkömmliche Kleidung. Es scheint, als würde der Fairness-Aufschlag vervielfacht an den Verbraucher weiter gegeben. Das ist gegenüber dem Verbraucher unfair. Es sollte doch möglich sein, faire Kleidung zu fairen Preisen anzubieten. Ob die Textilbranche das begreift?

Es bleibt also zu hoffen, dass die Textilbranche umdenkt. Denn generell ist es nicht schlecht, Textilien in der dritten Welt zu produzieren, da dies dort die wirtschaftliche Entwicklung fördert. Es ist schlecht, dort Menschen massiv auszubeuten. Das muss nicht sein. Als Liberaler kann ich nur hoffen, dass die Textilwirtschaft das erkennt, sonst muss im Notfall eine staatliche Regulierung her. Das hilft den Toten und Verletzten nach dem Unglück in Bangladesch auch nicht. Aber ihren Kolleginnen und Kollegen in anderen Fabriken schon.

Bei LG ein Optimus G gewinnen

Bei offiziellen LG-Blog kann man gerade dreimal ein Optimus G gewinnen, ein Gerät der absoluten Oberklasse. Natürlich hätte ich auch gerne eins, also starte ich mal einen Versuch. Wer mitmachen möchte – hier geht es direkt zum passenden Blogeintrag. Mitmachen kann man via Blog, Twitter und Youtube.

Drei Fragen muss man beantworten, damit LG einen in die Trommel schmeißt, also fange ich mal an:

1.) Welches Handy / Smartphone benutzt du derzeit?
Ich besitze ein altes Motorola Milestone 1, das 2009 auf den Markt gekommen ist. Es verfügt über eine grandiose Hardware-Ausstattung – wenn man sich nach 2009 zurückdenkt. Zum Vergleich mal einige Daten des Optimus G:

Motorola Milestone 1 LG Optimus G
Prozessor 0,5 GHz 4×1,5 GHz
Arbeitsspeicher 256 MB 2048 MB
Interner Speicher 8 GB 32 GB
Display 3,7″, 854×480 Pixel 4,7″, 1920×1080 Pixel
System Android 2.2 (inoffiziell 2.3.7) Android 4.1
Extras Hardware-Tastatur LTE, NFC
Gewicht 165g 145g

In den letzten vier Jahren hat sich viel getan. Es gibt nur zwei Bereiche, wo mein Milestone leichte Vorteile gegenüber dem Optimus G hat: Der Akku ist wechselbar und es hat eine Hardware-Tastatur. Dafür läuft es einfach nicht wirklich flüssig, außerdem ist es schon einige Android-Generationen zurück. Das Milestone war 2009 ein Gerät der Oberklasse, so wie es das Optimus G heute ist – ein Austausch wäre also wirklich nicht schlecht.

2.) Wie würdest du dich von deinem Handy / Smartphone verabschieden, wenn du das Optimus G von LG gewinnst?
Ich denke an die Umwelt, also werde ich es nicht vernichten, wegschmeißen oder andere Dinge damit tun. Ich werde mein altes Milestone verschenken, denn funktionieren tut es ja noch. Dann hat irgendwer anders statt einem alten Handyknochen ein Smartphone. Sollte das Milestone dann einmal kaputt gehen, hat es wirklich ordentlich was geleistet. 

3.) Was bedeutet für dich der Slogan “Life’s Good”?
Hier kann man einfach übersetzen: Das Leben ist gut oder schön. Im Bezug auf LG kann das heißen, dass alles so funktioniert, wie man es möchte und deswegen die Produkte teil des eigenen Lebens werden. Das Leben ist schön, ich muss mir keine Gedanken machen. Vielleicht könnte man dann ergänzen: Life’s too good to be true.

Der Wochenmarkt oder wie Kunden sich selber täuschen

Ich bin neulich hier in der Gegend über einen Wochenmarkt gegangen. Ich muss gestehen, dass ich selten über Märkte gehe, wohl schon aus Zeitgründen. Ich kaufe meine Lebensmittel im Supermarkt, eigentlich immer.

Was mich auf dem Wochenmarkt erstaunt hat ist, dass erstens viele Leute da waren und dass, zweitens, eigentlich nur Händler ihre Waren angeboten haben. Bei Märkten sollte es doch einen Unterschied zu Supermärkten geben, finde ich. Wenn ich dort einen Apfel kaufe, sollte der aus der Region kommen, am besten vom Produzenten.

Warum sollte ich meine Orangen oder Ananas auf einem Wochenmarkt kaufen, wo sie oftmals teurer sind als im Supermarkt, aber auch nur vom Großmarkt stammen? Ich weiß es nicht. Sicher gibt der Markt einigen Leuten das Gefühl, frische Produkte zu kaufen, außerdem bietet er einen persönlicheren ländlichen Flair. Aber die Ware ist in der Regel die gleiche wie im Supermarkt.

Mein Fazit ist, dass die Leute, die auf Wochenmärkten kaufen, sich quasi selber betrügen. Sie möchten glauben, dass sie dort bessere Ware kaufen als im Supermarkt. Dafür geben sie auch oftmals deutlich mehr Geld aus. Objektiv betrachtet ist das in den meisten Fällen Unsinn.

Ausnahmen gelten natürlich für einige Stände lokaler Produzenten oder für spezielle Bio-Märkte, wie z.B. die Öko-Wochenmärkte in Hamburg. Das Konzept kann ich verstehen und ich finde es gut. Bei allen anderen Märkten spare ich mir das „gute Gefühl“ und gehe lieber in den Supermarkt. Der passt mir zeitlich besser und bietet eine breitere Produktpalette.